Aktivrente startet: Steuerfreies Zusatzeinkommen für Rentner
13.03.2026 - 00:00:15 | boerse-global.deDie neue Aktivrente ist seit Januar 2026 in Kraft und erlaubt es Arbeitnehmern im Rentenalter, bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei zu verdienen. Das Gesetz ist ein strategisches Instrument gegen den akuten Fachkräftemangel und soll erfahrene Mitarbeiter im Job halten.
Steuerfreiheit für arbeitende Rentner
Der Kern der Reform ist eine substanzielle Steuerbefreiung. Wer die Regelaltersgrenze – 2026 zwischen 66 und 67 Jahren – erreicht hat, kann bis zu 24.000 Euro jährlich zusätzlich zur Rente verdienen, ohne darauf Einkommensteuer zu zahlen. Wichtig: Die Regelung gilt nicht für Frührentner.
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Ein entscheidender Vorteil ist, dass der steuerfreie Betrag nicht unter den Progressionsvorbehalt fällt. Die übrigen Einkünfte, wie die gesetzliche Rente, werden also nicht in eine höhere Steuerprogression gedrückt. Die Befreiung wird automatisch im Lohnsteuerabzugsverfahren umgesetzt, was den bürokratischen Aufwand für Arbeitgeber minimiert.
Flexibilität gegen den Fachkräftemangel
Für Unternehmen ist die Aktivrente ein starkes Argument, um erfahrenes Personal zu halten. Gleichzeitig schafft das Gesetz mehr rechtliche Flexibilität. Das strikte Anschlussverbot für befristete Verträge ist für diese Altersgruppe entfallen.
Arbeitgeber können nun sachgrundlos befristete Verträge anbieten. Einzelverträge können bis zu zwei Jahre laufen und bis zu dreimal verlängert werden. Insgesamt sind mit demselben Arbeitgeber Verträge über maximal acht Jahre möglich. Dies erlaubt es, den Übergang in den Ruhestand projektbezogen und individuell zu gestalten.
Was Arbeitgeber beachten müssen
Die Steuerfreiheit betrifft nur die Einkommensteuer. Die Sozialversicherungspflicht bleibt bestehen. Arbeitgeber müssen weiterhin ihre vollen Anteile zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Auch der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung bleibt verpflichtend.
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Für den Arbeitnehmer entfällt dagegen der eigene Beitrag zur Arbeitslosenversicherung. Wer seinen Rentenbezug hinauszögert, profitiert zudem von einem Rentenzuschlag von 0,5 Prozent pro Monat. Diese kombinierten Vorteile machen das Modell finanziell attraktiv.
Notwendige Anpassung an den Demografie-Wandel
Wirtschaftsinstitute sehen in der Aktivrente eine längst überfällige Modernisierung. Bislang bestraften hohe Steuern viele, die über das Rentenalter hinaus arbeiten wollten. Die Reform beseitigt diese Hürde.
Die Wirtschaft begrüßt die neuen Möglichkeiten zur Personalbindung. Kritisch sehen einige Verbände lediglich die weiterlaufenden Arbeitgeberbeiträge für Mitarbeiter, die keine Arbeitslosenleistungen mehr beanspruchen können. Der strategische Nutzen, Wissen im Unternehmen zu halten, überwiegt diese Kosten jedoch deutlich.
Die Bundesregierung wird die Wirkung der Aktivrente 2028 offiziell evaluieren. Bis dahin raten Personalberater Unternehmen, ihren Altersstruktur zu analysieren und frühzeitig Gespräche mit potenziellen Rentnern zu führen. Die Aktivrente wird zum zentralen Baustein im Kampf um erfahrene Fachkräfte.
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