Bund verlĂ€ngert Garantie fĂŒr BeschĂ€ftigte der PCK-Raffinerie
23.12.2025 - 15:12:22und 4. Absatz.)
BERLIN (dpa-AFX) - Der Bund verlĂ€ngert erneut die BeschĂ€ftigungsgarantie fĂŒr die PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt. Sie soll nun bis zum 30. Juni 2026 gelten, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Damit setze man ein klares Signal der VerlĂ€sslichkeit fĂŒr die BeschĂ€ftigten und stabilisiere zugleich den Standort.
"Das ist so kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel eine ganz wichtige Nachricht fĂŒr die BeschĂ€ftigten und die Region", sagte Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD). Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betonte, der Standort Schwedt/Oder sei wichtig fĂŒr die Versorgungssicherheit und auch aus strukturpolitischen GrĂŒnden. PCK-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Ralf Schairer sagte der dpa: "Das ist ein gutes politisches Signal an die Belegschaft."
Standort soll gestÀrkt werden
Im ersten Halbjahr 2026 sollten weitere Investitions- und Ansiedlungsvorhaben zur nachhaltigen StÀrkung und Verbesserung der Zukunft des Standorts auf den Weg gebracht werden, hieà es. Klingbeil betonte, oberstes Ziel sei, die ArbeitsplÀtze in der Region zu erhalten. "Die Menschen in der Uckermark können sich auf die Bundesregierung verlassen."
Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD) sagte: "Das ist eine gute Nachricht fĂŒr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so kurz vorm Weihnachtsfest." Die VerlĂ€ngerung der BeschĂ€ftigtengarantie durch den Bund sei ein Bekenntnis zum Standort Schwedt und ein weiterer Schritt zu dauerhaften guten IndustriearbeitsplĂ€tzen. "Wir werden uns weiterhin nicht mit befristeten Garantien zufriedengeben, sondern dafĂŒr einsetzen, dass der Raffineriestandort Schwedt dauerhaft eine erfolgreiche Zukunft hat."
Auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) sprach von einem wichtigen Signal. Es gebe den BeschĂ€ftigten mehr Sicherheit. Das Wirtschaftsministerium habe dazu in den vergangenen Wochen GesprĂ€che auf Bundesebene gefĂŒhrt.
PCK-Raffinerie beliefert Nordosten und Westpolen
Die Raffinerie in der Uckermark versorgt groĂe Teile von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen mit Sprit, Heizöl, Kerosin und anderen Produkten. Sie verarbeitete frĂŒher nur russisches Ăl aus der Pipeline Druschba. Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine entschied die Bundesregierung, ab Anfang 2023 auf russisches Pipeline-Ăl zu verzichten. Die Raffinerie stellte auf andere Bezugsquellen um.
Sie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft, die wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unter Treuhandverwaltung des Bundes stehen.

