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Bahn behebt Personalmangel in Stellwerken

31.03.2026 - 15:01:48 | dpa.de

(Aktualisierung: Im Text wurden eine Stellungnahme des Verbands Die GĂŒterbahnen ergĂ€nzt sowie Angaben zu Vertragsstrafen, die die Bahn im vergangenen Jahr zahlen musste.)BERLIN - Die Deutsche Bahn hat eigenen Angaben zufolge den Personalmangel in ihren Stellwerken weitgehend behoben.

(Aktualisierung: Im Text wurden eine Stellungnahme des Verbands Die GĂŒterbahnen ergĂ€nzt sowie Angaben zu Vertragsstrafen, die die Bahn im vergangenen Jahr zahlen musste.)

BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bahn hat eigenen Angaben zufolge den Personalmangel in ihren Stellwerken weitgehend behoben. "Seit Jahresbeginn 2026 konnte die sogenannte leistungswirksame Personalbesetzungsquote in den Stellwerken bundesweit durchschnittlich zu 100 Prozent gesichert werden", teilte der bundeseigene Konzern mit. Der Personalmangel war ein Grund fĂŒr ZugausfĂ€lle und VerspĂ€tungen. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet.

"Die Stellwerke im deutschen Bahn-Netz sind mittlerweile von deutlich weniger AusfĂ€llen durch PersonalengpĂ€sse betroffen", hieß es von der Bahn weiter. Es könne zwar noch vereinzelt zu EngpĂ€ssen kommen, aber im deutschlandweiten Durchschnitt stĂŒnden nun wieder ausreichend Fahrdienstleiter zur VerfĂŒgung.

Demnach wurden bis Dezember 2025 insgesamt etwa 2.200 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fĂŒr den Stellwerksdienst eingestellt. Dies entspreche einer Steigerung von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau. "Auch fĂŒr 2026 suchen wir rund 1.000 Azubis, wir lassen also nicht nach bei der Rekrutierung von Nachwuchs", teilte der Chef der Infrastruktur-Gesellschaft DB InfraGo, Philipp Nagl, mit.

Die Trendwende sei eine gute Nachricht fĂŒr die StabilitĂ€t des Eisenbahnbetriebs, teilte die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Wettbewerberverbands Die GĂŒterbahnen, Neele Wesseln, mit. "Allerdings wĂ€re es auch verfrĂŒht, so zu tun, als könnte es eine vollstĂ€ndige Entwarnung geben." Eine rechnerische 100-Prozent-Quote bei der Besetzung im Bundesschnitt könne nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass es regional weiterhin fĂŒr den GĂŒterverkehr und fĂŒr FahrgĂ€ste zu EngpĂ€ssen kommen könne.

Der Verband hatte eigenen Angaben zufolge bei der Bundesnetzagentur Beschwerde eingereicht, weil unter den PersonalengpĂ€ssen in den Stellwerken auch die GĂŒterverkehrskunden litten. Zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 musste die Bahn nach Angaben der Bundesnetzagentur demnach knapp 950.000 Euro an Vertragsstrafe zahlen, weil sie die Ziele fĂŒr den Personalaufbau in den Stellwerken verfehlt hatte.

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