Weitere ZugestĂ€ndnisse fĂŒr Lufthansa-Einstieg bei Ita
07.05.2024 - 13:31:37 | dpa.de(Aktualisierung: Mit weiteren Aussagen von Lufthansa-Chef Spohr)
ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Ringen um einen Einstieg der Lufthansa DE0008232125 bei der staatlichen italienischen Fluggesellschaft Ita haben die Beteiligten der EU-Kommission weitere ZugestĂ€ndnisse angeboten. Dies teilte das italienische Finanzministerium am Dienstag in Rom mit. BrĂŒssel seien fristgerecht "ErgĂ€nzungen" gemÀà den Forderungen der Kommission angeboten worden, hieĂ es. Zu Details Ă€uĂerte sich das Ministerium nicht. Auch die Lufthansa nannte keine Details.
In einem ersten Schritt will Lufthansa 41 Prozent an der Staatslinie Ita Airways, der frĂŒheren Alitalia, ĂŒbernehmen. DafĂŒr sollen der Ita 325 Millionen Euro Eigenkapital aus Lufthansa-Barmitteln zuflieĂen. SpĂ€ter soll die deutsche Fluglinie zu bestimmten Bedingungen weitere 49 Prozent und dann die restlichen 10 Prozent bekommen können.
Die EU-Kommission als zustĂ€ndige Genehmigungsbehörde gibt das Vorhaben wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken bislang jedoch nicht frei. Sie befĂŒrchtet, dass Kunden nach der Ăbernahme unter steigenden Preisen oder schlechterer QualitĂ€t leiden könnten. Erwartet wird, dass es im nĂ€chsten Monat eine Entscheidung geben könnte. Die Lufthansa hatte in dem Kartellverfahren zuvor schon ZugestĂ€ndnisse gemacht, ohne Details zu nennen.
Spohr: "Entscheidende Phase"
Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte am Dienstag bei der virtuellen Hauptversammlung des Konzerns in Frankfurt, er erwarte weiterhin fĂŒr den Sommer eine positive Entscheidung aus BrĂŒssel. Die Lufthansa habe am Montagabend ein erweitertes Paket bei der EU-Kommission eingereicht. "Jetzt kommen wir also in eine ganz entscheidende Phase. Wir sind da sehr im konstruktiven Dialog gewesen mit der EU-Kommission die letzten Wochen und Monate", sagte Spohr auf eine entsprechende Frage eines AktionĂ€rsvertreters.
Der Lufthansa-Chef warb erneut fĂŒr den geplanten Deal: "Der Gast von und nach Italien profitiert, weil er mehr Auswahl bekommt", argumentierte Spohr. Die Mitarbeiter der italienischen Fluggesellschaft hĂ€tten zudem nach der Umwandlung von Alitalia in Ita sehr gelitten und hĂ€tten "eine Zukunft verdient". Die Lufthansa wĂŒrde ihren Marktzugang verbreitern und internationaler werden durch ein Drehkreuz auĂerhalb Deutschlands. Spohrs Fazit: "Also ich sehe nicht, wer gegen diese Transaktion etwas haben sollte."
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