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Trump entsendet Ex-ICE-Leiter Homan nach Minnesota

26.01.2026 - 20:30:45

(Aktualisierung: Neue AbsĂ€tze 4-6)WASHINGTON/MINNEAPOLIS - Nach den tödlichen SchĂŒssen von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE auf einen Krankenpfleger schickt PrĂ€sident Donald Trump den frĂŒheren kommissarischen Behördenleiter Tom Homan in den US-Bundesstaat Minnesota.

(Aktualisierung: Neue AbsÀtze 4-6)

WASHINGTON/MINNEAPOLIS (dpa-AFX) - Nach den tödlichen SchĂŒssen von Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE auf einen Krankenpfleger schickt PrĂ€sident Donald Trump den frĂŒheren kommissarischen Behördenleiter Tom Homan in den US-Bundesstaat Minnesota. Er solle am Montagabend ankommen und dann direkt an Trump berichten, teilte der PrĂ€sident auf seinem Sprachrohr Truth Social mit. Regierungssprecherin Karoline Leavitt fĂŒgte an, dass Homan die EinsĂ€tze vor Ort ĂŒberwachen solle.

Homan ist der Mann, der Trumps Abschiebepolitik durchsetzen soll. Er gilt als Hardliner und hatte auch nach den tödlichen SchĂŒssen eines Bundesbeamten Anfang Januar auf die 37-jĂ€hrige RenĂ©e Good - ebenfalls in Minneapolis - ein konsequentes Vorgehen von ICE gefordert. Diese sollten "ohne Entschuldigung" fortgesetzt werden.

Trump gab wenig spĂ€ter bekannt, dass der demokratische Gouverneur des Bundesstaates Minnesota, Tim Walz, ihn angeblich um eine Zusammenarbeit gebeten habe. "Es war ein sehr gutes GesprĂ€ch, und wir schienen tatsĂ€chlich auf einer Ă€hnlichen WellenlĂ€nge zu sein", behauptete Trump. Er habe Homan angewiesen, mit Walz zu telefonieren, und kĂŒndigte zeitnah ein weiteres GesprĂ€ch mit dem Gouverneur an. Dieser soll dem PrĂ€sidenten zufolge "glĂŒcklich" damit sein, dass Homan in seinen Bundesstaat geschickt werde.

Gouverneur Walz spricht von "produktivem" GesprÀch

Walz bestĂ€tigte spĂ€ter das GesprĂ€ch mit Trump und bezeichnete es als "produktiv". Er verwies auf seinen Gastbeitrag im "Wall Street Journal", in dem er hart mit der US-Regierung ins Gericht geht. So seien Behauptungen der Regierung unkorrekt und Zahlen falsch - etwa, dass sich in den GefĂ€ngnissen des Bundesstaates fast 1.400 AuslĂ€nder befinden wĂŒrden - Walz zufolge liegt die Zahl bei gut 200.

"Jeder möchte, dass unsere Einwanderungsgesetze durchgesetzt werden", schrieb Walz und fĂŒgte an, dass die derzeitigen Maßnahmen in seinem Bundesstaat nicht dazu beitrĂŒgen. "Das ist keine effektive Strafverfolgung. Das ist kein Rechtsstaat. Das ist Chaos. Das ist illegal. Und es ist unamerikanisch."

Walz hatte nach eigenen Angaben Trump immer wieder aufgefordert, die Situation zu entschĂ€rfen, dieser weigere sich aber. Der Gouverneur befĂŒrchte, dass der PrĂ€sident auf eine Eskalation hoffe - "dass Sie noch mehr Chaos auf Ihren Fernsehbildschirmen sehen, dass Proteste in Ausschreitungen umschlagen und noch mehr Menschen verletzt werden."

Am Samstagmorgen war der 37 Jahre alte US-BĂŒrger Alex Pretti durch SchĂŒsse von Bundesbeamten in Minneapolis ums Leben gekommen. Die US-Regierung stellt die tödlichen SchĂŒsse als Selbstverteidigung dar.

@ dpa.de