Allergene, Büro

Allergene im Büro: Die unsichtbare Gefahr für die Gesundheit

05.02.2026 - 16:13:12

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, auch unsichtbare Allergieauslöser am Arbeitsplatz zu bewerten und zu minimieren. Dazu zählen Pollen, Schimmel oder Chemikalien.

Arbeitgeber müssen auch unsichtbare Gesundheitsrisiken wie Allergieauslöser am Schreibtisch bekämpfen. Eine aktuelle Diskussion rückt subtile Gefahren in den Fokus, die in jeder Büroumgebung lauern können. Obwohl Büros als sicher gelten, zeigen neue Erkenntnisse: Allergene sind eine ernsthafte Bedrohung für das Wohl der Belegschaft.

Vom Drucker bis zum Teppich: Die versteckten Quellen

Die Auslöser sind vielfältig und oft unsichtbar. Biologische Belastungen wie Pollen, Schimmelsporen aus Klimaanlagen oder Hausstaubmilben in Teppichen sind ebenso problematisch wie chemische Reizstoffe. Diese stammen aus Ausdünstungen neuer Möbel, Emissionen von Druckern oder aggressiven Reinigungsmitteln. Selbst das Raumklima – zu trockene Luft oder Zugluft – kann bestehende Allergien verschlimmern.

Gesetzliche Pflicht: Die Gefährdungsbeurteilung

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet jeden Arbeitgeber, alle Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz zu bewerten – dazu gehören explizit allergieauslösende Stoffe. Diese Gefährdungsbeurteilung ist die Grundlage, um Risiken zu identifizieren und Schutzmaßnahmen abzuleiten. Wer diese Pflicht vernachlässigt, riskiert nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern auch rechtliche Konsequenzen.

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Viele Arbeitgeber unterschätzen Allergene am Arbeitsplatz – dabei schreibt das ArbSchG eine Gefährdungsbeurteilung vor und Aufsichtsbehörden prüfen streng. Unser kostenloser Leitfaden bietet praxiserprobte Vorlagen, Checklisten und einen Schritt‑für‑Schritt‑Plan, um sofort Maßnahmen wie HEPA‑Filter‑Checks, emissionsarme Materialwahl und Reinigungspläne rechtssicher zu dokumentieren. Die Vorlagen sparen Stunden bei der Dokumentation und helfen, rechtliche Risiken zu minimieren. Gefährdungsbeurteilung: Vorlagen & Checklisten kostenlos herunterladen

So schaffen Unternehmen ein allergenarmes Umfeld

Effektive Prävention beginnt mit der Luftqualität. Lüftungsanlagen mit HEPA-Filtern entfernen Pollen und Feinstaub. Regelmäßige Wartung verhindert Schimmel in Klimaanlagen. Bei der Einrichtung sind emissionsarme Möbel und Materialien mit Siegeln wie dem „Blauen Engel“ zu bevorzugen. Spezielle Reinigungspläne mit Staubsaugern, die HEPA-Filter nutzen, und verträglichen Mitteln reduzieren die Belastung weiter.

Immer relevanter: Gesundheit im modernen Büro

Die wachsende Aufmerksamkeit für das Thema spiegelt ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein wider. Moderne, flexible Bürokonzepte ändern die Umweltbedingungen, machen Prävention aber nicht überflüssig. Da die Empfindlichkeit von Person zu Person stark variiert, reicht ein Standardansatz nicht aus. Experten fordern maßgeschneiderte Strategien, die die Rückmeldungen der Mitarbeiter aktiv einbeziehen.

Zukunft des Arbeitsschutzes: Dynamisch und individuell

Die Prävention von Allergien bleibt eine Daueraufgabe. Neue Materialien und Technologien erfordern eine fortlaufende Anpassung der Gefährdungsbeurteilung. Unternehmen müssen Gesundheitsschutz in ihrer Kultur verankern – durch Sensibilisierungsschulungen und klare Meldewege für Betroffene. Der Fokus liegt künftig auf individuellen Lösungen, die das Wohlbefinden aller fördern und so Produktivität sichern.

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