Alphabet, Aktie

Alphabet Aktie: Software schlägt Hardware

27.03.2026 - 09:22:22 | boerse-global.de

Googles neue KI-Kompressionstechnologie TurboQuant reduziert Speicheranforderungen um das Sechsfache und ließ Aktien von Hardware-Herstellern einbrechen.

Alphabet Aktie: Software schlägt Hardware - Foto: über boerse-global.de
Alphabet Aktie: Software schlägt Hardware - Foto: über boerse-global.de

Alphabet sorgt derzeit nicht mit neuen Suchmaschinen-Features, sondern mit tiefgreifender Grundlagenforschung für Aufsehen. Ein neu vorgestellter Algorithmus des Tech-Giganten verspricht, den Speicherbedarf für Künstliche Intelligenz drastisch zu senken. Das Potenzial dieser Software-Lösung ist so enorm, dass unmittelbar nach der Ankündigung die Aktien namhafter Hardware-Hersteller ins Minus rutschten.

TurboQuant drückt Speicher-Aktien

Mit "TurboQuant" präsentierte Google eine Technologie, die den Zwischenspeicher von KI-Systemen extrem komprimiert. Erste Tests zeigten eine Reduzierung des Speicherbedarfs um den Faktor sechs sowie eine deutlich höhere Leistung auf gängigen Grafikprozessoren. Die Börse reagierte prompt. Werte wie Micron, Western Digital und Seagate gaben nach der Veröffentlichung spürbar nach.

Anleger preisen offenbar das Risiko ein, dass algorithmische Effizienz den unstillbaren Hunger nach teuren Speicherchips dämpfen könnte. Vorerst bleibt TurboQuant jedoch ein reines Laborprojekt. Die Technologie greift zudem nur bei der reinen Anwendung der KI-Modelle, während das eigentliche Training weiterhin massive Speicherkapazitäten erfordert.

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Zweigleisig zum Quantencomputer

Parallel zur KI-Optimierung treibt der Konzern seine Hardware-Ambitionen im Quantencomputing voran. Google Quantum AI erweitert seinen bisherigen Fokus auf supraleitende Qubits um eine neue Technologie, die auf neutralen Atomen basiert. Um diese Doppelstrategie zu leiten, verpflichtete das Unternehmen den Physiker Dr. Adam Kaufman. Das erklärte Ziel der Forschungsabteilung lautet, bis zum Ende des Jahrzehnts kommerziell nutzbare Quantencomputer zur Marktreife zu bringen.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz dieser technologischen Fortschritte verzeichnet das Papier seit Jahresanfang einen Rückgang von 9,27 Prozent und ging am Donnerstag bei 244,15 Euro aus dem Handel. Analysten lassen sich von der aktuellen Kursschwäche nicht beirren. Die Bank of America bestätigte jüngst ihre Kaufempfehlung, während der Marktkonsens ein Aufwärtspotenzial von rund 24 Prozent sieht. Am 28. April 2026 rückt die finanzielle Realität wieder in den Fokus, wenn Alphabet die Zahlen für das abgelaufene Quartal präsentiert.

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