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Altimmune Aktie: Pemvidutide besteht Alkoholstudie

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 13:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Pemvidutide reduziert exzessiven Alkoholkonsum in Phase-2-Studie deutlich. Altimmune plant nun GesprĂ€che mit der FDA fĂŒr die Zulassung.

Altimmune Aktie: Alkoholstudie mit Pemvidutide ĂŒberzeugt Anleger
Modernes Laborumfeld mit medizinischen ForschungsgerĂ€ten zur Symbolisierung klinischer Fortschritte in der Pharmazie. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Ein Medikament, das eigentlich gegen Fettleber entwickelt wurde, zeigt jetzt auch Wirkung gegen eine ganz andere Volkskrankheit. Altimmune hat am Dienstag positive Topline-Daten aus der Phase-2-Studie RECLAIM vorgelegt — pemvidutide reduzierte bei Patienten mit Alkoholkonsumstörung die Zahl der Tage mit exzessivem Trinken deutlich stĂ€rker als Placebo. Die Börse reagierte prompt: Im vorbörslichen Handel zog die Aktie auf 3,40 Dollar an, ein Plus von knapp 15 Prozent gegenĂŒber dem Vortagesschluss.

Studiendaten ĂŒberzeugen auf breiter Front

Der primĂ€re Endpunkt der Studie war eindeutig erreicht: Patienten unter pemvidutide reduzierten ihre wöchentlichen Tage mit starkem Alkoholkonsum um 4,20 Tage gegenĂŒber dem Ausgangswert, verglichen mit 2,75 Tagen unter Placebo. Das entspricht einem Behandlungseffekt von 1,45 Tagen bei einem p-Wert von 0,0014 — statistisch hoch signifikant.

Auch die sekundĂ€ren Endpunkte fielen positiv aus. Fast zwei Drittel der Behandlungsgruppe (64,4 Prozent) erreichten eine Zwei-Stufen-Reduktion auf der WHO-Risikoskala, gegenĂŒber 34,8 Prozent unter Placebo. Bei den Patienten mit vollstĂ€ndiger Abstinenz von schwerem Trinken in den letzten vier Wochen lag die Rate bei 42,2 Prozent versus 17,4 Prozent. Beide Endpunkte gelten bei der FDA als zulassungsrelevant. Als Nebenbefund zeigte sich zudem ein Gewichtsverlust von 9,1 Prozent gegenĂŒber Placebo nach 24 Wochen, ohne erkennbares Plateau.

Bei der VertrĂ€glichkeit fiel vor allem eine höhere Rate an gastrointestinalen Nebenwirkungen auf: Übelkeit trat bei 44 Prozent der Behandlungsgruppe auf, gegenĂŒber 24 Prozent unter Placebo. Erbrechen betraf 18 Prozent versus 6 Prozent. Die Abbruchraten unterschieden sich zwischen beiden Gruppen kaum — 20 Prozent unter pemvidutide, 22 Prozent unter Placebo.

NÀchster Halt: GesprÀch mit der FDA

Altimmune plant nun ein sogenanntes End-of-Phase-2-Meeting mit der US-Arzneimittelbehörde, um den weiteren regulatorischen Weg fĂŒr pemvidutide bei Alkoholkonsumstörung abzustecken. Damit reiht sich die Indikation neben MASH und alkoholbedingter Lebererkrankung als dritte mögliche Anwendung fĂŒr den Glucagon/GLP-1-Wirkstoff ein — passend zum Fokus des Unternehmens auf schwere Lebererkrankungen, da die Studienautoren den leberschĂŒtzenden Effekt des Glucagon-Anteils als möglichen Zusatznutzen gegenĂŒber reinen GLP-1-PrĂ€paraten hervorheben.

Parallel laufen bereits weitere Studien: Die RESTORE-Studie zur alkoholbedingten Lebererkrankung soll die Patientenrekrutierung im dritten Quartal 2026 abschließen, wĂ€hrend fĂŒr MASH im gleichen Zeitraum der Start der Phase-3-Studie PERFORMA geplant ist.

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