Aluminiummarkt: CBAM erfasst nun Endprodukte
Veröffentlicht am: 14.06.2026 um 13:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Aluminiummarkt steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Die EU-Finanzminister weiten den CO2-Grenzausgleich massiv aus. Das trifft die Industrie an einem empfindlichen Punkt.
CBAM erfasst die Endprodukte
Bisher galt der CO2-Zoll vor allem fĂŒr Grundstoffe. KĂŒnftig erfasst der Mechanismus auch verarbeitete Waren. Waschmaschinen und andere HaushaltsgroĂgerĂ€te stehen auf der Liste. Die EU will damit die heimische Produktion absichern.
Firmen sollen ihre Werke nicht ins Ausland verlagern. Dies stoppt Wettbewerbsvorteile durch schwÀchere Klimauflagen in Drittstaaten. Eine finale Einigung mit dem EU-Parlament steht noch aus.
Hilfe bei den Energiekosten
Parallel dazu gibt es staatliche UnterstĂŒtzung. Die EU-Kommission erlaubt deutschen Firmen eine doppelte Strompreisförderung. Energieintensive Betriebe nutzen kĂŒnftig zwei Entlastungen gleichzeitig.
Dazu zĂ€hlt der Industriestrompreis von 5 Cent pro Kilowattstunde. Diesen kombinieren Unternehmen mit einer zusĂ€tzlichen Kompensation. Die MaĂnahme lĂ€uft von MĂ€rz bis Dezember 2026. Sie soll den Standort Deutschland sichern.
Krieg und Zinsen bewegen die Kurse
Der Iran-Krieg sorgt derweil fĂŒr Unsicherheit. Eine Blockade der StraĂe von Hormus könnte die Rohstoffbeschaffung gefĂ€hrden. Das treibt die Preise. Am Freitag stieg Aluminium um 1,69 Prozent auf 3.858,75 USD.
Seit Jahresanfang legte der Kurs um gut 31 Prozent zu. In der kommenden Woche rĂŒckt die US-Notenbank ins Zentrum. Neue Leitzins-Signale bestimmen dann die StĂ€rke des US-Dollars. Das entscheidet ĂŒber die nĂ€chste Preisphase bei Industriemetallen.
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