ROUNDUP, Guter

Guter Jahresstart fĂŒr Spezialchemiekonzern Alzchem - Aktie sinkt aber

30.04.2026 - 13:02:38 | dpa.de

Alzchem DE000A1MBDZ0ist dank einer hohen Nachfrage in seinem SpezialchemiegeschĂ€ft ĂŒberraschend stark in das Jahr 2026 gestartet.

"Wir haben damit ein solides Fundament fĂŒr das Gesamtjahr gelegt und blicken zuversichtlich auf die weitere Beschleunigung unseres Wachstums ab der zweiten JahreshĂ€lfte", sagte Konzernchef Andreas Niedermaier und bestĂ€tigte seine Jahresprognose. Die Aktie jedoch fiel nach den Nachrichten.

An der Börse nahmen die Anleger nach der Kurserholung in den vergangenen Handelstagen am Donnerstag Gewinne mit und drĂŒckten das Papier zeitweise auf ein Tief seit Ende MĂ€rz. Auch am spĂ€ten Vormittag noch gehörte das Papier mit einem Abschlag von zuletzt um vier Prozent auf 167,10 Euro zu den grĂ¶ĂŸten Verlierern im Kleinwerteindex SDax. Seit Jahresbeginn ist damit das Kursplus auf knapp acht Prozent geschrumpft.

Analysten lobten die Entwicklung: Das Unternehmen habe das Jahr 2026 mit ĂŒbertroffenen Erwartungen eingelĂ€utet, schrieb Jefferies-Experte Constantin Hesse. Das weiterhin solide Abschneiden im Bereich der Spezialchemikalien habe im ersten Quartal zu einer weiteren deutlichen Verbesserung der ProfitabilitĂ€t gefĂŒhrt, so der Fachmann. Auch Warburg-Experte Christian Cohrs lobte die höheren Margen und sprach von einem "guten Start in das neue Jahr". Positiv wertete er auch den bestĂ€tigten Ausblick.

Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende MĂ€rz im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 3 Prozent auf 148,7 Millionen Euro, wie der SDaxDE0009653386-Konzern am Donnerstag in Trostberg mitteilte. Getragen wurde das SpezialchemiegeschĂ€ft von einem starken Lauf unter anderem bei Kreatin-Produkten als NahrungsergĂ€nzungsmittel fĂŒr Sportler und guten GeschĂ€ften mit dem Sprengstoff Nitroguanidin fĂŒr die RĂŒstungsindustrie. Damit konnte das Unternehmen die SchwĂ€che im GeschĂ€ft mit der Stahlindustrie mehr als ausgleichen.

Noch positiver entwickelte sich die operative Ertragskraft: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg ĂŒberproportional um 18 Prozent auf 32,3 Millionen Euro. Die entsprechende Marge erhöhte sich von 18,9 auf 21,7 Prozent. Unter dem Strich stieg der auf die AktionĂ€re entfallende Gewinn um 23 Prozent auf fast 18 Millionen Euro.

Alzchem-Lenker Niedermaier will der bestÀtigten Prognose zufolge in diesem Jahr weiterhin den Umsatz auf 600 Millionen Euro hochtreiben und ein operatives Ergebnis von rund 126 Millionen Euro erzielen. 2025 hatte der Konzern noch gut 562 Millionen Euro umgesetzt und vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen knapp 117 Millionen Euro verdient.

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