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Frankfurt Eröffnung: Verluste - Analyst sieht Korrekturgefahr

05.11.2025 - 10:37:48 | dpa.de

Am deutschen Aktienmarkt geht es zur Wochenmitte weiter bergab.

Im Sog der schwachen US-Börsen sank der Dax DE0008469008 zuletzt um 0,58 Prozent auf 23.809 Punkte. Damit rückt die Marke von 24.000 Punkten, unter die er am Vortag gerutscht war, weiter in die Ferne. "Charttechnisch bahnt sich der deutsche Leitindex langsam aber sicher den Weg in eine größere Korrektur", warnte Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,54 Prozent auf 29.270 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um 0,5 Prozent nach unten.

Insbesondere an der US-Technologiebörse Nasdaq hatten die Sorgen der Anleger wegen der hohen Bewertungen am Dienstag für harsche Verluste gesorgt. In Asien stachen die erneut deutlichen Gewinnmitnahmen beim japanischen Leitindex Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440 heraus. Die Experten der Landesbank Helaba verwiesen darauf, dass die japanische Notenbank laut dem Protokoll zu ihrer letzten Sitzung Argumente für eine Zinserhöhung diskutiert habe.

In Deutschland steht weiterhin die laufende Berichtssaison der Unternehmen im Fokus. Für Dax-Schlusslicht Siemens Healthineers DE000SHL1006 ging es um 8,7 Prozent bergab. Börsianer attestierten dem Medizintechnikkonzern auf den ersten Blick ein überwiegend enttäuschendes Schlussquartal 2024/25. Die Ziele für den Umsatz und mehr noch für das Ergebnis je Aktie im neuen Geschäftsjahr lägen ebenfalls unter den Erwartungen und dürften die Aktie belasten, auch wenn das Unternehmen üblicherweise konservativ plane, hieß es weiter.

Ein vorsichtiger Ausblick auf das laufende Quartal drückte Qiagen NL0015002CX3 mit 3,8 Prozent ins Minus. Damit geht die jüngste Kurskorrektur bei dem Biotech-Unternehmen weiter. Der bestätigte Jahresausblick impliziere nun ein schwächeres Schlussquartal, schrieb Analyst Tycho Peterson von Jefferies.

Die Aktien des Pharmawirkstoff-Entwicklers Evotec DE0005664809 waren mit einem Kurseinbruch von 11,4 Prozent abgeschlagenes Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386. Der in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich ausgeweitete operative Verlust wog letztlich schwerer als der anfangs positiv aufgenommene Komplettverkauf der Biotech-Tochter JEB an Sandoz CH1243598427, der zudem nicht mehr überraschte. RBC-Analyst Charles Weston sprach von einem klar enttäuschenden dritten Quartal.

Für Klöckner & Co. DE000KC01000 ging es um 3,9 Prozent bergab. Der Stahlhändler verdoppelte dank höherer Absatzmengen den Quartalsgewinn im Tagesgeschäft. Dies entsprach in etwa den Analystenerwartungen und lag am unteren Ende der vom Vorstand ausgegebenen Zielspanne.

Der Autobauer BMW DE0005190003 schnitt im vergangenen Quartal wie nach der Prognosesenkung im Oktober erwartet ab. Die am Finanzmarkt viel beachtete operative Marge in der Autosparte stieg etwas stärker als von Analysten erwartet. Sie wäre ohne erhöhte Einfuhrzölle in die USA und die EU noch höher ausgefallen, hieß es von BMW. Mit plus 1,6 Prozent zählten die Aktien zu den besten Dax-Werten.

Für Fresenius DE0005785604 ging es trotz positiver Nachrichten um 0,7 Prozent nach unten. Der Krankenhausbetreiber und Arzneimittelkonzern berichtete über eine überraschend gute Gewinnentwicklung im dritten Quartal und hob die Ergebnisprognose an. Das organische Umsatzwachstum habe insbesondere von der Arzneimittel- und Medizintechniktochter Kabi sowie von der Krankenhaustochter Helios profitiert, schrieb Jefferies-Experte James Vane-Tempest.

Der Technologiekonzern Kontron AT0000A0E9W5 überzeugte derweil mit Auftragsdaten; das reichte für ein Kursplus von 2,9 Prozent. Nach guten Quartalszahlen und erneut angehobenen Jahresziele schwankten die Aktien von Auto1 DE000A2LQ884 heftig - zuletzt stand ein Plus von 6,7 Prozent zu Buche.

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