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Frankfurt Schluss: Anleger halten sich zurĂŒck

21.05.2024 - 18:06:39 | dpa.de

Am deutschen Aktienmarkt hat sich die Konsolidierung auf hohem Niveau am Dienstag fortgesetzt.

Hatte der Leitindex Dax DE0008469008 am Pfingstmontag noch leicht zugelegt, ging es am Dienstagvormittag wieder etwas abwĂ€rts. Marktteilnehmer fĂŒhrten das Auf und Ab des Dax unterhalb der Marke von 19 000 ZĂ€hlern auf das Fehlen von Impulsen seitens der Unternehmen und der Konjunktur zurĂŒck.

Letztlich verlor der Dax 0,22 Prozent auf 18 726,76 Punkte. In der vergangenen Woche hatte er knapp unter 19 000 ZĂ€hlern ein Rekordhoch erreicht. Seit Jahresbeginn bringt es der Index auf ein Plus von mehr als 11 Prozent. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte schloss am Dienstag 1,13 Prozent tiefer bei 27 172,36 Punkten.

Auch an den anderen europÀischen Börsen ging es abwÀrts. Der EuroStoxx 50 EU0009658145, das Leitbarometer der Eurozone, verlor 0,5 Prozent. In Paris ging es noch etwas stÀrker nach unten, wÀhrend der Londoner FTSE 100 GB0001383545 nur wenig verlor. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 lag zum europÀischen Handelsschluss rund ein halbes Prozent im Minus.

In ZurĂŒckhaltung ĂŒbten sich Anleger auch mit Blick auf die am Mittwochabend anstehende Quartalsbilanz des Chip-Giganten Nvidia US67066G1040. Der Trendsetter in Sachen KĂŒnstliche Intelligenz ist an der Börse 2,3 Billionen US-Dollar wert. Angesichts der hohen Erwartungen am Markt machte Stratege JĂŒrgen Molnar von Robomarkets "viel EnttĂ€uschungspotenzial" aus. "Die Anleger rund um den Globus sind weiter in Kauflaune und lassen sich von den jĂŒngsten Rekorden nicht abschrecken", schrieb er weiter. Der Dax bleibe in Schlagdistanz zu seinem Höchststand und warte auf die nĂ€chsten Impulse. Das Problem sei nur, dass mit den Kursen auch die Erwartungen gestiegen seien, sowohl an die Unternehmensgewinne als auch an die Geldpolitik.

Unter den Standardwerten waren die KursausschlĂ€ge mehrheitlich ĂŒberschaubar. Schlusslicht waren die Papiere des Chip-Herstellers Infineon DE0006231004 mit minus 3,1 Prozent. Im MDax zeigten sich die Anteilscheine des Chip-Zulieferers Aixtron DE000A0WMPJ6 mit minus 4,3 Prozent ebenfalls schwach.

SchwĂ€chster MDax-Wert waren die Papiere der Online-Apotheke Redcare Pharmacy NL0012044747, die um 11 Prozent einbrachen und auf den tiefsten Stand seit September 2023 fielen. Die schweizerische Bank UBS riet in ihrer ErsteinschĂ€tzung der Aktien zum Verkauf. Wachstumsimpulse durch das elektronische Rezept seien im Kurs mittlerweile eingepreist, so die BegrĂŒndung.

Aktien von Kontron AT0000A0E9W5 gewannen 2,3 Prozent. Der Hersteller von Rechnertechnik hat von einem großen Autohersteller einen Auftrag fĂŒr intelligente Ladestationen fĂŒr Elektroautos erhalten. Das Auftragsvolumen betrage in einem ersten Schritt mindestens 200 Millionen Euro.

Der Euro EU0009652759 kostete zuletzt 1,0853 US-Dollar. Die EuropÀische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0864 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 2,58 Prozent am Montag auf 2,57 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 stieg um 0,02 Prozent auf 124,28 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 legte um 0,17 Prozent auf 130,81 ZĂ€hler zu./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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