Aktien Frankfurt Ausblick: Dax im impulsarmen Handel stabil erwartet
21.08.2024 - 08:28:48 | dpa.deEs fehlt an richtungsweisenden Impulsen seitens der US-Börsen und von Unternehmen. Auch der Datenkalender ist erneut dĂŒnn, sodass allenfalls RedebeitrĂ€ge von US-Notenbankern Interesse auf sich ziehen könnten.
Am Abend steht das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed von Ende Juli auf der Agenda. "Die Sitzung hatte seinerzeit zu verstĂ€rkten Zinssenkungserwartungen beigetragen, weil nicht nur auf Inflationsrisiken verwiesen wurde, sondern auch auf die Risiken fĂŒr den Arbeitsmarkt", erinnerten die Experten der Helaba.
Der X-Dax DE000A0C4CA0 signalisierte rund eine Stunde vor dem Börsenstart ein kleines Minus fĂŒr den deutschen Leitindex Dax DE0008469008 von 0,02 Prozent auf 18.354 Punkte. Am Vortag hatte er seine zehntĂ€gige GewinnstrĂ€hne zwar mit moderaten AbschlĂ€gen beendet, ernsthafte Gewinnmitnahmen gab es aber nicht. Viele Anleger scheinen zunehmend vorsichtiger zu werden, denn seit dem Kursrutsch Anfang August ist der Dax bereits wieder um mehr als acht Prozent gestiegen. In der Spitze hatte er knapp 1.500 Punkte wett gemacht und so fehlten ihm zum Niveau von Ende Juli nur noch wenige Punkte.
Marktexperten erwarten erst zum Ende der Woche hin wieder mehr Bewegung an den AktienmĂ€rkten, denn dann wird sich im Rahmen des jĂ€hrlichen Notenbanker-Treffens in Jackson Hole auch US-Notenbankchef Jerome Powell Ă€uĂern. "Powell könnte enttĂ€uschen, wenn er die Argumente fĂŒr eine kurzfristige Zinssenkung nicht weiter verstĂ€rkt", befĂŒrchtet Anlagestrategin Naomi Fink von Nikko Asset Management.
Zudem gibt es nach wie vor einige Marktteilnehmer, die im September nicht nur auf eine Zinssenkung von 0,25 Prozentpunkte setzen, sondern - wie die Helaba-Experten schreiben - auf einen "groĂen Lockerungsschritt" um gleich 0,5 Punkte. Die Wahrscheinlichkeit dafĂŒr sehen sie angesichts der recht uneinheitlichen US-Konjunkturdaten als sehr gering an.
Unternehmensseitig dĂŒrfte es ruhig bleiben. In den Blick könnten allenfalls die Aktien des Nivea-Konzerns Beiersdorf DE0005200000 sowie des Autozulieferers Continental DE0005439004 rĂŒcken.
Beiersdorf könnte wegen des US-Kosmetikherstellers Coty US2220702037 im Fokus stehen, denn dieser enttĂ€uschte mit seinem Umsatz im vierten GeschĂ€ftsquartal die Erwartungen. Zudem sieht das Coty-Management den US-Kosmetikmarkt unter Druck, einerseits wegen LagerbestĂ€nden und andererseits wegen der Verbraucher, deren Geldbeutel nicht mehr so locker sitzt. "Das passt auch zu den jĂŒngsten Aussagen der Konkurrentin Estee Lauder" US5184391044, sagte ein HĂ€ndler. Vorbörslich, auf der Handelsplattform Tradegate, bewegte sich die Beiersdorf-Aktie allerdings wenig.
Conti könnten nach einem Bericht des "Handelsblatts" Beachtung finden, der sich mit den Gesamtkosten fĂŒr die juristischen Ermittlungen im Dieselskandal beschĂ€ftigt. Diese beliefen sich auf rund 150 Millionen Euro fĂŒr Conti und könnten informierten Quellen aus dem Aufsichtsrat zufolge sogar noch höher sein, heiĂt es in dem Artikel. Den Kurs bewegte das vorbörslich aber kaum.
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