Aktien Europa: Leichte Gewinne - Schwung lÀsst im Verlauf aber nach
02.01.2024 - 12:09:44Nach flottem Start nahmen die MĂ€rkte am Vormittag allerdings einen Gang heraus. Sie folgten damit der verhaltenen Entwicklung der US-Futures. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg am Dienstagmittag um 0,22 Prozent auf 4531,58 Punkte.
Der französische Cac 40 FR0003500008 zeigte sich ebenfalls etwas fester und gewann 0,17 Prozent auf 7556,38 ZÀhler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 trat dagegen zuletzt mehr oder weniger auf der Stelle. In der Schweiz wurde wegen eines Feiertags nichts gehandelt.
FĂŒr Marktteilnehmer ist die nachlassende Dynamik nicht ĂŒberraschend. "Nach einem fulminanten Börsenjahr 2023 ist in den kommenden Wochen Vorsicht angesagt", warnte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "TatsĂ€chlich ist der Januar kein einfacher Börsenmonat", fĂŒgte Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners hinzu.
SchwĂ€chster Sektor waren die Technologiewerte. Hier belasteten die Verluste der Halbleiterwerte. Der HalbleiterausrĂŒster ASML NL0010273215 hatte einige chinesische Kunden wenige Wochen vor der Ausweitung von ExportbeschrĂ€nkungen nicht mehr mit Maschinen zur Chipherstellung beliefern können. Eine Lizenz fĂŒr die Auslieferung bestimmter Lithografiesysteme sei teilweise von der niederlĂ€ndischen Regierung zurĂŒckgezogen worden, hatte das Unternehmen am Montag mitgeteilt. In Diskussionen mit den US-Behörden habe der Konzern zudem weitere KlĂ€rung zu Umfang und Auswirkung von US-ExportbeschrĂ€nkungen erhalten. Die Aktie sank um 1,2 Prozent, STMicroelectroinics gaben sogar um 1,7 Prozent nach.
Besser sah es bei den Ălwerten aus. Am Markt wurde auf die Spannungen im Roten Meer verwiesen, wo wichtige Schiffsrouten fĂŒr den internationalen Handelsverkehr und den Transport von Rohöl verlaufen. Zuletzt hatte der Iran nach eigenen Angaben ein Kriegsschiff in das Rote Meer entsandt.
Die Versorgerbranche profitierte unterdessen von den Gewinnen des Schwergewichts Iberdrola ES0144580Y14. Zuletzt kletterte die Aktie des spanischen Versorgers um 0,8 Prozent. Sie profitierte damit von der Nachricht, dass Iberdrola die Kaufabsichten fĂŒr den US-Wettbewerber PNM Resources aufgegeben hat. Damit enden drei Jahre regulatorischer Querelen ĂŒber die Transaktion. Nach Angaben von Iberdrola hatten bis 31. Dezember nicht alle notwendigen Genehmigungen der Behörden vorgelegen. Zudem habe es keine klare zeitliche Perspektive fĂŒr eine KlĂ€rung gegeben.

