Bereits 94 'Hondius'-Passagiere von Teneriffa ausgeflogen
10.05.2026 - 23:35:18 | dpa.deDie Menschen aus insgesamt 19 LĂ€ndern hĂ€tten die Kanareninsel in acht Sondermaschinen verlassen, sagte die spanische Gesundheitsministerin MĂłnica GarcĂa am spĂ€ten Abend am Hafen von Granadilla im SĂŒden Teneriffas vor Journalisten.
Als Letztes hob ein US-Flugzeug mit 18 betroffenen Menschen vom Flughafen Tenerife Sur ab. Zuvor waren im Rahmen der Evakuierungsaktion bereits Maschinen aus Spanien, Frankreich, Kanada, GroĂbritannien, Irland, den Niederlanden und der TĂŒrkei gestartet. Am Montagnachmittag sollen eine weitere Maschine aus den Niederlanden sowie ein Flugzeug aus Australien zum Einsatz kommen und jeweils 18 sowie sechs weitere Betroffene ausfliegen.
Unter den Ausgeflogenen befinden sich auch vier Deutsche. Sie wurden zunĂ€chst mit der niederlĂ€ndischen Maschine nach Eindhoven gebracht und sollten von dort in einem Sonderisoliertransport weiter nach Frankfurt gefahren werden. AnschlieĂend geht es zur QuarantĂ€ne in die jeweiligen BundeslĂ€nder. Ăber die MaĂnahmen entscheiden die zustĂ€ndigen GesundheitsĂ€mter.
34 Menschen bleiben an Bord
Alle Evakuierten waren zuvor unter strengen Sicherheitsvorkehrungen schrittweise von der im Hafen von Granadilla vor Anker liegenden "Hondius" ausgeschifft worden. In kleinen Gruppen wurden sie mit Booten an Land gebracht und anschlieĂend mit Bussen zum Flughafen Tenerife Sur gefahren.
Vor Beginn der Ausschiffung hatten Ărzte eine epidemiologische Untersuchung an Bord durchgefĂŒhrt. Dabei waren bei keinem der insgesamt 152 Personen an Bord Symptome festgestellt worden. 34 Menschen, mehrheitlich Mitglieder der Besatzung, sollen laut GarcĂa an Bord bleiben und mit der "Hondius" zurĂŒck in die Niederlande fahren. Die Aktion sei bisher reibungslos verlaufen, bilanzierte die Ministerin. "Wir können stolz sein, wir haben eine phĂ€nomenale Arbeit geleistet." Einer der ausgeflogenen fĂŒnf französischen Passagiere zeigte dann auf dem RĂŒckflug von Teneriffa nach Paris Symptome. Wie Frankreichs Premierminister SĂ©bastien Lecornu mitteilte, wurden daher alle fĂŒnf Passagiere sofort bis auf weiteres unter strenge QuarantĂ€ne gestellt.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es sechs bestÀtigte Hantavirus-FÀlle und zwei VerdachtsfÀlle. Drei dieser acht Personen starben: ein Àlteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Frau aus Deutschland. Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem niederlÀndischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien angesteckt haben könnte.
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