Europa Schluss: Leichte Gewinne - Starkes Börsenjahr
29.12.2023 - 18:35:56 | dpa.deDamit endete ein starkes Börsenjahr nach einem wechselhaften Jahresverlauf. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss am Freitag mit einem Plus von 0,16 Prozent bei 4521,65 Punkten. FĂŒr das Jahr 2023 steht fĂŒr den Leitindex der Eurozone damit ein Gewinn von mehr als 19 Prozent zu Buche.
Der französische Cac 40 FR0003500008 legte am Freitag um 0,11 Prozent auf 7543,18 ZĂ€hler zu. Auf Jahressicht belĂ€uft sich das Plus auf ĂŒber 16 Prozent. Dagegen verzeichnete der britische FTSE 100 GB0001383545 nur ein Jahresplus von knapp 4 Prozent. Am Freitag hatte er nach einem verkĂŒrzten Handel 0,14 Prozent höher bei 7733,24 Punkten.
"Die Jahresperformance fiel insgesamt ĂŒberdurchschnittlich aus, das hatten die meisten Marktteilnehmer in dieser Form nicht erwartet", stellte Marktexperte Andreas Lipkow fest. Das kommende Jahr dĂŒrfte zumindest bis zur Jahresmitte wieder nicht einfach werden. Zu viel Optimismus sei bereits eingepreist und die Gefahr von negativen Ăberraschungen sei dadurch erheblich gestiegen, betonte Lipkow.
Aus Branchensicht lief das Jahr 2023 fĂŒr die europĂ€ischen Handels- und Technologieaktien sowie Papiere aus dem Bau- und Baustoffsektor mit Gewinnen von jeweils mehr als 30 Prozent besonders gut. Die 2022 noch abgestĂŒrzten Einzelhandelswerte konnten sich im Jahresverlauf dank der Hoffnung auf sinkende Zinsen ebenso fangen wie die gebeutelten Immobilienaktien. Technologiewerte und besonders Halbleiterhersteller profitierten nicht nur von den Zinserwartungen, sondern auch vom Boom im Bereich der KĂŒnstlichen Intelligenz.
Am unteren Ende des Sektortableaus rangierten im abgelaufenen Jahr Rohstofftitel und Papiere aus dem Bereich Nahrungsmittel und GetrÀnke mit Verlusten von 6,5 beziehungsweise 3,0 Prozent.
Unter den Einzelwerten entwickelten sich die Anteilscheine des Pharmakonzerns Novo Nordisk DK0060534915 dank des Hypes rund um DiÀtprÀparate mit einem Jahresgewinn von knapp 49 Prozent zur Nummer eins unter den Marktschwergewichten.
Dagegen konnte der einstige Platzhirsch LVMH FR0000121014 lediglich ein Kursplus von rund 8 Prozent Federn einfahren. Wie andere Werte aus dem LuxusgĂŒterbereich litt der Wert unter der WirtschaftsschwĂ€che in China und Inflationsdruck. Noch schwĂ€cher entwickelten sich Kering FR0000121485 im abgelaufenen Jahr mit einem Minus von rund 15 Prozent.
Am Freitag gab es nur wenige auffÀllige Kursbewegungen. Zu den Ausnahmen gehörten Grifols, die um 8,6 Prozent stiegen. Das Pharmaunternehmen verkauft 20 Prozent seiner Anteile an Shanghai RAAS an die Haier Group.
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