NRW, Warnstreiks

NRW: Warnstreiks treffen auch am Montag wieder Busse und Bahnen

23.03.2026 - 04:49:14 | dpa.de

Am Montag mĂŒssen FahrgĂ€ste in mehreren StĂ€dten Nordrhein-Westfalens erneut mit EinschrĂ€nkungen bei Bussen und Bahnen rechnen.

Der Grund: Verdi hat zu weiteren Warnstreiks an zahlreichen Betriebshöfen des Nahverkehrs aufgerufen. Die Auswirkungen werden nach EinschĂ€tzung der Gewerkschaft unterschiedlich groß sein - auch ein nahezu kompletter Ausfall des Angebots sei möglich.

Insgesamt gibt es nach Angaben eines Verdi-Sprechers Aufrufe zur Arbeitsniederlegung in 19 Betrieben. Darunter seien etwa Unternehmen in Wuppertal, Mönchengladbach, Krefeld, Castrop-Rauxel, Herne, Bottrop, Oberhausen, Dortmund, Bielefeld und Köln.

Die Dortmunder Stadtwerke (DSW) etwa teilten mit, dass in Dortmund und Schwerte keine Stadtbahnen und Busse fahren werden. Aufgerufen zum Warnstreik seien zwar die rund 400 Fahrerinnen und Fahrer von Stadtbahnen - deren Ausstand wirke sich aber flĂ€chendeckend auch auf das Busangebot aus. Grund seien die engen VerknĂŒpfungen zwischen dem Stadtbahn- und dem Busnetz.

In manchen StÀdten fÀllt auch nur ein Teil des Nahverkehrs aus

In Köln dagegen sind nach Angaben der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) lediglich eine Reihe ĂŒberwiegend linksrheinisch verkehrender Buslinien betroffen. Der Stadtbahnbetrieb könnte grundsĂ€tzlich aufrechterhalten werden. FahrgĂ€ste mĂŒssten sich allerdings auf BeeintrĂ€chtigungen einstellen.

Die Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (NIAG) wiederum gehen von "möglichen AusfĂ€llen von bis zu zehn Prozent der Fahrten aus", wie sie mitteilten. Ein weitgehender Ausfall des Betriebs sei auszuschließen.

Auslöser fĂŒr die Warnstreiks, die schon in den vergangenen Tagen den Nahverkehr in diversen StĂ€dten betrafen, ist der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr. Dabei geht es um die Arbeitsbedingungen von etwa 30.000 BeschĂ€ftigten in rund 30 Nahverkehrsbetrieben in NRW. In zwei Verhandlungsrunden ist bislang keine Einigung erzielt worden.

Die dritte Tarifrunde beginnt am Dienstag (24. MĂ€rz) und ist fĂŒr mehrere Tage angesetzt. WĂ€hrend der Verhandlungen sind keine Warnstreiks geplant.

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