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New York Schluss: Rekorde nur am Anfang - Trump-Putin-Treffen

15.08.2025 - 22:33:47

Am Tag des Gipfeltreffens zwischen dem US-PrĂ€sidenten Donald Trump und dem Kremlchef Wladimir Putin ist aus der anfĂ€nglichen Rekordlaune der Anleger am Ende ZurĂŒckhaltung geworden.

Standardwerte prÀsentierten sich am Freitag in etwas besserer Form als Technologie-Aktien.

Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 hatte zum Börsenstart seine acht Monate alte Bestmarke deutlich ĂŒbertroffen und bis auf fast 45.204 ZĂ€hler zugelegt. Zum Handelsschluss war mit plus 0,08 Prozent beim Stand von 44.946,12 Punkten von dem Gewinn fast nichts mehr ĂŒbrig. Auf Wochensicht verzeichnete der Dow einen Aufschlag von 1,7 Prozent.

Die Aktien des Krankenversicherers Unitedhealth US91324P1021 waren am Freitag im Dow mit einem Plus von 12 Prozent der stÀrkste Wert. Hintergrund waren umfangreiche AktienkÀufen durch die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway US0846707026.

Auch der marktbreite S&P 500 US78378X1072 hatte zum Börsenbeginn ein Rekordhoch erreicht, ehe er ins Minus drehte und 0,29 Prozent schwÀcher auf 6.449,80 Punkten schloss. Die Woche brachte einen Zuwachs von 0,9 Prozent.

FĂŒr den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es zum Wochenschluss um 0,51 Prozent auf 23.712,07 Punkte nach unten. Das Barometer hatte vor zwei Tagen einen Höchststand erklommen. Der Wochengewinn belĂ€uft sich auf 0,4 Prozent.

Am Freitag belasteten Kursverluste von gut 14 Prozent der Papiere von Applied Materials US0382221051 den Techsektor und zogen vor allem Chipwerte nach unten. Der Chipindustrie-AusrĂŒster hatte mit seinem Ausblick enttĂ€uscht. Im Sog von Applied Materials rutschten auch Lam Research US5128073062 und KLA US4824801009 um 7,3 beziehungsweise 8,4 Prozent ab.

FĂŒr die Aktien des gebeutelten Chipkonzerns Intel US4581401001 ging es hingegen um 2,9 Prozent weiter nach oben. Ein möglicher Staatseinstieg sorgt hier nach wie vor fĂŒr Fantasie, die dem Kurs am Vortag schon krĂ€ftig Schub gegeben hatte. FĂŒr Anleger werde Intel vorerst wieder eine Hoffnungsaktie, schrieb Analyst Stacy Rasgon von Bernstein.

Abseits des Aktienmarktes steht am Freitag das Treffen zwischen US-PrĂ€sident Trump und Russlands PrĂ€sidenten Wladimir Putin in Alaska im Fokus, bei dem es zuvorderst um eine Lösung im Ukraine-Krieg geht. Anleger hoffen auf eine Waffenruhe. Der Gipfel ist nach Kremlangaben fĂŒr sechs bis sieben Stunden angesetzt. Mit frĂŒhen Ergebnissen noch am Freitag dĂŒrfte also kaum zu rechnen sein.

An Konjunkturdaten mangelte es vor dem Wochenschluss nicht. Hier achteten Markteilnehmer unter anderem auf die fĂŒr den Konsum wichtigen EinzelhandelsumsĂ€tze, die etwas weniger als erwartet gestiegen waren. Die Daten zeigten dennoch, dass die US-Haushalte sich mit Ausgaben trotz drohender Zölle nicht zurĂŒckhielten, schrieben die Experten von Capital Economics. Das von der UniversitĂ€t Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen fĂŒr Juli fiel gleichwohl trĂŒber aus als erwartet. Es lasse erkennen, dass die Verbraucher weiter sehr nervös seien mit Blick auf eine steigende Inflation, so die Analysten.

Daten aus der Wirtschaft beobachten Anleger sehr genau, weil sie Interpretationen zur Geldpolitik der Notenbank zulassen. Es wird derzeit damit gerechnet, dass die Fed im September den Leitzins senkt.

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