AMD Aktie: Grasby verkauft 10,8 Millionen Dollar nach Rekordquartal
13.05.2026 - 21:26:55 | boerse-global.deAMD liefert einen historischen Quartalsbericht â und prompt verkaufen ein Topmanager und Cathie Woods ARK Invest Aktien im groĂen Stil. Das klingt widersprĂŒchlich. Es ist es aber nur bedingt.
Millionenverkauf kurz nach dem Kurssprung
Paul Darren Grasby, Vertriebsvorstand bei AMD, trennte sich am 8. Mai von rund 24.400 Aktien. Erlös: knapp 10,8 Millionen Dollar. Die Transaktion erfolgte zu Kursen um 444 Dollar â wenige Tage nachdem AMD mit seinen Q1-Zahlen die Erwartungen klar ĂŒbertroffen hatte.
Das Quartalsergebnis war beeindruckend. AMD erzielte einen Gewinn je Aktie von 1,37 Dollar bei einem Umsatz von 10,25 Milliarden Dollar. Beides lag ĂŒber den SchĂ€tzungen. Der Umsatz im RechenzentrumsgeschĂ€ft kletterte um 57 Prozent auf ein Rekordhoch von 5,8 Milliarden Dollar. Der Kurs sprang am Folgetag um mehr als 20 Prozent.
ARK Invest dreht den Geldhahn zu
Parallel dazu verkaufte ARK Invest ĂŒber mehrere Handelstage hinweg AMD-Aktien im Wert von rund 79,9 Millionen Dollar â allein aus dem ARKK-ETF. Die Erlöse flossen in Alphabet, Meta und Shopify.
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Besonders auffĂ€llig: Am Tag der QuartalsprĂ€sentation selbst verkaufte ARK weitere 45.917 Aktien ĂŒber drei ETFs fĂŒr gut 15,6 Millionen Dollar. Am 8. Mai kamen noch einmal rund 46.000 Aktien hinzu, die etwa 18,8 Millionen Dollar einbrachten.
Das ist kein Zufall, sondern Strategie. AMD hat seit Jahresbeginn rund 107 Prozent zugelegt. Wer frĂŒh eingestiegen ist, sitzt auf erheblichen Gewinnen â und ARK nutzt den Kursanstieg offenbar, um Kapital in Positionen mit mehr AufwĂ€rtspotenzial umzuschichten.
Bewertung als Knackpunkt
Die Aktie notiert aktuell bei 394,20 Euro und damit auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. Das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis liegt bei etwa 135 â gegenĂŒber einem Branchendurchschnitt von rund 60 und einem Peer-Durchschnitt von 38. Die Bewertung preist bereits sehr viel ein.
FĂŒr das laufende Quartal erwartet AMD einen Umsatz von rund 11,2 Milliarden Dollar. CEO Lisa Su verwies auf strukturell steigende Nachfrage durch sogenannte Agentic AI und prognostiziert, dass der Servermarkt bis 2030 auf ĂŒber 120 Milliarden Dollar wĂ€chst.
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Was die Zahlen noch nicht zeigen
Citi bleibt vorsichtig konstruktiv. Die Bank wartet auf den Markterfolg der nĂ€chsten GPU-Generation MI450 und der Helios-Racks, die AMD fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte 2026 plant. Hinzu kommen ExportbeschrĂ€nkungen, die Margen und Absatz bei KI-Chips belasten könnten.
Der Verkaufsdruck von Insidern und institutionellen Investoren ist also weniger ein Warnsignal als ein Spiegelbild der Lage: Das operative GeschĂ€ft lĂ€uft auĂergewöhnlich gut â die Frage ist, wie viel davon der aktuelle Kurs bereits vorwegnimmt. AMD muss in der zweiten JahreshĂ€lfte liefern, vor allem bei der GPU-Roadmap, um die Bewertung zu rechtfertigen.
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