AMD Radeon RX 9000: Neue Preiserhöhung trifft Gamer hart
29.01.2026 - 23:12:12Grafikkarten werden teurer: AMD passt Preise für seine Radeon RX 9000-Serie an. Grund ist eine dramatische Verknappung von Speicherchips, die vor allem durch die boomende Künstliche Intelligenz (KI) verursacht wird. Für PC-Spieler bedeutet das eine weitere Verteuerung ihrer Wunsch-Upgrades.
KI-Boom treibt Speicherpreise in die Höhe
Die Wurzel des Problems liegt in einer globalen Knappheit von DRAM und VRAM. Die Nachfrage aus dem KI- und Rechenzentrumsbereich frisst einen riesigen Teil der weltweiten Produktion auf. Analysten sprechen von einer „Hyper-Bull“-Phase: Die Preise für Speicherbausteine sind im vierten Quartal 2025 um bis zu 50 Prozent gestiegen. Ähnliche Sprünge werden für das erste Quartal 2026 erwartet.
Die Krise betrifft nicht nur Grafikkarten. Auch die Preise für Arbeitsspeicher (RAM) haben sich im Vergleich zu vor wenigen Monaten verdoppelt oder verdreifacht. Einige Experten befürchten, dass der Engpass bis 2027 anhalten könnte. Die Folge: Hersteller von Konsumerelektronik bekommen nicht genug Komponenten.
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So wirkt sich die Erhöhung aus
AMDs Preisanpassung ist direkt an die VRAM-Kapazität gekoppelt. Wie bereits im Dezember 2025 angekündigt, erhöht der Konzern die Kosten für seine Board-Partner um 10 Euro pro 8 GB Grafikspeicher.
Das bedeutet konkret:
* Eine Karte mit 8 GB VRAM wird für die Partner etwa 10 Euro teurer.
* Beliebte Modelle mit 16 GB, wie die Radeon RX 9060 XT 16GB oder die leistungsstärkeren RX 9070-Modelle, verteuern sich um 20 Euro.
Diese Mehrkosten geben die Partner in der Regel über den empfohlenen Verkaufspreis (MSRP) und letztlich an den Endkunden weiter. Oft kommen noch eigene Aufschläge der Händler hinzu.
Mainstream-Markt unter Druck
Die Erhöhungen treffen den Kern von AMDs Strategie. Die auf der RDNA 4-Architektur basierende RX-9000-Serie zielte bei ihrem Start im Frühjahr 2025 explizit auf den preissensiblen Mainstream- und Performance-Markt. Modelle wie die RX 9060 XT (ab 299 Euro) oder die RX 9070 XT (ab 599 Euro) sollten ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.
Genau dieses Verhältnis wird nun ausgehöhlt. Die Karten rücken in höhere Preissegmente, was Spieler zwingt, ihr Budget zu erhöhen oder den Upgrade zu verschieben. Unter ähnlichem Druck steht auch der Konkurrent Nvidia, dessen GeForce RTX-50-Serie ebenfalls von der Speicherknappheit betroffen ist.
Analyse: Gamer zahlen für den KI-Hype
Die aktuelle Marktdynamik zeigt, wie stark das Wachstum der KI-Branche die Consumer-Elektronik beeinflusst. Speicherhersteller priorisieren hochprofitablen Server-DRAM für KI-Rechenzentren. Für Verbraucherprodukte wie GDDR6-VRAM bleibt weniger Kapazität.
AMDs transparente, aber für Kunden unerfreuliche Entscheidung, die Preise direkt an die VRAM-Kosten zu koppeln, ist ein Kompromiss. So kann die Produktion trotz volatiler Komponentenpreise aufrechterhalten werden. Letztlich zahlen aber die Gamer einen Aufschlag, der durch einen komplett anderen Technologiesektor getrieben wird.
Ausblick: Wann wird es wieder günstiger?
Eine baldige Entspannung ist nicht in Sicht. Analysten erwarten nicht, dass das Angebot die Nachfrage in naher Zukunft decken kann. Die DRAM-Produktion wächst, aber nicht schnell genug, um die „Hyper-Bull“-Bedingungen zu beenden.
Für Verbraucher heißt das: Die Ära erschwinglicher Next-Gen-Grafikkarten ist vorerst pausiert. Wer 2026 aufrüsten will, muss sich auf einen Markt mit begrenzter Verfügbarkeit und von der KI getriebener Inflation einstellen. Eine Preisstabilisierung ist frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu erwarten – wenn überhaupt.
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