Amdocs Aktie: Zahlen gut, Kurs schwach
14.05.2026 - 11:19:54 | boerse-global.deStarke Quartalszahlen, schwache Kursreaktion. Amdocs meldete gestern für das zweite Fiskalquartal 2026 einen Umsatz von 1,172 Milliarden Dollar – ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und leicht über der eigenen Prognose. Der nicht-GAAP-Gewinn je Aktie lag bei 1,78 Dollar, zwei Cent über dem Guidance-Mittelwert. Trotzdem gab die Aktie im vorbörslichen Handel nach und notierte zuletzt bei rund 61,89 Dollar.
Das Papier steht damit in der Nähe seines 52-Wochen-Tiefs und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 32 Prozent verloren. Ein KGV von etwa 11,6 spiegelt die gedämpfte Stimmung wider. Offensichtlich reichen solide operative Resultate allein nicht aus, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen.
Wachstum kommt aus Europa und Asien
Wachstumsmotor war diesmal nicht das Heimatmarkt-Geschäft. Nordamerika legte zwar um 2,2 Prozent auf 754 Millionen Dollar zu, blieb aber sequenziell leicht unter dem Vorquartal. Europa hingegen erzielte mit 192 Millionen Dollar einen Rekordwert – ein Anstieg von 6,2 Prozent. Der Rest der Welt wuchs sogar um 8 Prozent auf 226 Millionen Dollar, den höchsten Wert seit dem dritten Fiskalquartal 2024.
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Das Managed-Services-Geschäft, das rund 65 Prozent des Umsatzes ausmacht, wuchs um 1,6 Prozent. Erneuerungsquoten blieben hoch; unter anderem wurde der Vertrag mit Cricket Wireless für BSS- und OSS-Dienste erweitert. Auch Vodafone Spanien unterschrieb ein neues Fünfjahresabkommen, KT aus Südkorea verlängerte seinen Vertrag zur Modernisierung des Charging-Systems, und Telefónica Móviles Argentinien vereinbarte ein mehrjähriges Programm für Managed Services.
CFO-Wechsel und der Weg in die agentische Ära
Neben den Zahlen sorgt ein personeller Wechsel für Aufmerksamkeit. Die langjährige Finanzchefin Tamar Rapaport-Dagim tritt nach über 22 Jahren bei Amdocs in den Ruhestand. Ihr Nachfolger Tal Rozenfeld, bisher Leiter des gesamten Finanzbereichs, übernimmt das Amt zum 1. Juni 2026. Der Übergang gilt als geordnet – Rozenfeld war intern gezielt auf die Rolle vorbereitet worden.
Neuer CEO Shimie Hortig, der das Amt erst vor wenigen Monaten antrat, setzt auf die sogenannte aOS-Plattform – ein agentisches Betriebssystem für Telekommunikationsunternehmen. Erste kommerzielle Vereinbarungen bestehen bereits mit Kunden wie Bell Canada, PLDT und Lumen. Bei PLDT in den Philippinen werden laut Unternehmensangaben bereits mehr als 90 Prozent der Kundenanfragen über das System abgewickelt. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Amdocs noch keinen nennenswerten Umsatzbeitrag aus diesem Bereich – das Potenzial soll sich in späteren Perioden entfalten.
Den Jahresausblick hat das Unternehmen bekräftigt und die Spanne präzisiert: Umsatzwachstum von 2,0 bis 4,0 Prozent in konstanten Währungen, nicht-GAAP-EPS-Wachstum von 5 bis 7 Prozent. Der freie Cashflow soll sich zwischen 710 und 730 Millionen Dollar bewegen. Im zweiten Quartal wurden allein 138 Millionen Dollar für Aktienrückkäufe aufgewendet, die Dividende wird weiter erhöht – nun auf 0,569 Dollar je Aktie für das kommende Quartal, der 14. Anstieg in Folge.
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