OSRAM, Aktie

ams OSRAM Aktie: Stichtag naht

26.03.2026 - 10:43:42 | boerse-global.de

Der Halbleiterkonzern ams OSRAM steht vor einer vorzeitigen Tilgung von Hochzinsanleihen, um die Zinslast zu halbieren. Die Finanzierung ist durch VerkÀufe und eine verbesserte operative Lage gesichert.

ams OSRAM Aktie: Stichtag naht - Foto: ĂŒber boerse-global.de
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Vier Tage noch — dann öffnet sich fĂŒr ams OSRAM ein vertraglich fixiertes Zeitfenster, das den Entschuldungskurs des Halbleiterkonzerns erheblich beschleunigen könnte. Am 30. MĂ€rz greift eine vorzeitige Tilgungsoption fĂŒr die 2023 begebenen Unternehmensanleihen. Die Mittel dafĂŒr sind weitgehend vorhanden.

RĂŒckzahlung mit Hochzinsanleihen finanziert

Die Ausgangslage ist klar: Zwei Anleihetranchen mit einem Gesamtvolumen von 625 Millionen Euro (EUR) und 400 Millionen US-Dollar (USD) laufen bis MĂ€rz 2029 — zu ZinssĂ€tzen von 10,50 beziehungsweise 12,25 Prozent jĂ€hrlich. Solche Konditionen belasten die Bilanz spĂŒrbar. Das erklĂ€rte Ziel ist es, den jĂ€hrlichen Zinsdienst von derzeit bis zu 300 Millionen Euro auf unter 150 Millionen Euro zu drĂŒcken.

Die LiquiditĂ€t dafĂŒr speist sich aus mehreren Quellen: Im Januar kaufte ams OSRAM eigene Anleihen mit einem Nominalwert von knapp 200 Millionen Euro zu 96 Prozent des Nennwerts zurĂŒck. Im MĂ€rz folgte der Abschluss des Verkaufs des LampengeschĂ€fts an den japanischen Konzern Ushio fĂŒr 114 Millionen Euro. Der grĂ¶ĂŸte Posten steht noch aus: Die VerĂ€ußerung des nicht-optischen SensorgeschĂ€fts an Infineon soll im zweiten Quartal 2026 rund 570 Millionen Euro einbringen — zusammen knapp ĂŒber 670 Millionen Euro aus Desinvestitionen.

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Operative Stabilisierung als RĂŒckenwind

Den Hintergrund bildet ein Jahresbericht, der zumindest in Teilen Fortschritte zeigt. Der Umsatz ging 2025 wechselkursbedingt um drei Prozent auf 3,32 Milliarden Euro zurĂŒck, das KerngeschĂ€ft mit Chips wuchs wĂ€hrungsbereinigt jedoch um sieben Prozent. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf 608 Millionen Euro, die Marge kletterte von 16,8 auf 18,3 Prozent. Besonders auffĂ€llig: Der Nettoverlust schrumpfte von 786 Millionen auf 130 Millionen Euro, der Free Cash Flow sprang von 12 auf 144 Millionen Euro.

Parallel lĂ€uft das Kostensenkungsprogramm „Simplify", das die jĂ€hrliche Kostenbasis bis 2028 um weitere 200 Millionen Euro reduzieren soll.

Q1-Zahlen am 7. Mai als nÀchster Test

FĂŒr das erste Quartal 2026 rechnet ams OSRAM mit Erlösen von rund 760 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von etwa 15 Prozent — ein RĂŒckgang gegenĂŒber dem Jahreswert, der den Dekonsolidierungseffekt aus dem Ushio-Verkauf widerspiegelt. Am 7. Mai werden die Q1-Ergebnisse vorgelegt. Dann zeigt sich, ob das operative Fundament stabil genug ist, um den Umsatzdruck abzufedern, und ob das Nettoverschuldungs-EBITDA-VerhĂ€ltnis die angestrebte Marke von unter 2 tatsĂ€chlich in Reichweite rĂŒckt.

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