Aktien Europa: Deutliche Gewinne - Rohstoff, Technologie und Luxus gefragt
26.09.2024 - 12:11:57KonjunkturmaĂnahmen in China trieben exportorientierte Sektoren an. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg am Mittag um 1,62 Prozent auf 4.996,64 Punkte.
AuĂerhalb der Eurozone legte der schweizerische SMI CH0009980894 um 0,28 Prozent auf 12.182,13 ZĂ€hler zu. Der britische FTSE 100 GB0001383545 gewann 0,34 Prozent auf 8.297,11 Punkte.
Die europĂ€ischen Börsen vollzogen mit ihren Gewinnen den deutlichen Anstieg der asiatischen MĂ€rkte nach. Chinas FĂŒhrung hatte weitere UnterstĂŒtzung fĂŒr den angeschlagenen Immobilienmarkt, ausreichende Steuerausgaben und eine Verbesserung des schleppenden Konsums gefordert. Zudem betonten die Top-Kader der Kommunistischen Partei wĂ€hrend einer von Staats- und Parteichef Xi Jinping geleiteten Sitzung, die Wirtschaftsziele fĂŒr dieses Jahr mĂŒssten erreicht werden.
"Es ist damit ein ganzes BĂŒndel an MaĂnahmen umgesetzt worden, was die Ernsthaftigkeit der chinesischen Regierung unterstreicht, der Wirtschaft und primĂ€r dem Immobiliensektor in China wieder auf die Beine helfen zu wollen", so Marktexperte Andreas Lipkow. Am Dienstag hatte bereits die chinesische Notenbank mit verschiedenen MaĂnahmen aufgewartet und damit neuen Schwung in die chinesischen AktienmĂ€rkte gebracht.
Der starke Umsatzausblick des US-Chipkonzerns Micron US5951121038 lieĂ zudem die Kurse im Technologie- und besonders im Halbleitersektor klettern. Aktien der Beteiligungsgesellschaft Prosus NL0013654783 zogen dank der Kursgewinne asiatischen Beteiligungen um 6,6 Prozent an.
An der Spitze der Gewinner standen Profiteure einer verbesserten Wirtschaftslage in China. Ganz vorne lagen die Rohstoffwerte, gefolgt von LuxusgĂŒter- und Autowerten. Zu den stĂ€rksten Titeln gehörten Kering FR0000121485 und LVMH FR0000121014 mit ĂŒber sechs Prozent beziehungsweise BMW DE0005190003 mit ĂŒber drei Prozent Aufschlag. China ist ein wichtiger Markt fĂŒr LuxusgĂŒter.
Im Minus lagen dagegen die Ălwerte. Die Ălpreise waren wegen Spekulationen ĂŒber eine stĂ€rkere Ălförderung in Saudi-Arabien deutlich gefallen. Die "Financial Times" hatte geschrieben, dass Saudi-Arabien bereit sei, das inoffizielle Ălpreisziel von 100 Dollar pro Barrel aufzugeben, um Marktanteile zurĂŒckzugewinnen. Das Blatt berief sich dabei auf informierte Kreise.
Unter Druck standen auch Aktien von Hennes & Mauritz (H&M) SE0000106270. Das Modeunternehmen wird wegen des verregneten Junis in Europa und der anhaltenden KaufzurĂŒckhaltung vieler Konsumenten das angestrebte Renditeziel in diesem Jahr nicht erreichen. Die Aktie fiel um 3,5 Prozent.

