Europa Schluss: EuroStoxx im Minus - Halbleiterwerte unter Druck
Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 18:24 Uhr | dpa.deDruck kam dabei vom Anleihemarkt.
"Steigt das Ăl, steigen die Inflationssorgen - und damit geraten auch die Renditen am Anleihemarkt stĂ€rker in den Fokus", stellte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest. Gerade die inzwischen erreichte Höhe der Rendite der 30-jĂ€hrigen US-Staatsanleihe könne auch der Aktienmarkt nicht ignorieren.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Dienstag 0,95 Prozent auf 6.468,17 Punkte. Auch in Frankreich, Italien und Spanien verbuchten die Börsen Verluste.
AuĂerhalb des Euroraums sah es etwas besser aus: So legte der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894 um 0,13 Prozent auf 14.320,90 Punkte zu. Der britische FTSE 100 GB0001383545 schloss mit plus 0,07 Prozent auf 10.728,04 ZĂ€hler.
Europaweit schwĂ€chster Sektor waren die Technologiewerte EU0009658921. Infineon DE0006231004 verloren am EuroStoxx-Ende 7,6 Prozent. Siemens Energy DE000ENER6Y0 sanken um 5,2 Prozent. ASML NL0010273215 bĂŒĂten 4,9 Prozent ein. Nach der jĂŒngsten Erholung kam es also wieder zu Verlusten im Halbleiter- und KI-Segment.
Der Sektor reagiert sensibel auf die Renditeentwicklung am Anleihemarkt, da viele Unternehmen im Zug des Booms der KI ihre KapazitÀten ausgeweitet haben. "VolatilitÀt an den ZinsmÀrkten könnte den KI-Optimismus dÀmpfen, da die Investitionen zunehmend fremdkapitalfinanziert und damit zinsabhÀngiger sind", merkte Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, dazu an.
Gefragt waren Aktien aus dem Pharmasektor EU0009658723. Bayer DE000BAY0017 und Argenx NL0010832176 waren im EuroStoxx unter den gröĂten Gewinnern mit KurszuwĂ€chsen von jeweils etwas mehr als 1,7 Prozent. Argenx setzten ihren Rekordlauf damit fort.
