Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Leichte Verluste - Givaudan und Akzo Nobel unter Druck

22.07.2025 - 12:17:47 | dpa.de

An den europÀischen Börsen haben sich die leichten Abgaben vom Wochenbeginn am Dienstag fortgesetzt.

"Die Strafzollthematik drĂŒckt sich langsam wieder verstĂ€rkt in die Wahrnehmung der Marktteilnehmer", so Marktexperte Andreas Lipkow. "In wenigen Handelstagen endet die Frist fĂŒr Verhandlungen mit den USA."

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank am Mittag um 0,67 Prozent auf 5.307,33 Punkte. Außerhalb des Euroraums gab der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 um 0,48 Prozent auf 11.880,14 Punkte nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 tendierte dagegen kaum verĂ€ndert.

Neben dem Zollstreit mahnt auch die Berichtssaison zur Vorsicht. "Am Mittwoch werden nachbörslich die ersten beiden Unternehmen der 'Magnificent Seven' ihre Ergebnisse des zweiten Quartals vorlegen", merkte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank an. "Die sieben Firmen stehen fĂŒr rund 30 Prozent der Marktkapitalisierung und 25 Prozent der Gewinne des S&P 500 US78378X1072, und sind damit im Fokus der Anleger."

Die Einzelsektoren standen im Bann neuer Quartalszahlen. Chemiewerte litten dabei unter dem RĂŒcksetzer von Givaudan CH0010645932. Zuletzt verlor der Wert sechs Prozent und nahm damit Kurs in Richtung der Jahrestiefs aus dem April. Zwar hatte der Duft- und Aromenhersteller den Umsatz und Betriebsgewinn im zweiten Quartal gesteigert. Das organische Wachstum war jedoch unter den Erwartungen geblieben.

Auch das niederlĂ€ndische Unternehmen Akzo Nobel NL0000009132 knĂŒpfte an die schwachen Nachrichten aus der europĂ€ischen Chemiebranche an. Die Papiere des Lackherstellers fielen um mehr als vier Prozent, nachdem die Quartalsergebnisse enttĂ€uscht hatten und die Jahresziele gesenkt worden waren.

Nicht ganz so stark belasteten die Zahlen von Julius BĂ€r CH0102484968. Die ZĂŒrcher Privatbank hatte bei ihrem Halbjahresergebnis zwar mit guten NeugeldzuflĂŒssen positiv ĂŒberrascht. Allerdings zeigten sich die Experten vom GeschĂ€ftsertrag und der Entwicklung der Bruttomarge enttĂ€uscht. Die Aktie gab um 1,2 Prozent nach.

Noch schlechter kamen die Zahlen eines anderen Schweizer Wertes an. Der Schokoladen-Hersteller Lindt & SprĂŒngli hatte die Erwartungen nur teilweise erfĂŒllt. Nach der starken Performance im bisherigen Jahresverlauf sei es zu Gewinnmitnahmen gekommen, hieß es am Markt. Lindt bĂŒĂŸten 6,5 Prozent ein.

Ohne grĂ¶ĂŸere Auswirkungen blieb dagegen eine Übernahme im Pharmasektor. Der französische Arzneimittelhersteller Sanofi FR0000120578 will mit dem Kauf der britischen Biotechfirma Vicebio fĂŒr bis zu 1,6 Milliarden US-Dollar sein GeschĂ€ft mit Impfungen stĂ€rken. Die Übernahme soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Sie hat keinen bedeutenden Einfluss auf die Prognose von Sanofi fĂŒr 2025. Die Aktie tendierte unverĂ€ndert.

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