Aktien Europa: EuroStoxx am Tag vor EZB-Entscheid weiter aufwÀrts
04.06.2025 - 13:12:42Der EuroStoxx 50 EU0009658145 legte gegen Mittag um 0,55 Prozent auf 5.405 Punkte zu und nÀherte sich damit wieder seinem Zwischenhoch aus dem Mai. Zu seiner Bestmarke von Anfang MÀrz fehlen dem Leitindex der Eurozone aber noch gut 160 Punkte.
Anleger bereiteten sich am Tag vor dem Zinsentscheid der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) auf die erwartete, nĂ€chste Zinssenkung vor. Positiv ausgefallen waren aktuelle Konjunktursignale, denn die Unternehmensstimmung im Euroraum trĂŒbte sich im Mai weniger stark ein als erwartet. AuĂerdem gaben gute Vorgaben von den internationalen Börsen RĂŒckenwind und gut an kam auch, dass die deutsche Bundesregierung mit Steuerentlastungen die Wirtschaft ankurbeln will.
An wichtigen Börsen auĂerhalb des Euroraums sah das Bild am Mittwoch auch gut aus: Der Londoner Leitindex FTSE 100 GB0001383545 notierte gegen Mittag 0,25 Prozent höher bei 8.809 Punkten, wĂ€hrend der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,53 Prozent auf 12.305 ZĂ€hler stieg.
Die StĂ€rke wurde in Europa vor allem getrieben von den Sektoren Technologie, Rohstoffe und IndustriegĂŒter, deren Teilindex jeweils mehr als ein Prozent zulegten. Im fĂŒhrenden Technologiesektor schwappte die gute Stimmung aus New York ĂŒber, wo am Vorabend der Chipkonzern Broadcom US11135F1012 die Fantasie fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz hochhielt. In Paris zogen die Titel von STMicroelectronics NL0000226223 um 7,6 Prozent an.
Auch bei den AirbusNL0000235190-Anlegern war gute Stimmung angesagt, wie der Anstieg um 3,6 Prozent auf das höchste Niveau seit Anfang MÀrz zeigt. Kreisen zufolge erwÀgt China die Bestellung Hunderter Airbus-Jets. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte ein Auftrag etwa 300 Mittel- und Langstreckenjets umfassen. Jets des Konkurrenten Boeing US0970231058 nimmt China derzeit wegen des Handelsstreits nicht ab.
Ein klares Kursplus von 5,4 Prozent gab es nach schwĂ€cherem Start zuletzt auch bei Remy Cointreau FR0000130395. Anleger sahen hier darĂŒber hinweg, dass der Spirituosenkonzern seinen langfristigen Umsatzausblick streicht wegen der herrschenden Zollunsicherheit. Wie es hieĂ, wurden Anleger ermutigt durch Anzeichen, dass das Schlimmste in den USA ĂŒberstanden sein könnte.
In London dagegen sackten die Aktien von B&M LU1072616219 um 8,7 Prozent ab, weil die Resultate des EinzelhĂ€ndlers auf durchwachsene Reaktionen stieĂen.

