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New York Schluss: Uneinheitlich - Erholung bleibt intakt

06.02.2025 - 22:41:14

An den US-Börsen hat es am Donnerstag keine einheitliche Richtung gegeben.

Den Dow Jones Industrial US2605661048 drĂŒckten zahlreiche schwache Aktien moderat in die Verlustzone. WĂ€hrenddessen erholten sich die ĂŒberwiegend mit Technologiewerten bestĂŒckten Nasdaq-Indizes weiter von ihren am Freitag und Montag erlittenen deutlichen Verlusten. Vor dem Arbeitsmarktbericht fĂŒr Januar wagten sich die Anleger aber allgemein nicht allzu stark aus der Deckung.

Der bekannteste Wall-Street-Index Dow bĂŒĂŸte letztlich 0,28 Prozent auf 44.747,63 Punkte ein. Der breit gefasste S&P 500 US78378X1072 stieg dagegen um 0,36 Prozent auf 6.083,57 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 gewann 0,54 Prozent auf 21.774,07 ZĂ€hler.

Nach dem Zoll-Schock infolge angekĂŒndigter hoher Einfuhrabgaben auf Waren aus Kanada, Mexiko und China durch den neuen US-PrĂ€sidenten Donald Trump hatten die wichtigsten US-Indizes am Montag ihre Verluste vom Freitag zunĂ€chst deutlich ausgeweitet. Die erfolgte Erholung nach ersten positiv verlaufenen Verhandlungen mit Mexiko und Kanada und Aussichten auf GesprĂ€che zwischen den USA und China sorgen derzeit noch in allen wichtigen Indizes fĂŒr Gewinne im bisherigen Wochenverlauf.

Wie es jedoch weitergeht, dĂŒrfte einerseits wohl von den Jobdaten am Freitag bestimmt werden, andererseits womöglich von der EnttĂ€uschung bei Amazon US0231351067. Der Online-Handelsriese legte nachbörslich seinen Quartalsbericht vor und brachte die Aktie da bereits deutlich unter Druck, denn der Ausblick fĂŒr das laufende Quartal verfehlte die Markterwartungen. Mit Amazon legte nun der sechste Konzern der "Magnificent 7" seine GeschĂ€ftszahlen vor.

FĂŒr die Amazon-Aktien war es im Börsenhandel zuvor um 1,1 Prozent nach oben gegangen, womit sie sich ihrem Rekordhoch vom Dienstag wieder stark angenĂ€hert hatten. Die Papiere des im Bereich KI tĂ€tigen Software-Unternehmens Palantir US69608A1088 stiegen nach ihrem Kurssprung am Dienstag um weitere fast 10 Prozent. Auf der anderen Seite ging es zugleich fĂŒr Qualcomm, ARM und vor allem fĂŒr Skywork Solutions deutlich abwĂ€rts.

Skywork Solutions US83088M1027, ein Chiphersteller fĂŒr Handys und Zulieferer von Apple US0378331005, hatte zur Vorlage seiner Zahlen zum ersten GeschĂ€ftsquartal mit Aussagen zum weiteren GeschĂ€ft Sorgen um die Erlöse geweckt. Mehrere AnalystenhĂ€user, darunter auch Stifel, stuften die Aktie ab und senkten ihre Kursziele. Das Papier brach um fast 25 Prozent ein.

Qualcomm US7475251036 verloren 3,7 Prozent und ARM US0420682058 3,3 Prozent. Analyst Samik Chatterjee von JPMorgan lobte die starken Quartalsergebnisse des Chipherstellers, der ebenfalls auf den Mobilfunkbereich ausgerichtet ist. Die Stimmung aber, so schrÀnkte er ein, werde von Faktoren geprÀgt, die Qualcomm kaum beeinflussen könne: so zum Beispiel die Apple-Entscheidung, einen Teil der iPhone-Bauteile selbst zu fertigen, oder den Auslauf einer Vereinbarung mit Huawei.

ARM, ein Anbieter von IP-Lösungen im Bereich Mikroprozessoren, legte zwar ebenfalls starke Zahlen vor, weckte jedoch mit seinem vorsichtigen Umsatzausblick fĂŒr das laufende vierte GeschĂ€ftsquartal Sorgen ĂŒber eine Verlangsamung der Ausgaben fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz (KI).

FĂŒr Honeywell US4385161066 ging es am Ende des Dow um 5,6 Prozent abwĂ€rts. PlĂ€ne ĂŒber die Aufspaltung des Mischkonzerns in drei börsennotierte Unternehmen halfen nicht. Die schwachen Aussichten fĂŒr 2025 kamen nicht gut an. Ford US3453708600 verloren im S&P-100-Index 7,5 Prozent und litten unter Verlusten im GeschĂ€ft mit Elektroautos. Salesforce US79466L3024 reagierten auf personelle Änderungen in der Unternehmensspitze mit einem Minus von 4,9 Prozent. Amgen US0311621009 gaben einen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab und verloren 3,3 Prozent.

Die GeschÀftszahlen des Pharmakonzerns Eli Lilly US5324571083, des Zigarettenproduzenten Philip Morris US7181721090 und des FitnessgerÀteherstellers Peloton US70614W1009 kamen unterdessen gut an. Eli Lilly stiegen um 3,4 Prozent, Philip Morris um 11 Prozent und Peloton um 12 Prozent./ck/he

--- Von Claudia MĂŒller, dpa-AFX ---

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