Aktien New York: Stagnation - Amazon knackt 2-Billonen-Dollar-Marke
26.06.2024 - 20:07:21Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 legte um 0,06 Prozent auf 39 136,45 Punkte zu.
Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 stand 0,06 Prozent tiefer bei 5465,86 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 legte um 0,02 Prozent auf 19 705,47 Punkte zu und verteidigte damit zumindest seine Stabilisierung vom Vortag. Er hatte nach fast 19 Prozent Jahresplus am vergangenen Donnerstag einen Höchststand bei 19 979 Punkten erreicht, bevor bis Montag Gewinnmitnahmen das Bild prÀgten.
Craig Johnson, Analyst bei der Investmentbank Piper Sandler, bemÀngelte eine schwache Marktbreite an den US-Börsen. Lediglich eine Handvoll sehr hoch kapitalisierter Aktien bestimmten am Markt die Richtung.
Unter den als "Magnificent Seven" bekannten, besonders groĂen US-Technologieunternehmen erreichten zur Wochenmitte die A- US02079K3059 und die C-Aktien US02079K1079 der Google-Mutter Alphabet sowie die Papiere des Softwarekonzerns Microsoft US5949181045 und des Online-HĂ€ndlers Amazon US0231351067 HöchststĂ€nde. Letzterer ĂŒbersprang zudem erstmals die viel beachtete HĂŒrde von zwei Billionen US-Dollar Marktwert.
Microsoft ist weiterhin mit einer Marktkapitalisierung von 3,4 Billionen Dollar das am höchsten bewertete Unternehmen der Welt, dicht gefolgt von dem Computerkonzern Apple US0378331005 und dem Chiphersteller Nvidia US67066G1040.
Mit ihren Kursbewegungen besonders auffĂ€llig waren Fedex US31428X1063 und Rivian US76954A1034. Volkswagen DE0007664039 will in den kommenden Jahren bis zu 5 Milliarden Dollar in den Elektroautobauer Rivian stecken und ein Gemeinschaftsunternehmen grĂŒnden. Die Partnerschaft zielt auf beschleunigte Softwareentwicklung ab. Die Anleger feierten das GeschĂ€ft mit einem Kurssprung von gut 20 Prozent bei Rivian.
Ebenfalls fĂŒr gute Laune und hohe Kursgewinne sorgte Fedex. Abspaltungsfantasie fĂŒr das FrachtgeschĂ€ft trieb die Aktien des Logistikkonzerns um knapp 15 Prozent auf 293,98 Dollar nach oben. Sollte sich der Konzern tatsĂ€chlich fĂŒr einen Spin-off entscheiden, hĂ€lt Analyst Thomas Wadewitz von der Bank UBS sogar einen Anstieg auf etwa 390 Dollar fĂŒr möglich. ZunĂ€chst kĂŒndigte das Unternehmen aus Memphis mit dem Quartalsbericht zwar nur an, alle Optionen durchzurechnen. Brian Ossenbeck von der Bank JPMorgan hĂ€lt aber zumindest ein Festhalten am Status Quo inzwischen fĂŒr eine unwahrscheinliche Variante.
Unter den kleineren Werten sprangen die Aktien von Rapid7 US7534221046 nach einem Medienbericht um fast sieben Prozent an. Wie das "Wall Street Journal" schrieb, habe der aktivistische Investor Jana Partners eine Beteiligung erworben und plane, das Cybersicherheitsunternehmen zum Verkauf an eine private Beteiligungsgesellschaft zu drÀngen.

