Android-Spyware, Dating-App

Android-Spyware tarnt sich als Dating-App

29.01.2026 - 05:32:12

Kriminelle nutzen gefälschte Profile auf Dating-Plattformen, um Android-Nutzer zur Installation von Spionage-Apps zu verleiten. Die Schadsoftware stiehlt Kontakte, Nachrichten und Fotos.

Android-Nutzer geraten ins Visier einer perfiden Spionagekampagne. Kriminelle locken mit gefälschten Dating-Apps und erbeuten sensible Daten. Die Schadsoftware wird gezielt außerhalb offizieller Stores verbreitet.

So locken die Betrüger ihre Opfer in die Falle

Der Angriff beginnt auf echten Dating-Plattformen oder in Sozialen Medien. Hinter attraktiven Fake-Profilen verbergen sich die Täter. Nach dem ersten Kontakt drängen sie darauf, die Unterhaltung auf einen Messenger zu verlagern – angeblich für mehr Privatsphäre.

Dort überreden sie das Opfer, eine spezielle App zu installieren. Diese wird als direkte APK-Datei verschickt und nicht über den Play Store. Zur Installation muss die Sicherheitseinstellung „Unbekannte Quellen“ aktiviert werden. Die App fordert dann umfangreiche Berechtigungen, die einer Spionage-Software Tür und Tor öffnen.

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„SarangTrap“ & „VajraSpy“: Zwei reale Spionage-Kampagnen

Die Gefahr ist keineswegs theoretisch. Sicherheitsforscher von Zimperium deckten Mitte 2025 die Kampagne „SarangTrap“ auf. Sie nutzte über 250 bösartige Apps, um vor allem Nutzer in Südkorea auszuspähen. Die gestohlenen Daten reichten von Kontakten und SMS bis zu privaten Fotos.

Eine andere Spyware namens „VajraSpy“ schaffte es sogar kurzzeitig in den Google Play Store. Die APT-Gruppe „Patchwork“ verbreitete sie über gefälschte Chat-Apps, die über 1.400 Mal heruntergeladen wurden. „VajraSpy“ kann:
* Kontakte, Dateien und Anrufprotokolle stehlen
* Telefongespräche aufzeichnen
* Nachrichten aus Apps wie WhatsApp und Signal mitlesen

Was die unsichtbare Spyware auf Ihrem Handy anrichtet

Einmal installiert, arbeitet die Schadsoftware im Verborgenen. Sie sammelt persönliche Daten und sendet sie an Server der Kriminellen. Die Folgen sind vielfältig:
* Identitätsdiebstahl mit den erbeuteten Informationen
* Erpressung mit kompromittierenden Fotos oder Chats
* Gelddiebstahl durch Zugriff auf Banking-Apps

Besonders perfide sind sogenannte Stalkerware-Varianten. Sie verwandeln das Smartphone in eine vollständige Überwachungsstation. Angreifer können dann den Standort verfolgen, das Mikrofon aktivieren oder heimlich Fotos schießen. Die Opfer merken oft lange Zeit nichts von dem Eingriff in ihre Privatsphäre.

Warum Dating-Apps ein gefährliches Umfeld schaffen

Das Problem wird durch generelle Sicherheitsmängel bei Dating-Plattformen verschärft. Eine Analyse vom September 2025 ergab: Drei Viertel der großen Anbieter schnitten bei der Cybersicherheit mit den Noten D oder F ab. Diese laxen Standards gewöhnen Nutzer an einen nachlässigen Umgang mit ihren Daten.

Kriminelle nutzen diese Schwachstellen gezielt aus. Indem sie ihre Apps außerhalb der offiziellen Stores platzieren, umgehen sie die Sicherheitsprüfungen von Google. Die Verbreitung über persönliche Nachrichten macht es auch für Antiviren-Programme schwer, die Bedrohung früh zu erkennen.

So schützen Sie sich vor der Spyware-Falle

Experten warnen, dass solche Angriffe weiter zunehmen werden. Die Täter könnten künftig noch stärker auf KI setzen, um ihre Fake-Profile realistischer zu gestalten. Für Android-Nutzer sind daher klare Schutzregeln entscheidend.

Das BSI und andere Sicherheitsexperten empfehlen:
* Apps nur aus dem Google Play Store installieren
* Die Einstellung „Unbekannte Quellen“ dauerhaft deaktiviert lassen
* Misstrauisch sein, wenn ein neuer Kontakt schnell die Plattform wechseln will
* App-Berechtigungen kritisch prüfen – warum braucht eine Taschenlampen-App Ihre Kontakte?
* Regelmäßige Updates für Betriebssystem und Apps durchführen
* Eine seriöse Sicherheitslösung für das Smartphone in Betracht ziehen

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