Zypern, Tourismus

Zypern bangt um Tourismus - Nahost-Krise belastet Branche

25.03.2026 - 15:13:14 | dpa.de

Angesichts der anhaltenden Krise im Nahen Osten blickt die Tourismusbranche der EU-Inselrepublik Zypern mit wachsender Sorge auf die kommenden Monate.

Tourismusminister Kostas Koumis betonte im zyprischen Rundfunk (RIK), derzeit liege der Fokus darauf, das Image der Insel gezielt zu stÀrken und auf verÀnderte Marktbedingungen zu reagieren.

Zypern ist der EU-Staat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nÀchsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer befindet sich rund 150 bis 250 Kilometer vom Libanon und von Israel entfernt.

Sicherheitslage belastet Tourismus

FĂŒr zusĂ€tzliche Verunsicherung sorgen jĂŒngste sicherheitspolitische VorfĂ€lle: In der Nacht zum 2. MĂ€rz traf eine Drohne iranischer Bauart den britischen LuftwaffenstĂŒtzpunkt RAF Akrotiri nahe Limassol und verursachte einen leichten Schaden. Solche Nachrichten seien "Gift fĂŒr die Tourismusbranche", sagte ein Hotelier in der Hauptstadt Nikosia.

EuropÀische MÀrkte im Fokus

Besonders im Fokus steht der Erhalt der europĂ€ischen MĂ€rkte, die den Großteil der Besucher ausmachen. Denn infolge des Krieges im Nahen Osten sind wichtige MĂ€rkte weggebrochen, darunter Israel sowie mehrere Staaten der arabischen Halbinsel. Die grĂ¶ĂŸere Herausforderung sei jedoch die wachsende ZurĂŒckhaltung europĂ€ischer Urlauber insgesamt, erklĂ€rte der Minister. Auch steigende Flugpreise bereiten Branchenvertretern Sorgen.

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