Airline-Verband, Warnen

Airline-Verband: Warnen seit zehn Jahren vor Drohnengefahr

11.10.2025 - 07:15:00

Angesichts der Bedrohung durch Drohnen an FlughÀfen fordern Deutschlands Fluggesellschaften ein konsequentes Handeln der Politik.

"Bei einer Bedrohungslage mĂŒssen Drohnen abgeschossen werden können", sagte Peter Gerber, PrĂ€sident des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es mĂŒsse dringend geklĂ€rt werden, wer in einer Bedrohungslage verantwortlich ist.

"Es Àrgert mich, dass erst jetzt die Dringlichkeit bei den Drohnen gesehen wird", sagte Gerber, der auch Chef der Fluggesellschaft Condor ist. "Wir weisen auf die Problematik seit zehn Jahren hin."

Wegen immer weiterer VorfĂ€lle mit Drohnen an FlughĂ€fen will die Bundesregierung ihre Drohnenabwehr verbessern. Noch in diesem Jahr sollen die Spezialeinheiten der Bundespolizei um eine Drohnenabwehreinheit ergĂ€nzt werden. Auch ein geplantes Drohnenabwehrzentrum von Bund und LĂ€ndern soll noch 2025 in Betrieb gehen. Beides kĂŒndigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Mittwoch an.

Ticketpreise werden laut Gerber steigen

Gerber sagte, Detektion und Abwehr der Drohnen seien hoheitliche Aufgaben der Gefahren- und Terrorabwehr, fĂŒr die der Staat aufkommen mĂŒsse. "An den zivilen FlughĂ€fen muss die Bundespolizei die Befugnis haben, Drohnen zu stoppen - und sie im Bedarfsfall auch abzuschießen." FĂŒr Airlines werde das Drohnenproblem schnell teuer. "Eine Stunde Unterbrechung bedeutet immer einen Millionenschaden."

Nach der Entwicklung der Ticketpreise gefragt sagte Gerber, gĂŒnstiger wĂŒrden sie definitiv nicht. "Wahrscheinlich werden die Preise weiter steigen, weil auch die staatlichen Standortkosten steigen."

@ dpa.de