USA, Venezuela

USA und Venezuela im Konflikt: Streit im UN-Sicherheitsrat

24.12.2025 - 15:29:36 | dpa.de

Angesichts der eskalierenden Spannungen zwischen Venezuela und den USA ist es in einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zu einem lebhaften Schlagabtausch gekommen.

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, erklĂ€rte Venezuelas Staatschef NicolĂĄs Maduro sei kein legitimer PrĂ€sident, sondern ein Krimineller, der die Einnahmen aus dem Verkauf von Öl in DrogengeschĂ€fte stecke.

Der russische Vertreter bei den UN, Wassili Nebensja, warf den USA angesichts des zunehmenden Drucks und der illegalen Blockade der venezolanischen KĂŒste das Verhalten eines "Cowboys" vor, das dramatische Folgen haben könne. Die Blockade verstoße gegen zentrale Normen des Völkerrechts und die UN-Charta. China, das Öl auf Venezuela bezieht, verurteilte das unilaterale Handeln der USA als "Mobbing" und kritisierte die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Karibikstaats. Dies gefĂ€hrde Frieden und StabilitĂ€t in Lateinamerika. Die Freiheit der Schifffahrt mĂŒsse gewĂ€hrt bleiben.

Venezuela selbst wies die VorwĂŒrfe der USA zurĂŒck und beschuldigte Washington, einen "illegalen Blockadekrieg" zu fĂŒhren. Dieser ziele auf einen Sturz der Regierung und die Kontrolle der großen Ölreserven des sĂŒdamerikanischen Landes ab. Der venezolanische Vertreter bei den UN sagte im Sicherheitsrat weiter, es sei "absurd zu glauben, dass Öleinnahmen zur Finanzierung von Drogen verwendet werden". Venezuela hatte die Sitzung des mĂ€chtigsten UN-Gremiums mit UnterstĂŒtzung aus Moskau und Peking beantragt. Einen formellen Beschluss gab es dabei nicht.

USA rechtfertigen Vorgehen mit dem Kampf gegen Drogenkartelle

Hintergrund sind jĂŒngste Maßnahmen der US-Regierung, mit denen der Druck auf Maduro weiter erhöht wurde. US-PrĂ€sident Donald Trump ordnete zuletzt eine Blockade sanktionierter Öltanker an, die venezolanische HĂ€fen anlaufen oder verlassen. Zudem verstĂ€rkten die USA ihre militĂ€rische PrĂ€senz in der Karibik massiv. Zahlreiche Boote, die angeblich Drogen Richtung USA schmuggelten, wurden dort in internationalen GewĂ€ssern angegriffen.

Washington verteidigt sein Vorgehen als Kampf gegen Drogenhandel und organisierte KriminalitĂ€t. Trump beschuldigt die Regierung in Caracas, als Terrororganisationen eingestufte Drogenkartelle zu unterstĂŒtzen und eine Bedrohung fĂŒr die Sicherheit der USA darzustellen.

Europa warnt vor Eskalation

EuropĂ€ische Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Griechenland, DĂ€nemark und Slowenien mahnten im Sicherheitsrat geschlossen zur Deeskalation und zur Einhaltung des Völkerrechts. Zugleich stellten mehrere europĂ€ische LĂ€nder die demokratische LegitimitĂ€t Maduros infrage und verwiesen auf Menschenrechtsverletzungen sowie mangelnde Transparenz bei Wahlen. Eine militĂ€rische Lösung lehnten sie jedoch ausdrĂŒcklich ab.

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