Produktion/Absatz, Spanien

Airbus-BetriebsrÀte: Nur noch europÀische Waffen kaufen

17.03.2025 - 16:53:52

Angesichts der Zweifel an der BĂŒndnistreue der Trump-Regierung fordern die deutschen BetriebsrĂ€te der Airbus NL0000235190-RĂŒstungssparte ein Ende deutscher WaffenkĂ€ufe in den USA.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Thomas Pretzl verlangte bei einer Betriebsversammlung in Manching auch eine Abbestellung der in den USA bereits bestellten F35-Kampfjets. Stattdessen solle Deutschland eine FĂŒhrungsrolle im militĂ€rischen Flugzeugbau ĂŒbernehmen.

"F-35 abbestellen"

Airbus Defence & Space ist die fĂŒr MilitĂ€r und Raumfahrt zustĂ€ndige Sparte des französisch-deutschen Konzerns. Die Stellungnahme der BetriebsrĂ€te liegt in dieser Hinsicht auf einer Linie mit dem frĂŒheren Konzernchef Tom Enders: "Niemand braucht eine F-35", hatte Enders am Wochenende der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gesagt.

Sorge vor US-Blockade

Sowohl Betriebsratschef Pretzl als auch Enders argumentieren, dass die F-35 im Zweifelsfall von den USA aus der Ferne stillgelegt werden könnten. "Ich will nicht sehen, dass ein deutscher Politiker im Oval Office MÀnnchen machen muss, um im Krisenfall seine gekauften amerikanischen Kampfjets einzusetzen", sagte Pretzl der Mitteilung zufolge. Damit verbunden ist die Aufforderung an die Airbus-Chefetage, auf den geplanten Stellenabbau zu verzichten.

In Europas Industrie und Politik ist die Erwartung - beziehungsweise BefĂŒrchtung - weit verbreitet, dass US-PrĂ€sident Donald Trump großen politischen Druck auf die europĂ€ischen Nato-Staaten ausĂŒben könnte, mehr US-Waffen zu kaufen. Das unter dem KĂŒrzel "FCAS" (Future Combat Air System) geplante europĂ€ische Kampfflugzeug der nĂ€chsten Generation ist allerdings noch Jahre von seiner Verwirklichung entfernt.

@ dpa.de | NL0000235190 PRODUKTION/ABSATZ