KassenĂ€rzte-Chef, GebĂŒhr

KassenĂ€rzte-Chef fĂŒr GebĂŒhr bei Arztbesuch

29.12.2025 - 06:10:56 | dpa.de

Angesichts stark steigender Kosten fĂŒr die gesetzlichen Krankenkassen gibt es Forderungen nach einer stĂ€rkeren finanziellen Beteiligung von Patienten bei Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten.Der Vorsitzende der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, forderte in der "Bild" eine "KontaktgebĂŒhr" bei jedem Arztbesuch.

Angesichts stark steigender Kosten fĂŒr die gesetzlichen Krankenkassen gibt es Forderungen nach einer stĂ€rkeren finanziellen Beteiligung von Patienten bei Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten.

Der Vorsitzende der KassenĂ€rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, forderte in der "Bild" eine "KontaktgebĂŒhr" bei jedem Arztbesuch. "Sie könnte, wie zum Beispiel in Japan, bei drei oder vier Euro liegen und sollte von den Krankenkassen eingezogen werden. So könnte die Einnahmebasis der Kassen erhöht werden", sagte Gassen. Die GebĂŒhr mĂŒsse sozialvertrĂ€glich gestaltet werden, damit niemand ĂŒberfordert werde.

Höhere Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalten?

Der Vorstandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, forderte in der "Bild": "Die Zuzahlung bei Krankenhausaufenthalten sollte verdoppelt werden: von zehn auf 20 Euro am Tag. Das ist angemessen." Das bringe den Krankenkassen zusĂ€tzlich rund 800 Millionen Euro im Jahr.

Auch Patienten, die kĂŒnftig ohne vorherige telefonische Beratung die Notfallzentren der KrankenhĂ€user aufsuchen, sollten laut Gaß zur Kasse gebeten werden. "Wer kĂŒnftig ohne Kontaktaufnahme und Beratung durch die Leitstelle die Notfallzentren an den KrankenhĂ€usern nutzt, sollte dafĂŒr eine GebĂŒhr bezahlen. Ich finde 30 bis 40 Euro angemessen", sagte er.

Regierung plant große Reform

Die schwarz-rote Bundesregierung will im neuen Jahr eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung angehen. Ziel ist, den zuletzt immer schnelleren Ausgabenanstieg fĂŒr die Versorgung zu begrenzen und weitere Beitragsanhebungen zu vermeiden. Eine Expertenkommission soll bis MĂ€rz VorschlĂ€ge zur Stabilisierung ab dem Jahr 2027 vorlegen. Bis Ende 2026 sollen weitergehende ReformvorschlĂ€ge folgen. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte deutlich gemacht, dass es um mehr Effizienz und Steuerung gehen soll. Alle Einnahmen und Ausgaben sollen auf den PrĂŒfstand. Es werde VerĂ€nderungen "fĂŒr alle" geben, sagte sie.

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