DĂ€nische MinisterprĂ€sidentin: GröĂte Bedrohungslage seit Zweitem Weltkrieg
01.10.2025 - 13:12:43"Wenn ich darauf schaue, was Europa in der Zwischenkriegszeit geprÀgt hat, dann sehe ich leider einige Parallelen zu der Zeit, in der wir gerade leben, nicht zuletzt im Hinblick auf die Destabilisierung und InstabilitÀt unserer Gesellschaft", sagte Frederiksen bei einem informellen EU-Gipfel in Kopenhagen.
Eine Lektion von damals sei, dass man nicht schnellstmöglich aufgerĂŒstet habe, damit sich Demokratien verteidigen konnten, sagte die Gipfelgastgeberin. Darum, sich selbst verteidigen zu können, gehe es auch heute. Die AufrĂŒstung mĂŒsse daher dringend beschleunigt werden. "Wenn ich mir Europa heute ansehe, denke ich, dass wir uns in der schwierigsten und gefĂ€hrlichsten Situation seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs befinden", sagte sie.
Gipfel unter Eindruck von Drohnenalarm
Damit hat Frederiksen den Ton fĂŒr den Gipfel in Kopenhagen gesetzt. Bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU-LĂ€nder sollte es in erster Linie um gemeinsame Anstrengungen fĂŒr bessere Abschreckung und Verteidigung gehen. Dabei steht DĂ€nemark noch immer unter dem Eindruck des wiederholten Drohnenalarms der vergangenen Tage. Frederiksen sprach in der Hinsicht erneut von einem "hybriden Krieg", mit dem man es nicht nur in DĂ€nemark zu tun habe.
Dabei gehe es darum, nicht auf EinzelfĂ€lle, sondern auf das Muster dahinter zu schauen, sagte die Regierungschefin. Fokussiere man sich zu sehr auf einzelne VorfĂ€lle, geschehe etwas Neues in Polen, im Baltikum, in Deutschland oder anderswo. "Dann verlieren wir den Ăberblick. Und das Muster dahinter ist in meinen Augen ein eigentlicher hybrider Krieg gegen Europa", sagte Frederiksen. Man könne noch so tatkrĂ€ftig im Drohnenbereich werden - trotzdem mĂŒsse man sich mit einer Wirklichkeit abfinden, in der Drohnen ĂŒber Grenzen fliegen und Schaden anrichten könnten.

