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Europa Schluss: Gewinne am Ende eines starken Halbjahrs

30.06.2026 - 18:52:30 | dpa.de

Angetrieben von einer freundlichen Börsenstimmung in den USA haben die meisten Aktienmärkte in Europa am Dienstag ihre frühen Gewinne ausgebaut.

Der Blick auf den Monat Juni ergibt für die wichtigsten Indizes ebenfalls überwiegend ein positives Bild. Noch erfreulicher sieht es aus, wenn man auf das gesamte erste Halbjahr schaut.

Was die jüngste Entwicklung betrifft, so sieht Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets eine intakte Erholungsbewegung. Angetrieben werde sie von Schnäppchenjägern, die nach den jüngsten Verlusten an der Nasdaq wieder verstärkt bei Techwerten zugriffen.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 beendete den Tag 1,55 Prozent höher auf 6.328,09 Punkten. Damit hat der Eurozonen-Leitindex im Juni um 4,6 Prozent zugelegt und seinen Gewinn im ersten Halbjahr auf etwas über 9 Prozent ausgebaut.

Außerhalb der Euroregion kletterte der schweizerische SMI CH0009980894 an diesem Tag in Richtung 14.300 Punkte. Als er ein Rekordhoch erreichte, folgten prompt Gewinnmitnahmen. Mit minus 0,21 Prozent auf 14.193,92 Punkte ging er aus dem Handel, was für den Juni ein Plus von etwas weniger als 5 Prozent bedeutet und im bisherigen Jahresverlauf einen Anstieg um 7 Prozent.

Der Monats- und Halbjahresvergleich fällt für den britischen FTSE 100 GB0001383545, der am Dienstag mit plus 0,12 Prozent auf 10.497,12 Zähler schloss, etwas schwächer aus. Auf Monatssicht legte er nur um 0,9 Prozent zu, seit Jahresbeginn immerhin um knapp 6 Prozent.

Gefragt waren auch in Europa zuvorderst Technologieaktien. Sie profitierten von den Gewinnen der Halbleiterwerte aus den USA und aus Asien. So legten ASML NL0010273215 um 6,8 Prozent zu, Infineon DE0006231004 um 4,4 Prozent und STMicro NL0010273215 um 1,4 Prozent.

Schneider Electric FR0000121972 stiegen um 2,6 Prozent und reagierten damit auf den Geschäftsoptimismus des Energietechnikkonzerns Siemens Energy DE000ENER6Y0. Zudem hob Analyst Benjamin Heelan von der US-Investmentbank Bank of America (BofA) das Kursziel für Schneider an und bekräftigte seine Kaufempfehlung. Das Wachstumspotenzial der Techkonzerne Siemens DE0007236101, Siemens Energy, Schneider Electric und ABB CH0012221716 im Bereich Rechenzentren werde nach wie vor unterschätzt, schrieb er. Die Aktien von ABB, deren Kursziel Heelan ebenfalls anhob, stiegen um 2,5 Prozent.

Luxuswerte schwächelten. Im EuroStoxx verloren LVMH FR0000121014 1,7 Prozent und Hermes FR0000052292 1,1 Prozent. Kering FR0000121485 fielen im Cac 40 FR0003500008 um knapp 7 Prozent, und in London büßten Burberry GB0031743007 3,0 Prozent ein.

Für die Aktie der Supermarktkette Sainsbury GB00B019KW72 ging es in London nach soliden Umsätzen im abgelaufenen Quartal und bestätigten Jahreszielen hingegen um 1,3 Prozent nach oben.

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