AKTIE IM FOKUS: Analysten stĂŒtzen Airbus - Quartalsidee der Bank of America
01.07.2026 - 14:57:36 | dpa.deAm frĂŒhen Nachmittag stieg der Kurs des Flugzeugbauers um zwei Prozent auf 198,40 Euro. In der Spitze hatten nur noch 30 Cent zu der runden Marke gefehlt. Die Aktien des Triebwerkbauers MTU DE000A0D9PT0 legte um 0,8 Prozent zu.
Airbus bekam gleich zwei positive EinschĂ€tzungen von Analysten: WĂ€hrend das Analysehaus MWB eine Kaufempfehlung aussprach, setzte die Bank of America (Bofa) die Papiere auf ihre Liste der besten Anlageideen fĂŒr das dritte Quartal.
"Rekordauslieferungen im Juni beenden die Debatte ĂŒber eine Prognosesenkung", argumentierte der MWB-Experte Jens-Peter Rieck fĂŒr sein neues Votum mit "Buy". Nach dem ersten Quartal sei eine solche befĂŒrchtet worden, doch nun hĂ€lt er im zweiten Jahresviertel eine rekordhohe Auslieferzahl fĂŒr möglich - trotz aller Herausforderungen. Rieck geht 2026 nun von 870 Jets aus. Dies entspricht dem Jahresziel von Airbus-Chef Guillaume Faury.
Bofa-Analyst Ben Heelan glaubt derweil in seiner Studie, dass der Zwischenbericht am 21. Juli fĂŒr Airbus zum positiven Kurstreiber wird. Er erwartet dann mittelfristige Ziele fĂŒr die Zivilflugzeugsparte, fĂŒr die er perspektivisch von einem Ziel fĂŒr das bereinigte operative Ergebnis im GröĂenbereich von zehn Milliarden Euro ausgeht. Dies könnte zwar zunĂ€chst einige Anleger enttĂ€uschen, da die durchschnittliche Markterwartung fĂŒr 2029 schon etwas darĂŒber und fĂŒr 2030 bereits bei elf Milliarden Euro liege.
Doch bei dieser Betrachtung fehle der Blick fĂŒr das Wesentliche, schĂ€tzt er. Denn mittelfristige Ziele machten das Ertragspotenzial messbar. Airbus habe in der Vergangenheit nur begrenzte Informationen zu mittelfristigen Zielen geliefert, was die EinschĂ€tzung von Chancen und Risiken erschwert habe. Konkretere Ziele könnten das Interesse weg von ErstflĂŒgen und Auslieferungen und hin zu einer gesĂŒnderen mittelfristigen Ausrichtung verlagern.
FĂŒr die Airbus-Aktien war die 200-Euro-Marke spĂ€testens im MĂ€rz auĂer Sichtweite geraten, als ihr Kurs unter 160 Euro abrutschte. Im Januar hatten die Papiere bei 221 Euro noch ein Rekordhoch erreicht. Bis Ende MĂ€rz belasteten neben Auslieferungsproblemen die Sorgen rund um den Iran-Krieg mit seinen Auswirkungen auf die Kerosinversorgung und den Flugverkehr. Zuletzt wendete sich das Blatt dann mit der Hoffnung auf eine nachhaltige Lösung des Konflikts.
