Angriff auf das Allzeithoch – oder droht jetzt die brutale DAX-Korrektur?
28.01.2026 - 06:31:23Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX präsentiert sich aktuell als Nervenspiel pur: keine klare Richtung, sondern eine zähe, von Unsicherheit geprägte Seitwärtsphase knapp unter wichtigen Widerstandsbereichen. Mal dominieren vorsichtige Kauflaune und eine stille Bullenrallye, mal drücken plötzliche Gewinnmitnahmen die Kurse abrupt nach unten. Frankfurt spielt Ping-Pong zwischen Euphorie über mögliche Zinssenkungen und der Angst vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur.
Technisch gesehen testet der Index weiterhin eine breite Zone, in der in der Vergangenheit immer wieder heftige Trendwechsel gestartet sind. Die Bullen sprechen von Konsolidierung vor dem Ausbruch, die Bären nennen es schon den Vorhof zur Korrektur. Fakt ist: Der Markt wirkt reif für einen größeren Move – nur die Richtung ist noch offen.
Die Story: Schauen wir auf die Treiber im Hintergrund – und die liegen klar in der Eurozone und bei der EZB. Christine Lagarde und ihr Team stehen unter doppeltem Druck:
- Die Inflation in der Eurozone kommt zwar von ihren Spitzen deutlich zurück, bleibt aber in einigen Kernkomponenten hartnäckig. Vor allem Dienstleistungsinflation und Löhne sorgen dafür, dass die EZB nicht einfach zum lockeren Geld zurückkehren kann.
- Gleichzeitig schwächelt die Konjunktur, besonders in Deutschland: Industrieproduktion wackelig, Auftragseingänge instabil, Stimmungsindikatoren wie ifo und ZEW zeigen eher gedämpften Optimismus als echte Rallye-Stimmung.
- Die USA fahren noch mit solider, aber abkühlender Dynamik, China schwankt zwischen Stimulus-Hoffnungen und struktureller Wachstumsbremse. Der DAX als Export- und Zykliker-Index hängt voll in dieser globalen Gemengelage.
Auf CNBC Europe dominieren Themen wie die nächsten EZB-Schritte, Diskussionen über den richtigen Zeitpunkt für Zinssenkungen und die Zukunft der deutschen Schlüsselbranchen – vor allem Autos, Chemie und Tech. Dazu kommen immer wieder Schlagzeilen zu SAP, Siemens & Co., die als Schwergewichte massiv Einfluss auf den Index haben.
Deutscher Maschinenraum unter Druck:
Die deutsche Autoindustrie steht weiter zwischen zwei Welten: Verbrenner-Altgeschäft mit Margenstärke, aber politischem Gegenwind, und Elektromobilität mit brutalem Konkurrenzdruck aus China und den USA. Jede neue News zu Absatz, Preiskämpfen oder möglichen Strafzöllen schlägt direkt auf den DAX durch. An Tagen mit negativen Branchenschlagzeilen reagiert der Index schnell mit spürbaren Abgaben – klassischer Bären-Footprint.
Auf der anderen Seite hält die Tech- und Software-Seite den Laden zusammen. Besonders der Fokus auf Digitalisierung, Cloud, Automatisierung und KI sorgt immer wieder für frische Kaufimpulse. Wenn die großen DAX-Technologiewerte gut laufen, sieht man am Parkett sofort, wie der Gesamtindex in eine freundliche bis bullische Grundstimmung dreht.
EZB & Zinsen – der eigentliche Gamechanger:
Der vielleicht wichtigste Hebel bleibt die Frage: Wie schnell und wie stark kann die EZB die Zinsen perspektivisch senken, ohne die Inflation neu zu entfachen? Die Marktteilnehmer jonglieren aktuell mit Szenarien, wie viele Zinssenkungen innerhalb der nächsten zwölf Monate realistisch sind. Jede neue Andeutung aus dem EZB-Rat wird in die Kursbewegungen des DAX eingepreist – teilweise übertrieben, typisch Börse.
Kommt die EZB den Märkten langsamer entgegen als erhofft, droht aus der aktuellen Seitwärtsphase eine schmerzhafte Korrektur. Signale für eine aggressivere Lockerung dagegen könnten den DAX aus seiner Lethargie reißen und in eine neue Bullenphase katapultieren. Genau diese Unsicherheit erzeugt das aktuelle Hin und Her zwischen Kauflaune und plötzlicher Risikoaversion.
Fear & Greed: Wer dominiert gerade Frankfurt?
Das Sentiment ist gemischt, aber mit einem interessanten Twist: Oberflächlich wirkt vieles entspannt – Rücksetzer werden oft noch als Chance zum Dip-Kauf interpretiert. Unter der Oberfläche nimmt die Nervosität aber deutlich zu. Viele institutionelle Investoren sichern Portfolios mit Optionen ab, während Privatanleger teilweise schon wieder relativ offensiv im Markt sind. Klassische Konstellation für mögliche Überraschungsmoves.
Die Volatilität bleibt dabei moderat, aber mit Tendenz zu plötzlichen Ausschlägen nach News, etwa zu US-Zinsen, geopolitischen Spannungen oder neuen Konjunkturdaten. Es fühlt sich an wie die Ruhe vor einem größeren Impuls: Die Frage ist, ob wir vor einer grünen Rallye stehen – oder vor einem spürbaren Rutsch.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese aktuelle DAX-Analyse mit Fokus auf Charttechnik und EZB-Spekulationen: https://www.youtube.com/watch?v=QvHqj5V0HqE
TikTok: Kurz und knackig: Trading-Setup und Marktstimmung zu DAX & Co.: https://www.tiktok.com/tag/dax40
Insta: Börsenstimmung live vom Frankfurter Parkett und aus der Community: https://www.instagram.com/explore/tags/dax40/
Auf YouTube dominieren Titel wie „DAX vor entscheidendem Ausbruch?“ oder „Kommt jetzt die große Korrektur?“. Viele Trader zeichnen dieselben großen Chartmuster ein: breite Seitwärtszonen, potenzielle Doppelspitzen, aber auch mehrjährige Aufwärtstrendlinien, die weiterhin intakt sind. TikTok liefert dazu die extrem komprimierte Version: „DAX wackelt, aber Bullen geben nicht auf“, „Nur noch eine Zinssenkung bis zur Rallye“ – viel Hype, aber auch echtes Momentum. Auf Instagram sieht man vor allem Charts, die immer wieder die gleichen neuralgischen Zonen in den Fokus rücken.
- Key Levels: Der Markt respektiert aktuell mehrere wichtige Zonen, in denen immer wieder heftig um die Richtung gekämpft wird. Oben eine breite Widerstandsregion, in der es regelmäßig zu Gewinnmitnahmen kommt; unten eine Unterstützungszone, bei deren Bruch die Stimmung sehr schnell in Richtung Crash-Narrativ kippen könnte. Zwischen diesen Marken spielt sich das tägliche Tauziehen ab.
- Sentiment: Die Bullen haben nach wie vor das strukturelle Narrativ auf ihrer Seite – langsame Zinswende, sinkende Inflation, langfristig starke Exportunternehmen. Die Bären hingegen argumentieren mit Rezessionsrisiken, geopolitischen Spannungen und der Gefahr, dass die aktuell hohen Bewertungen einen Dämpfer brauchen. Momentan herrscht ein fragiles Gleichgewicht – ein einzelner Makro-Schock kann die Gewichte abrupt verschieben.
Technische Szenarien – wie geht es weiter?
Aus Chart-Sicht bieten sich drei Hauptszenarien an:
- Bullischer Ausbruch: Gelingt es dem DAX, die aktuelle Widerstandszone dynamisch zu überwinden, könnte sich eine neue Aufwärtswelle etablieren. Dann würden Short-Positionen eingedeckt, FOMO greift um sich, und die Bullen sprechen vom nächsten großen Kapitel im langfristigen Aufwärtstrend.
- Falscher Ausbruch / Bullenfalle: Ein kurzer Sprung nach oben, begleitet von euphorischen Schlagzeilen, gefolgt von scharfen Gewinnmitnahmen – das ist das Setup, vor dem erfahrene Trader warnen. Eine solche Bullenfalle würde vor allem späte Käufer auf dem falschen Fuß erwischen und könnte eine deutlichere Korrektur anstoßen.
- Abgleiten in die Korrektur: Bricht der DAX unten aus der aktuellen Spannungszone heraus, wäre das ein klarer Sieg der Bären. Dann würden die Crash-Rufe lauter, Stopps werden ausgelöst, und die Marktbreite könnte sich spürbar eintrüben. Besonders zinssensitive und zyklische Werte würden in so einem Szenario stärker unter Druck geraten.
Fazit: Der DAX steht an einem neuralgischen Punkt zwischen Hoffnung und Angst. Auf der einen Seite die Story vom abebbenden Inflationsschock, möglichen Zinssenkungen und starken Qualitätsunternehmen in Deutschland und Europa. Auf der anderen Seite die Risiken: schleppende Konjunktur, geopolitische Unsicherheiten, mögliche Enttäuschungen bei Zentralbanken und Unternehmensgewinnen.
Für Trader heißt das: Es ist kein Umfeld für blinde All-in-Wetten, aber ein perfektes Spielfeld für strategische Setups. Wer sauber mit Risikomanagement arbeitet, klare Ausstiegsmarken definiert und nicht jedem Hype hinterherläuft, kann von der erhöhten Bewegungswahrscheinlichkeit profitieren – ganz egal, ob der nächste große Move nach oben oder nach unten kommt.
Für Investoren mit längerem Horizont gilt: Statt sich von jeder Schlagzeile aus der Ruhe bringen zu lassen, lohnt der Blick auf Qualitätstitel, robuste Bilanzen und stabile Geschäftsmodelle. Rücksetzer können Chancen sein, aber nur, wenn sie nicht inmitten von Panik, sondern auf Basis eines Plans genutzt werden. Die Mischung aus Makrodruck, Charttechnik und Sentiment macht den aktuellen DAX zu einem Markt, den man sehr eng begleiten sollte.
Unterm Strich: Wir sind in einer Phase, in der aus einer scheinbar langweiligen Seitwärtsbewegung jederzeit ein heftiger Trend werden kann. Bullen und Bären stehen sich nahezu gleichstark gegenüber – der nächste große Impuls, sei es aus Frankfurt, Washington oder Peking, könnte entscheiden, wer das Spiel gewinnt. Bis dahin gilt: Wach bleiben, Szenarien durchspielen, Risiko im Griff haben – und nicht vergessen, dass die Börse immer einen Schritt vorausläuft.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest ĂĽberlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschlieĂźlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


