Angriff auf das Allzeithoch – oder fette Bärenfalle im DAX 40?
28.01.2026 - 13:59:25Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell nervös, aber insgesamt stabil – eine typische Marktphase, in der die Bullen und Bären sich einen intensiven Schlagabtausch liefern. Kein klarer Crash, keine völlige Euphorie, eher ein wackliger Aufwärtstrend mit plötzlichen Rücksetzern, die nach klassischen Gewinnmitnahmen aussehen. Auf dem Parkett in Frankfurt herrscht dieses Spannungsfeld zwischen Hoffnung auf eine weiche Landung der Wirtschaft und der Angst vor einem späten, fiesen Rezessions-Realitätscheck.
Die Kursbewegungen wirken wie ein ständiges Testen nach oben und unten: mal eine kraftvolle grüne Rallye, dann wieder ein deutlicher Dämpfer, sobald neue Konjunkturdaten oder Zinskommentare aus der Ecke der Notenbanken reinknallen. Genau diese Mischung macht den Markt so spannend – und gefährlich für alle, die ohne Plan einfach blind den Dip kaufen.
Die Story: Makro, EZB und Deutschland-Faktor
Schauen wir auf das große Bild: Laut den jüngsten Berichten im europäischen Marktumfeld stehen vor allem drei Treiber im Fokus – die Europäische Zentralbank (EZB), die deutsche Industrie (allen voran Autos und Maschinenbau) und die Inflation.
EZB & Christine Lagarde:
Die EZB signalisiert seit einiger Zeit, dass der ganz groĂźe Zinsschock vorbei ist. Gleichzeitig will Christine Lagarde nicht den Fehler machen, zu frĂĽh auf "alles entspannt" zu schalten. Die Inflation ist zwar deutlich von den Spitzenwerten heruntergekommen, aber sie klebt immer noch ĂĽber dem Ziel. Das sorgt dafĂĽr, dass der Markt permanent zwischen zwei Szenarien hin- und herspringt:
- Szenario 1: Zinswende light – die ersten Zinssenkungen kommen moderat, das stützt Aktien, vor allem Zykliker und Tech.
- Szenario 2: Hartnäckige Inflation – die EZB bleibt länger straff, Kreditkosten bleiben hoch, Rezessionsangst kehrt zurück.
Für den DAX bedeutet das: Jede neue Inflationszahl, jede Rede aus der EZB-Etage, jeder Hinweis in den Protokollen kann den Markt kurzfristig in die eine oder andere Richtung schicken. Das erklärt die sprunghaften Bewegungen und die teils abrupten Richtungswechsel.
Deutschland: Konjunktur-Sorgen vs. Export-Power
Parallel dazu steht die deutsche Wirtschaft weiter im Brennglas. Die jüngsten Daten zeichnen ein Bild von einer schwächelnden, aber nicht komplett einbrechenden Konjunktur. Industrieproduktion, Auftragseingänge und Stimmungsindikatoren wie der ifo-Index wirken müde, aber nicht katastrophal. Der Markt spielt hier das Narrativ "zähe Seitwärtsphase statt Vollcrash".
Die deutschen Autohersteller und Zulieferer bleiben ein Kernstück der DAX-Story. CNBC berichtet regelmäßig darüber, wie stark die Branche mit drei Fronten kämpft:
- Preiskampf mit Elektroauto-Herstellern aus China,
- Margendruck durch hohe Lohn- und Energiekosten,
- gleichzeitig hoher Investitionsbedarf in E-Mobilität und Software.
Dazu kommen Schwergewichte wie SAP und Siemens, die oft als Stimmungsbarometer für Tech- bzw. Industrie-Fantasie in Europa gelten. Positive Ausblicke dieser Konzerne können die Laune im DAX schnell drehen und eine neue grüne Rallye lostreten – schwächere Prognosen liefern dagegen perfekte Steilvorlagen für Bären und Short-Seller.
Inflation, Rezession, Fear & Greed
Die aktuelle Marktpsychologie lässt sich so zusammenfassen: Die ganz große Panik ist raus, aber echte Sorglosigkeit sieht anders aus. Der Fear-&-Greed-Faktor pendelt irgendwo im Mittelfeld. Viele institutionelle Investoren sind nicht voll investiert, weil sie ein Szenario fürchten, in dem:
- die Inflation wieder hochzuckt,
- die EZB nachlegen muss,
- die Konjunktur dann doch härter bremst.
Auf der anderen Seite sitzen Privatanleger und ein Teil der Profis, die bei jedem Rücksetzer sofort "Dip kaufen" schreien – aus Angst, den nächsten großen Bullenmarkt zu verpassen. Genau dieses Spannungsfeld erzeugt eine Art emotionalen Seitwärtsmarkt mit tendenziell bullischem Unterton: Rückschläge werden noch gekauft, aber jeder neue Höchststand wird misstrauisch beäugt und gerne für Gewinnmitnahmen genutzt.
Social Pulse – Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: DAX Analyse – Bricht der Leitindex nach oben aus?
TikTok: Markttrend: #dax40 Live-Stimmung auf TikTok
Insta: Stimmung: #dax40 auf Instagram – Trader-Updates vom Parkett
Gerade auf YouTube und TikTok sieht man derzeit viele kurzfristige Trading-Setups: Scalper, die Intraday-Schwankungen spielen, Swing-Trader, die auf den nächsten Ausbruch warten, und skeptische Stimmen, die vor einer Bullenfalle warnen. Das Social-Media-Sentiment ist also gemischt, aber klar: Der DAX steht im Fokus, und jede Bewegung wird seziert.
- Key Levels / Wichtige Zonen: Charttechnisch ist der DAX in einer Zone unterwegs, die nah an früheren Hochpunkten und Widerständen liegt. Oben wartet eine massive Widerstandszone, die schon mehrfach für Rücksetzer gesorgt hat. Ein sauberer Ausbruch darüber würde ein starkes bullisches Signal liefern. Darunter verläuft eine breite Unterstützungszone, in der in der Vergangenheit immer wieder Käufer in den Markt gesprungen sind. Fällt diese Zone dynamisch, wird aus der wackeligen Konsolidierung sehr schnell eine ernste Bären-Story.
- Sentiment: Wer hat die Kontrolle? Aktuell haben weder Bullen noch Bären die volle Kontrolle. Die Bullen punkten mit der Tatsache, dass Rücksetzer bisher relativ schnell aufgefangen werden – klassische Dip-Kauf-Mentalität. Die Bären wiederum verweisen auf die schwache Makrodynamik in Deutschland, die fragile Industrie und die Gefahr, dass die Gewinne der DAX-Konzerne zu optimistisch eingeschätzt werden. Unterm Strich: Es ist ein taktischer Markt. Wer stur long oder stur short ist, wird zerrieben.
Technische Szenarien fĂĽr Trader:
Szenario 1 – Bullischer Ausbruch:
Der DAX arbeitet sich zäh, aber stetig nach oben. Positive Earnings von Schwergewichten wie SAP, Siemens oder den großen Autoherstellern geben Rückenwind. Die EZB signalisiert, dass der nächste Schritt eher Richtung Lockerung geht, ohne Panik vor neuer Inflation zu schüren. In diesem Setup wird ein klarer Ausbruch über die aktuelle Widerstandszone möglich. Für Trader wäre das ein Signal, Trendfolgestrategien zu fahren, Rücksetzer Richtung Ausbruchszone als neue Einstiegs-Chancen zu nutzen und Stops sukzessive nachzuziehen.
Szenario 2 – Bärenfalle und scharfer Rücksetzer:
Der Markt scheitert erneut an der Widerstandszone. Gleichzeitig kommen schwächere Konjunkturdaten aus Deutschland oder der Eurozone rein. Vielleicht überrascht auch ein DAX-Schwergewicht mit enttäuschenden Zahlen. Die Folge: Ein heftiger, dynamischer Rücksetzer, der Stop-Loss-Kaskaden auslöst. In Social Media kippt die Stimmung schlagartig von "Dip kaufen" zu "Jetzt kommt der Crash". In diesem Szenario sind Unterstützungszonen entscheidend. Werden sie sauber verteidigt, bleibt es ein schmerzhafter, aber gesunder Shake-out. Fallen sie, haben die Bären erstmals seit Längerem wirklich Oberwasser.
Szenario 3 – Nervige Seitwärts-Range:
Auch möglich: Der DAX bleibt in einer breiten Range gefangen. Weder bullischer Ausbruch noch echter Crash, sondern eine zähe, nervige Zeit mit Fake-Ausbrüchen, Fehlsignalen und vielen frustrierten Tradern. Für Range-Trader und Optionsstrategen ist das ein Paradies, für Trendjäger die Hölle. Wer hier überlebt, arbeitet mit klar definierten Zonen, engen Risikolimits und der Einsicht, dass nicht jeder Tag ein Trendtag ist.
Fazit: Chance ja – aber nur mit Plan
Der DAX 40 steht in einer Phase, in der sowohl enorme Chancen als auch echte Risiken auf dem Tisch liegen. Die Mischung aus EZB-Zinsfantasie, nachlassendem Inflationsdruck, aber schwacher deutscher Konjunktur schafft ein Umfeld, das keine einfachen Schwarz-WeiĂź-Antworten erlaubt.
Wer einfach blind der Deutschland-Rallye hinterherrennt, riskiert, genau am Hoch in eine Bullenfalle zu tappen. Wer dagegen seit Monaten nur noch vom Crash träumt, verpasst womöglich den nächsten strukturellen Aufwärtsschub, wenn die Zinsen tatsächlich nachhaltig fallen und die Gewinne der exportstarken DAX-Konzerne anziehen.
Praktisch heiĂźt das fĂĽr dich:
- Arbeite mit klaren Szenarien statt mit BauchgefĂĽhl.
- Definiere im Vorfeld, wo für dich wichtige Widerstände und Unterstützungszonen liegen – und wie du darauf reagierst.
- Nutze Rücksetzer nicht automatisch zum Dip kaufen, sondern prüfe, ob sich etwas fundamental oder makroökonomisch verändert hat.
- Lass dich von Social Media inspirieren, aber nicht steuern. Viele laute Stimmen sind im Zweifel kurzfristig unterwegs und spielen ein ganz anderes Spiel als dein langfristiges Depot.
Der DAX ist aktuell kein Markt für Träumer, sondern für Strategen. Wer Risiko managt, Szenarien durchdenkt und seine Positionsgrößen im Griff hat, kann diese Phase nutzen – alle anderen werden vom Auf und Ab auf dem Frankfurter Parkett nur durchgeschüttelt.
Bottom Line: Die Frage ist nicht, ob der DAX fällt oder steigt – die Frage ist, ob du vorbereitet bist, wenn er sich für eine Richtung entscheidet.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest ĂĽberlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschlieĂźlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


