Angriff auf das Allzeithoch – oder fiese Bullenfalle im DAX 40?
28.01.2026 - 18:28:02Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Vibe Check: Der DAX 40 zeigt sich aktuell von seiner hochvolatilen Seite. Statt klarer Trendbewegung sehen wir ein nervöses Hin und Her, schnelle Richtungswechsel, heftige Reaktionen auf Daten und Statements der Notenbanken. Mal wirkt es wie eine kraftvolle grüne Rallye, dann wieder wie der Beginn eines kontrollierten, aber spürbaren Rücksetzers. Die Bullen verteidigen tapfer, die Bären lauern auf jeden schwachen Makro-Impuls, um den nächsten Abverkauf zu drücken.
Technisch hängt der Index in einer spannenden Zone: Kein klarer Crash, aber auch kein entspannter Dauer-Bullenmarkt. Eher ein wackeliger Ausbruch-Versuch nach oben mit permanentem Risiko einer fiesen Bullenfalle. Wer jetzt auf dem Parkett unterwegs ist, braucht eines: einen Plan – und starke Nerven.
Die Story: Was treibt diese emotionale DAX-Phase? Drei große Blöcke bestimmen aktuell das Narrativ: Europäische Geldpolitik, Deutschlands Konjunktur-Realität und die Earnings-Season der DAX-Schwergewichte.
1. EZB & Christine Lagarde – die große Zinsfrage
Auf CNBC Europe dominiert weiterhin das Thema Geldpolitik. Die Märkte spielen das Szenario, dass die Europäische Zentralbank ihren Straffungskurs nicht weiter eskaliert und perspektivisch eher auf „Higher-for-longer“ statt „noch höher und immer weiter“ setzt. Die Inflation in der Eurozone hat sich spürbar abgekühlt, liegt aber in vielen Ländern noch über dem Wunschziel der EZB. Genau diese Grauzone sorgt für Nervosität.
Für den DAX heißt das: Jede Andeutung von Christine Lagarde, dass Zinssenkungen mittelfristig auf den Tisch kommen, befeuert eine grüne Rallye in zinssensitiven Sektoren wie Immobilien, Tech und Growth-Werten. Gleichzeitig drückt jedes hawkishe Wort – also Hinweise auf hartnäckige Inflation oder eine länger straff bleibende Geldpolitik – sofort auf die Stimmung. Dann geht es schnell in Richtung Gewinnmitnahmen, gerade bei den Werten, die zuletzt besonders stark gelaufen sind.
2. Deutsche Konjunktur – Rezession light oder Turnaround?
Die Story aus Deutschland selbst bleibt zwiespältig. Auf CNBC Europe tauchen immer wieder Begriffe wie „Wachstumsschwäche“, „Industrielle Flaute“ und „Exportdruck“ auf. Die Energiepreise sind zwar nicht mehr auf Extremniveau, aber sie bleiben ein struktureller Wettbewerbsnachteil. Dazu kommen globale Unsicherheiten, unter anderem schwächere Nachfrage aus wichtigen Exportmärkten.
Besonders im Fokus: Die deutsche Autoindustrie. Elektro-Preiskampf, Konkurrenz aus China, hohe Investitionskosten in neue Plattformen – alles Faktoren, die die Margen unter Druck setzen. Wenn von dieser Seite skeptische Töne kommen, reagiert der DAX gerne mit einem deutlichen Dämpfer. Gleichzeitig sorgt jede positive Überraschung bei Auftragseingängen oder Ausblicken für bullische Schübe, weil der Markt seit Monaten eher ein graues als ein rosarotes Deutschland-Bild eingepreist hat.
3. Earnings der DAX-Schwergewichte – SAP, Siemens & Co.
In den US-Medien, inklusive CNBC, wird Europa häufig über seine Leuchttürme definiert – und beim DAX sind das ganz klar Schwergewichte wie SAP, Siemens oder die großen Industriekonzerne. Starke Zahlen eines Software-Riesen, besser als erwartete Margen bei Industrie- und Tech-Werten oder solide Prognosen der Exporttitel können die gesamte Stimmung am Frankfurter Parkett drehen.
Die aktuelle Earnings-Phase ist genau deshalb so entscheidend: Der Markt will Beweise, dass die Story „Europa ist tot, nur die USA wachsen“ zu einseitig ist. Zeigen sich die DAX-Konzerne widerstandsfähiger als befürchtet, wird das schnell in eine bullische Erzählung gedreht: stabilere Gewinne, potenziell fallende Zinsen, Bewertungsabschlag gegenüber den USA – ein Cocktail, der Bullen sofort dazu einlädt, den nächsten Ausbruch zu spielen. Enttäuschen die Zahlen dagegen, droht eine scharfe Ernüchterung – ideale Bühne für Bären, die auf einen deutlicheren Rücksetzer spekulieren.
Social Pulse - Die Big 3:
YouTube: Check diese Analyse: Aktuelle DAX Analyse auf YouTube
TikTok: Markttrend: #dax40 Trend auf TikTok
Insta: Stimmung: #dax40 Insights auf Instagram
Auf YouTube dominieren gerade Videos mit Titeln wie „DAX vor Richtungsentscheidung“ oder „Letzte Chance, den Dip zu kaufen?“. Die Creator sprechen über eine Mischung aus Anspannung und Aufbruchstimmung. Viele zeigen Chartbilder mit klar gezeichneten Widerständen und Unterstützungszonen und diskutieren mögliche Ausbruchsszenarien.
Auf TikTok ist der Ton aggressiver: Kurze Clips mit Aussagen wie „Deutschland ist Anlagemüll“ stehen neben hyperbullischen Takes à la „DAX to the moon“. Dieses Spannungsfeld macht deutlich, wie gespalten die Community ist – perfekter Nährboden für heftige Bewegungen, wenn ein Trigger kommt.
Auf Instagram wiederum sehen wir immer wieder Screenshots vom DAX-Verlauf mit Kommentaren wie „Fake-Rallye?“ oder „Bärenfalle oder Startschuss?“. Die Bildsprache: grüne und rote Kerzen, Volumen-Spikes, Markierungen von Widerstandsbereichen. Die Message: Niemand ist wirklich entspannt, alle sind im Watch-Modus.
- Key Levels: Charttechnisch dreht sich vieles um einige entscheidende Widerstands- und Unterstützungszonen. Oben sprechen wir über einen markanten Bereich, an dem der DAX bereits mehrfach abgedreht ist – eine Art psychologische Barriere knapp unter dem Allzeithoch. Unten gibt es mehrere wichtige Zonen, an denen in der Vergangenheit immer wieder Kaufinteresse aufkam. Fallen diese markanten Unterstützungsbereiche, würde das technische Bild deutlich dunkler werden und die Tür für einen ausgewachsenen Rücksetzer aufstoßen.
- Sentiment: Momentan wirkt es, als hätten weder Bullen noch Bären die volle Kontrolle. Die Bullen argumentieren mit möglichen Zinssenkungen, Bewertungsrabatt gegenüber den US-Indizes und der Chance auf eine positive Überraschung bei den Unternehmensgewinnen. Die Bären verweisen auf die schwache deutsche Konjunktur, strukturelle Probleme (Demografie, Energie, Bürokratie) und das Risiko, dass die EZB doch länger straff bleibt. Auf dem Frankfurter Parkett herrscht daher eine Art nervöse Patt-Situation: Jeder wartet darauf, dass die Gegenseite einen Fehler macht.
Trading-Perspektive: Dip kaufen oder Crash abwarten?
Für Trader ist die aktuelle Marktphase hochspannend, aber alles andere als einfach. Wer aggressiv den Dip kauft, spielt im Grunde das Drehbuch „EZB wird weicher, Gewinne stabilisieren sich, Europa holt auf“. Wer shortet oder stark absichert, setzt darauf, dass die Wirtschaftsdaten weiter enttäuschen und die aktuelle Stärke nur eine Bärenmarkt-Rallye ist.
Ein Ansatz, der von vielen Profis gefahren wird: Szenario-Trading statt BauchgefĂĽhl. HeiĂźt konkret:
- Solange der DAX ĂĽber den wichtigen UnterstĂĽtzungszonen bleibt und RĂĽcksetzer sofort wieder gekauft werden, behalten Bullen die Oberhand. In diesem Fall werden Ausbruchsversuche nach oben gerne mitgespielt, aber mit engerem Risikomanagement und klar definierten Stop-Loss-Marken.
- Kippt der Index dagegen dynamisch unter zentrale Unterstützungsbereiche und die Erholungen bleiben schwach, sammeln sich die Bären. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir nicht nur einen kleinen Rücksetzer, sondern einen echten Stimmungswechsel sehen.
Makro-Trigger im Blick:
Wer den DAX handelt, darf die groĂźen Kalendertermine nicht ignorieren:
- EZB-Sitzungen und Pressekonferenzen von Christine Lagarde
- Wichtige Inflationsdaten aus der Eurozone und Deutschland
- Einkaufsmanagerindizes und ifo-Geschäftsklima
- Quartalszahlen der DAX-Schwergewichte
Diese Events sind die Momente, in denen das Hin und Her plötzlich eine klare Richtung bekommt. Es reicht manchmal ein Satz in der EZB-Pressekonferenz oder eine überraschend starke/ schwache Kennzahl, um innerhalb von Minuten vom nervösen Seitwärtsmarkt in eine brutale Aufwärts- oder Abwärtsbewegung zu kippen.
Fazit: Der DAX 40 steht an einem spannenden Punkt zwischen Chance und Risiko. Die Story „Europa kommt zurück“ ist noch nicht tot, aber sie ist hart umkämpft. Die deutsche Konjunktur schwächelt, doch die großen Konzerne sind global aufgestellt und oft robuster, als es der Wirtschaftsstandort-Schlagzeile vermuten lässt. Die EZB ist hin- und hergerissen zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsangst – und genau das erzeugt die Volatilität, die Trader lieben und Langfristanleger fürchten.
Für dich heißt das: Blindes Hinterherlaufen ist in dieser Marktphase brandgefährlich. Wer ohne Plan „all in“ geht, kann ebenso schnell auf der falschen Seite erwischt werden wie jemand, der stur auf den großen Crash wartet. Besser: Szenarien definieren, Levels kennen, Risiko steuern und sich bewusst machen, dass Bullen und Bären aktuell beide starke Argumente haben.
Chancen gibt es reichlich – aber sie liegen nicht im Hoffen, sondern in der Vorbereitung. Wer Makro, Sentiment und Charttechnik kombiniert, hat in diesem Umfeld einen echten Edge. Genau hier trennt sich die Community in FOMO-Zocker und strukturiert handelnde Trader.
Ob der DAX als Nächstes nach oben durchzieht oder in eine heftigere Korrektur rutscht, entscheidet sich nicht im luftleeren Raum, sondern an den kommenden Daten, EZB-Statements und Earnings. Du musst nicht die Zukunft kennen – aber du solltest wissen, was du tust, wenn der Markt sich entscheidet.
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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Indizes wie den DAX 40, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Du solltest ĂĽberlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschlieĂźlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.


