Anhaltender Stellenabbau in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 06:23 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEnde Juni arbeiteten noch 836.000 Menschen in Bayens wichtigstem Industriezweig, wie die ArbeitgeberverbÀnde bayme und vbm mitteilten.
Seit Anfang 2024 hat die unter Umsatz- und AuftragsrĂŒckgĂ€ngen leidende M+E-Branche demnach gut 35.000 Stellen gestrichen. In den kommenden Monaten sei mit einer Fortsetzung des Trends zu rechnen. Besonders negativ sind die Aussichten laut bayme und vbm im Automobilsektor und bei den Herstellern elektrischer AusrĂŒstungen.
Unternehmen hoffen auf moderaten Tarifabschluss
In diesem Monat beginnen die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. Die zwei ArbeitgeberverbĂ€nde verbanden ihre Mitteilung daher mit dem Ruf nach einem moderaten Abschluss und einem Appell an die IG Metall: "Gemeinsames Ziel muss es sein, die wohlstandsvernichtende Deindustrialisierung zu stoppen und den Grundstein fĂŒr eine nachhaltige und dauerhafte Reindustrialisierung zu legen", betonte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Bertram Brossardt.
Produktion sinkt
Viele Unternehmen der Branche sind seit Jahren in der Krise. Laut bayme und vbm sank die M+E-Produktion in Bayern im zweiten Quartal ein weiteres Mal, und war demnach um 3,4 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Nach dem Ende des ersten Halbjahres hatte sich die Stimmung in der deutschen Industrie insgesamt laut Ifo-GeschÀftsklimaindex im Juli und August allerdings verbessert.
