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Aktien New York: Erholung geht weiter - Nasdaq schafft es auch ins Plus

03.12.2025 - 20:16:22 | dpa.de

Anleger haben am Mittwoch weiterhin bei US-Aktien zugegriffen.

Im Fokus standen Wirtschaftsdaten, die am Gesamtbild einer nĂ€chste Woche erwarteten Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed nichts Ă€nderten. Die jĂŒngste Erholungsrally ging nach einem zĂ€hen Start etwas weiter.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 konnte seine Gewinne zwei Stunden vor Schluss mit 47.906 Punkten auf 0,9 Prozent ausbauen. Im Sog dessen schaffte es auch der marktbreite S&P 500 US78378X1072 mit 0,4 Prozent ins Plus auf 6.855 ZĂ€hler.

Der zuletzt besser gelaufene Nasdaq 100 US6311011026 mit seinen Technologiewerten zeigte sich etwas zÀher, aber auch er schaffte es nach schwachem Start mit 0,2 Prozent in die Gewinnzone. Er stand zuletzt bei 25.597 Punkten.

Die ADP-Daten zeigten, dass die BeschĂ€ftigung in der US-Privatwirtschaft im November unerwartet gesunken ist, wĂ€hrend sich die im ISM-Index gemessene Stimmung der Dienstleister unerwartet aufhellte. Solche Daten privater Anbieter spielen derzeit eine besondere Rolle, weil sich viele offizielle Regierungsdaten nach dem wochenlangen Regierungsstillstand noch immer verspĂ€ten. Dazu zĂ€hlt auch der fĂŒr die US-Notenbank Fed wichtige Arbeitsmarktberichte fĂŒr Oktober.

Anleger vertrauen weiter darauf, dass in der kommenden Woche die Zinsen gesenkt werden. Laut Tobias Basse von der NordLB sollte die Bedeutung der Daten zwar nicht ĂŒberschĂ€tzt werden, doch sie sprĂ€chen wohl eher fĂŒr einen weiteren Zinsschritt der Fed. Er verwies dabei auch auf eine BeschĂ€ftigungskomponente im ISM-Index, deren Zuwachs "doch noch etwas ausgeprĂ€gter" hĂ€tte sein dĂŒrfen. Diese liege weiterhin "unterhalb der magischen Grenze von 50 ZĂ€hlern", also unter der Expansionsschwelle.

Im Chipsektor lag der Fokus auf Marvell Technology US5738741041 mit einem Kurssprung um 5,7 Prozent. Das Halbleiterunternehmen mit Fokus auf Lösungen fĂŒr Rechenzentren hatte Investoren am Vorabend mit Aussagen beruhigt, dass die Sparte fĂŒr kundenspezifisches Chipdesign FolgeauftrĂ€ge erhalte. Die Annahme lautet, dass Marvell damit weiter von Investitionen in KI-Computing profitieren kann.

Unter den sieben bedeutendsten Tech-Konzernen der USA war die Tendenz durchwachsen. Tesla US88160R1014 als grĂ¶ĂŸtem Gewinner stand Microsoft US5949181045 gegenĂŒber mit einem Abschlag von 1,9 Prozent. Negativ wirkte ein Bericht des Branchenportals "The Information", wonach der Konzern seine Wachstumsziele fĂŒr KI-Software vorsichtiger einschĂ€tze. Dabei wurde das Minus aber bereits etwas kleiner. Der Jefferies-Analyst Brent Thill zeigte sich der Meinung, dass der Artikel am Thema vorbeischieße.

Generell gefragt waren Aktien aus dem Gesundheitssektor, wobei besonders Bristol Myers Squibb US1101221083 mit einem Kurssprung um 5,8 Prozent auffiel. Der Pharmakonzern berichtete zwar davon, dass eine Studie mit einem Alzheimer-Mittel noch mehr Probanden benötigt als bisher vorgesehen. Analyst Chris Schott von JPMorgan zog angesichts niedriger Erwartungen ein positives Fazit davon, dass es weiter geht.

SchwĂ€che zeigten die 5,7 Prozent niedrigeren Netflix US64110L1061-Aktien. Hier rankte sich weiter die Debatte darĂŒber, dass der Streaminganbieter gerne den Medienkonzern Warner Bros Discovery ĂŒbernehmen möchte - und dafĂŒr vielleicht Kompromisse in Kauf nehmen muss, um den Zukauf kartellrechtlich stemmen zu können. Die Warner-Gruppe besitzt neben Filmstudios auch den eigenen Streamingdienst HBO.

Einen deutlichen Kursrutsch um 13,5 Prozent gab es bei Acadia Healthcare US00404A1097, weil der Anbieter von Behandlungseinrichtungen im Gesundheitsbereich sein diesjÀhriges Gewinnziel kappte. Wie die Bank of America US0605051046 betonte, ist dies "erneut" der Fall. Die Expertin Joanna Gajuk von der US-Bank senkte daraufhin ihr Votum auf "Underperform".

Über ein 13,6 Prozent großes Plus konnten sich dagegen die AktionĂ€re von American Eagle Outfitters US02553E1064 freuen. Der Bekleidungshersteller meldete ein starkes drittes Quartal und hob seine Jahresziele an. Dies verleitete den Experten Matthew Boss von der US-Bank JPMorgan dazu, sein bisher negatives Votum aufzugeben.

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