AKTIE IM FOKUS: Drohnenfantasie gibt Heidelberger Druck erneut mÀchtig Schub
14.04.2026 - 13:01:45 | dpa.deBei der Aktie machte sich erneut Fantasie dafĂŒr breit, dass der Druckmaschinenhersteller neben seinem KerngeschĂ€ft und den mittlerweile angebotenen Auto-Ladeboxen ein weiteres Standbein im Bereich der Drohnenabwehr aufbaut.
Die schon einmal im MĂ€rz spĂŒrbare Fantasie fĂŒr den Einstieg in das RĂŒstungsgeschĂ€ft wurde am Dienstag wieder belebt durch einen Bericht in der "Wirtschaftswoche" und einen Besuch des brandenburgischen MinisterprĂ€sidenten am Standort Brandenburg an der Havel. Die Aktien starteten am Morgen schon mit deutlichen Kursgewinnen und bauten ihr Plus zeitweise auf mehr als 20 Prozent aus. Sie nĂ€herten sich der Marke von 1,70 Euro, die letztmals Anfang Februar auf der Kurstafel aufgetaucht war.
HĂ€ndler verwiesen angesichts der Dynamik, die im Tagesverlauf immer gröĂer wurde, mitunter auf Eindeckungen von LeerverkĂ€ufern. Die Aktie von Heidelberger Druck gilt am Markt als beliebt bei Investoren, die auf fallende Kurse setzen - wohl auch wegen der stetig nachlassenden Bedeutung von Druckmaschinen in Zeiten der Digitalisierung. Steigt der Kurs dann plötzlich, können die Spekulanten dazu gezwungen werden, ihre Positionen durch AktienkĂ€ufe aufzulösen.
Der Eintritt von Heidelberger Druck in das GeschÀft mit der Drohnenabwehr ist nicht neu: Im MÀrz war bereits bekannt geworden, dass sich das Unternehmen gemeinsam mit dem US-amerikanisch-israelischen Unternehmen Ondas Autonomous Systems dem Verteidigungsbereich annÀhert. Damals waren die Titel an einem Tag schon einmal um fast 14 Prozent hochgeschnellt. Verwendet werden sollen die Abwehrsysteme vor allem zum Schutz kritischer Infrastruktur.
Analyst Thomas Wissler vom Analysehaus MWB sah im MĂ€rz seine Kaufempfehlung von dem Gemeinschaftsunternehmen untermauert. "Der adressierbare Markt ist betrĂ€chtlich", betonte der Experte damals. Die Zahl der kritischen Infrastrukturstandorte in Deutschland hatte er auf rund 2.000 beziffert. Wissler betonte, dass in den mittelfristigen Wachstumschancen das Potenzial fĂŒr eine Neubewertung der Aktie stecke.
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