Anthropics, Claude

Anthropics Claude wird zum KI-Arbeitsplatz

26.01.2026 - 23:54:12

Der KI-Assistent Claude kann nun direkt mit Apps wie Slack und Figma interagieren, um Arbeitsabläufe zu vereinfachen. Anthropic tritt damit in Konkurrenz zu Microsoft und OpenAI.

KI-Assistent Claude kann jetzt direkt im Chat auf Drittanwendungen zugreifen. Der Schritt verwandelt das Tool in eine integrierte Produktivitätsplattform.

New York, 26. Januar 2026 – Das KI-Sicherheitsunternehmen Anthropic stattet seinen Assistenten Claude mit einer Schlüsselfunktion für den Arbeitsalltag aus. Ab sofort können Nutzer interaktive Drittanwendungen wie Slack, Figma oder Box direkt in der Chat-Oberfläche bedienen. Die Neuerung zielt darauf ab, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und ständiges Wechseln zwischen Programmen überflüssig zu machen. Für Claude Pro und Enterprise-Kunden ist die Funktion ab sofort verfügbar. Damit tritt Anthropic in direkte Konkurrenz zu ähnlichen Enterprise-Angeboten von OpenAI, Microsoft und Google.

Vom Chatbot zum Produktivitäts-Hub

Der Kern der Ankündigung: Claude wird zur zentralen Steuerzentrale für andere Software. Nutzer geben natürliche Sprachbefehle im Chat ein, um komplexe Aufgaben in Fremdprogrammen ausführen zu lassen. So kann Claude etwa eine Datei aus der Box-Cloud holen, ein Design in Canva erstellen oder eine Zusammenfassung per Slack verschicken. Ziel ist es, den Produktivitäts-Killer „Kontextwechsel“ zu eliminieren.

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Durch die direkte Anbindung erhält die KI ein tieferes Verständnis für Projekte und Arbeitsabläufe. Sie kann auf Projektverläufe, Aufgabenstände und firmeninterne Wissensdatenbanken zugreifen. Die Chat-Oberfläche zeigt nun auch komplexe Elemente wie Diagramme oder interaktive Dashboards aus Drittanwendungen an.

Technologie und erste Partner-Apps

Die erste Ausbaustufe umfasst eine kuratierte Liste von Geschäftsanwendungen. Dazu zählen Design-Tools wie Figma und Canva, Projektmanagement-Software wie Asana, das Kommunikationstool Slack sowie Cloud-Speicher Box und Datenmanager Clay. Branchenberichten zufolge ist eine Integration von Salesforce in Planung.

Technische Grundlage ist das Model Context Protocol (MCP), ein offener Standard für die Interaktion von KI-Modellen mit externen Tools. Über seine API bietet Anthropic Entwicklern zudem ein „Tool Use“-Framework an, um eigene, sichere Verbindungen für Claude zu definieren.

Wettlauf um den KI-Arbeitsplatz der Zukunft

Mit dem Schritt positioniert sich Anthropic im harten Wettbewerb um die KI-Integration im Büro. Das Unternehmen reagiert damit auf OpenAIs GPTs, Microsofts Copilot in Office und Windows sowie Googles KI-Offensive in Workspace. Ein strategischer Vorteil könnte der offene MCP-Standard sein, der ein flexibleres Ökosystem als abgeschottete Konkurrenzlösungen verspricht. Der Erfolg hängt maßgeblich von der Adoption durch Entwickler ab.

Die Neuerung ist zudem ein Schritt in Richtung autonomerer KI-Agenten. Die Apps sollen mit „Cowork“ verknüpft werden, einem kürzlich angekündigten Tool von Anthropic. Cowork erlaubt Claude, mit mehr Autonomie auf dem lokalen Rechner zu agieren. Die Kombination beider Technologien könnte Claude künftig ermöglichen, mehrstufige Aufgaben eigenständig auszuführen – von der Datenbeschaffung bis zur Versendung eines fertigen Dokuments.

Sicherheit im Fokus

Je autonomer die Systeme werden, desto größer ist die Betonung auf Sicherheit seitens Anthropic. Das Unternehmen warnt vor Risiken wie „Prompt Injection“-Angriffen oder unbeabsichtigten destruktiven Aktionen. Nutzer werden aufgefordert, beim Gewähren von Zugriffen auf sensible Dateien und Systeme Vorsicht walten zu lassen.

Die Entwicklung folgt dem Gründungsauftrag von Anthropic: verantwortungsvolle KI-Entwicklung. Der Erfolg der Plattform wird nicht nur von ihrer Leistungsfähigkeit abhängen, sondern auch vom Vertrauen der Nutzer in ihre sichere und zuverlässige Integration in die digitale Arbeitsumgebung.

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