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APA Rettung des Automobilstandorts Europa: Technologieoffenheit...

13.12.2024 - 11:39:47

APA Rettung des Automobilstandorts Europa: Technologieoffenheit bringt die LösungVorschlĂ€ge der eFuel Alliance stoßen auf breite ZustimmungWien (APA-ots) - "Die europĂ€ische Automobilindustrie ist in schweren Turbulenzen, rasche Abhilfe ist dringend erforderlich.

APA ots news: Rettung des Automobilstandorts Europa: Technologieoffenheit bringt die Lösung

VorschlĂ€ge der eFuel Alliance stoßen auf breite Zustimmung

Wien (APA-ots) - "Die europĂ€ische Automobilindustrie ist in schweren Turbulenzen, rasche Abhilfe ist dringend erforderlich. Hunderttausende ArbeitsplĂ€tze stehen in Österreich, Italien und Deutschland sowie anderen LĂ€ndern auf dem Spiel, ein Abwarten bis 2026 wie ursprĂŒnglich geplant wĂ€re somit verantwortungslos", unterstreicht JĂŒrgen Roth, PrĂ€sident der eFuel Alliance Österreich, die Erwartungen großer Teile der Wirtschaft an rasches Umdenken in der EU.

Erfreulich ist, dass diese Position bei maßgeblichen KrĂ€ften in der EuropĂ€ischen Union massive UnterstĂŒtzung findet. Die EuropĂ€ische Volkspartei (EVP), die grĂ¶ĂŸte Fraktion im EuropĂ€ischen Parlament, spricht sich in ihrem Positionspapier dafĂŒr aus, synthetische/biologische Kraftstoffe und eFuels sowie Plug-In-Hybride als wichtige Bausteine fĂŒr die MobilitĂ€t der Zukunft und den Klimaschutz anzuerkennen und zu fördern.

"Eine Technologie allein (E-Auto) ist zu schwach, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen. Konsumenten lassen sich nicht von ideologischen, sondern von praktischen Kriterien leiten, daher ist auf Unionsebene das Auto mit Verbrennungsmotor nicht nur im Fahrzeugbestand, sondern auch bei den NeuwagenverkĂ€ufen klare Nummer 1. Auf sieben Autos mit einem Verbrennungsmotor kommt unionsweit nur ein reinelektrisches Auto. Es macht keinen Sinn Autohersteller zu etwas zu zwingen, wo die AutokĂ€ufer nicht mitspielen, und E-Autos massenhaft fĂŒr die Halde zu produzieren."

Mit ihrer Initiative setzt die EVP ein starkes Signal fĂŒr Technologieoffenheit, die bereits die KommissionsprĂ€sidenten Ursula von der Leyen in ihren Regierungsleitlinien als Marschroute vorgegeben hat. Ins gleiche Horn stĂ¶ĂŸt eine starke Koalition von Mitgliedstaaten im EU-Rat. Ihr gehören Italien, Tschechien, Polen, Slowakei, Bulgarien und RumĂ€nien an. Weitere Beitritte sind wahrscheinlich.

Erfreulich ist, dass Österreich mit Wirtschaftsminister Martin Kocher der Allianz des technologieoffenen Klimaschutzes beigetreten ist. Allein in Österreich geht es um mehr als 354.000 ArbeitsplĂ€tze, die durch die einseitige Regulierung in der EU-Verordnung, gefĂ€hrdet sind.

Klimaschutz profitiert

Beide Initiativen zielen darauf ab, Klimaschutz technologieoffen anzugehen, was seine Erfolgsaussichten stark verbessert. "Die Autoindustrie fĂŒr fehlende NeuwagenkĂ€ufe bei E-Autos haftbar zu machen, wĂ€re ein Dolchstoß fĂŒr die angeschlagene Automobilindustrie. Schließt ein Produktionsstandort in Deutschland, stehen dutzende österreichische Zulieferer im Regen", argumentiert Stephan Schwarzer, GeneralsekretĂ€r der eFuel Alliance Österreich.

"Nun ist es entscheidend, dass die Politik die Weichen fĂŒr eFuel- freundliche Rahmenbedingungen so rasch wie möglich stellt, damit die eFuels als Zukunftstechnologie schnell hochskaliert werden können."

Stephan Schwarzer erklĂ€rt, dass die VorschlĂ€ge im Rat und im Parlament nichts mit "VerwĂ€sserung" zu tun haben. "Eher ist es so, dass der Sessel nunmehr auf mehreren Beinen und nicht nur auf einem stehen wird. Wenn es mehr Optionen gibt, wird der Erfindergeist der Ingenieure dafĂŒr sorgen, dass ein buntes Puzzle technischer Lösungen den Konsumenten Wahlmöglichkeiten einrĂ€umt, die jeder fĂŒr sich nutzen kann. Dann spielt auch die Bevölkerung mit, ohne die Klimaschutz nicht vorankommt. FĂŒr den Klimaschutz zĂ€hlt jede Tonne eingespartes fossiles CO2. Es ist entscheidend, dass CO2 aus Pflanzen oder der Luft nicht mit fossilem CO2 in einen Topf geworfen wird. Dazu muss man sich nicht an eine Technologie binden."

Next Exit: Clean Industrial Deal am 26.2.2025

Bereits am 26.2. wird Ursula von der Leyen ihren Plan fĂŒr einen Clean Industrial Deal vorlegen. JĂŒrgen Roth: "Wir erwarten, dass der neue Deal der Wirtschaft helfen wird, in ruhigere GewĂ€sser zurĂŒckzukehren. Drei Jahre industrielle Rezession haben schlimme Spuren hinterlassen. Mit ein paar Terminverschiebungen bei Regulierungen und elektronischen Tools wird es nicht getan sein. Der Plan muss einen Exit aus der Krise der Automobilindustrie aufzeigen."

Zwischen einem ideologiegetriebenen Verbrennerverbot und einem Weiter-so ist der Ansatz der EVP sowie der sieben Mitgliedstaaten ein kluger Mittelweg. Technologieoffenheit stÀrkt den Standort und verhindert den Niedergang der Autoindustrie, die CO2-Grenzwerte treffen die fossilen Emissionen genauso wie bisher.

Über die eFuel Alliance Österreich

Die eFuel Alliance Österreich setzt sich fĂŒr die MarkteinfĂŒhrung synthetischer Kraftstoffe ein. Ziel ist die sozial- und standortvertrĂ€gliche Dekarbonisierung des Energiesystems und speziell des Verkehrssektors.

RĂŒckfragehinweis: eFuel Alliance Österreich Dr. Stephan Schwarzer GeneralsekretĂ€r Telefon: +43 664 381 88 26 E-Mail: [email protected] Website: https://www.efuel-alliance.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/34625/aom

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