Apex Critical Metals Aktie: Metallurgisches Testprogramm startet
Veröffentlicht am: 04.06.2026 um 12:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mehr Bohrmeter allein reichen nicht. Apex Critical Metals hat am 3. Juni seinen Arbeitsplan für das zweite Halbjahr 2026 konkretisiert — und dabei einen entscheidenden Schritt über reine Explorationsergebnisse hinaus gemacht: Das Unternehmen startet Mineralogie-Analysen und bereitet ein erstes metallurgisches Testprogramm vor.
Was hinter den Bohrkernen steckt
Apex hat zwei Speziallabore beauftragt. Activation Laboratories führt Röntgendiffraktionsanalysen durch, SGS Lakefield übernimmt die integrierte Mineralanalyse mittels Tescan-Technologie — beides an ausgewählten Proben aus der Trinity Zone und der Neo Zone des Rift Rare Earth Projects. Ziel ist es, die primären seltenerdtragenden Mineralphasen und deren Korngrößenverteilungen zu bestimmen.
Das ist mehr als ein technisches Detail. Bei Seltenerden entscheidet nicht nur der Gehalt, sondern auch die Mineralchemie und das Verarbeitungsverhalten darüber, ob ein Projekt wirtschaftlich förderbar ist. Parallel dazu laufen erste Gespräche mit SGS Lakefield über ein formelles Scoping-Programm für metallurgische Tests — ein konkretes Angebot wird in den kommenden Wochen erwartet.
Ressourcenschätzung für Q1 2027 angepeilt
Rund 12.000 Meter Bohrstrecke über 18 Bohrlöcher hat Apex bislang abgeschlossen. Assay-Ergebnisse liegen für sechs Bohrlöcher vor, zwölf weitere stehen noch aus. Geplant sind zusätzlich 16 bis 18 Bohrlöcher, darunter Step-out-Bohrungen entlang des Streichens und in der Tiefe sowie gezielte Infill-Bohrungen.
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Die ersten sechs ausgewerteten Bohrlöcher decken nach Unternehmensangaben eine kontinuierliche Selteneroxid-Mineralisierung über mehr als 300 Meter Streichlänge und mehr als 180 Meter in der Tiefe ab. Die Neo Zone zeigt dabei NdPr-Anreicherungen von über 30 Prozent bei nennenswerten Gehalten — Neodym und Praseodym sind die Schlüsselelemente für Hochleistungsmagnete. Eine erste unabhängige Ressourcenschätzung ist für Q1 2027 angepeilt, erste Gespräche mit externen geologischen Dienstleistern haben bereits begonnen.
Wichtiger Vorbehalt: Die berichteten Intervalle sind Bohrkernlängen, keine wahren Mächtigkeiten. Letztere sind noch nicht bestimmt — ein Punkt, der für jede spätere Ressourcenmodellierung relevant bleibt.
Marktkontext gibt dem Projekt RĂĽckenwind
Die geopolitische Lage verleiht dem Update zusätzliches Gewicht. Laut IEA-Analyse 2026 entfallen 60 Prozent der globalen Förderung von Magnet-Seltenerden auf China. Im April und Mai sanken die chinesischen Exportvolumina dieser Elemente und der daraus hergestellten Permanentmagnete spürbar — mit direkten Auswirkungen auf Automobilhersteller in den USA und Europa. Der USGS beziffert den US-amerikanischen Anteil chinesischer Selterdimporte für 2021 bis 2024 auf 71 Prozent.
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Für Apex bedeutet das: Der Markt beobachtet NdPr-Gehalte, Mineralchemie und frühe Verarbeitungsdaten bei Explorationsprojekten außerhalb Chinas mit wachsender Aufmerksamkeit. Die nächsten konkreten Meilensteine sind die ausstehenden Assay-Ergebnisse aus zwölf Bohrlöchern sowie der formelle Start des metallurgischen Scoping-Programms — beides dürfte noch im laufenden Halbjahr folgen.
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