Apple Aktie: Mac Studio um 1.300 Euro teurer
28.06.2026 - 03:37:24 | boerse-global.de
Apple hat seine Preise angehoben â und zwar deutlich. Mitten im Produktzyklus verteuert der Konzern MacBooks, iPads und weitere GerĂ€te teils um mehrere hundert Euro. Der Grund: ein akuter Mangel an Speicherchips, ausgelöst durch den KI-Boom.
Preiserhöhungen auĂerhalb des ĂŒblichen Rhythmus
Normalerweise passt Apple Preise nur bei Produktneuvorstellungen an. Dieses Mal ist alles anders. Die neuen Preise gelten seit Ende Juni â ohne neue Hardware. Betroffen sind fast alle GerĂ€tekategorien.
Das Einstiegs-MacBook Neo kostet jetzt 699 Euro, bisher 599 Euro. Beim MacBook Air mit 512 Gigabyte Speicher steigt der Preis um 200 auf 1.299 Euro. Das MacBook Pro mit einem Terabyte liegt nun bei 1.999 Euro â ein Plus von 300 Euro.
Auch die iPad-Reihe wird teurer. Das iPad Air mit 128 Gigabyte kostet statt 599 nun 749 Euro. Das 11-Zoll-iPad Pro startet bei 1.199 Euro, 200 Euro mehr als zuvor.
Der gröĂte Sprung betrifft das Mac Studio mit M3 Ultra. Hier verlangt Apple 5.299 Euro â ein Aufschlag von 1.300 Euro. Selbst der HomePod Mini wird teurer: 129 statt 99 Euro.
Warum Apple die Preise anhebt
Der Grund liegt in den Komponentenkosten. Hochleistungs-Speicherchips werden knapp, weil KI-Rechenzentren riesige Mengen abnehmen. Apple-Chef Tim Cook spricht von âunvermeidlichen" Preisanpassungen.
Die Hardware-Marge fiel im zweiten Quartal 2026 auf 38,7 Prozent. Im Vorquartal lag sie noch bei 40,7 Prozent. Mit den höheren Preisen will Apple die ProfitabilitÀt sichern. Die Branche liegt im Schnitt bei 10 bis 25 Prozent.
Die iPhone-Preise bleiben vorerst stabil. Analysten warnen jedoch: HÀlt der Speichermangel an, könnte die iPhone-18-Serie bis zu 200 Euro teurer werden.
FĂŒhrungswechsel und neue Strategie
Parallel zu den Preiserhöhungen verĂ€ndert sich die FĂŒhrungsspitze. Paul Meade, Hardware-Chef des Vision Pro, verlĂ€sst Apple und wechselt zu OpenAI. Apple soll zudem seine PlĂ€ne fĂŒr sogenannte Extended Reality zurĂŒckschrauben â zwei Smart-Glasses-Produkte sind fĂŒr 2027 und 2029 geplant.
Im September steht ein gröĂerer Wechsel an: John Ternus soll Tim Cook als CEO ablösen. Zeitgleich mit dem nĂ€chsten Hardware-Event.
Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Plus von 3,16 Prozent auf 249,50 Euro. Auf Wochensicht verliert das Papier allerdings 3,59 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 274,85 Euro betrÀgt rund neun Prozent.
Der Trend zu höheren Hardwarepreisen dĂŒrfte anhalten. Auch Microsoft, Samsung und Dell haben angehoben. Das spricht fĂŒr eine dauerhafte âKI-Inflation" in der Branche.
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