HomePod 2, Apple HomePod

Apple HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue HomePod 2 als Apple Smartspeaker wirklich?

07.02.2026 - 01:11:04

Der HomePod 2 verspricht kräftigen 3D?Sound, smartere Siri-Features und tiefe Apple-Home-Integration. Lohnt sich der Apple HomePod als Smartspeaker für dein Wohnzimmer – oder bleibt es beim hübschen Deko-Stück?

Der erste Eindruck des Apple HomePod 2 ist akustisch, nicht optisch: Ein Raum füllt sich mit warmem, druckvollem Sound, Stimmen stehen klar im Mittelpunkt, der Bass rollt kontrolliert durch den Bauch. Der HomePod 2 knüpft an die Stärke des Originals an – nur mit modernerer Technik, mehr Smart-Home-Power und einem Fokus auf 3D Audio. Die Frage bleibt: Ist dieses Upgrade den Preis wert, besonders wenn bereits ein Apple HomePod der ersten Generation oder andere Smartspeaker im Regal stehen?

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Optisch bleibt Apple konservativ: Der Apple HomePod 2 ist ein zylindrischer Smartspeaker mit textiler Mesh-Hülle in Weiß oder Mitternacht (einem sehr dunklen Blau-Schwarz). Die Touch-Oberfläche oben ist jetzt großflächiger beleuchtet und zeigt bunte Wellen, wenn Siri zuhört oder Musik läuft. Unter der Haube steckt aber ein deutlich moderneres Innenleben als beim ersten Apple HomePod.

Im Zentrum arbeitet der speziell entwickelte High-Excursion-Woofer, der für spürbaren, aber kontrollierten Tiefbass sorgt. Unterstützt wird er von einem Ring aus fünf Horn-tweetern, die nach oben abstrahlen und über Wellenleiter für eine breite, raumfüllende Bühne sorgen. Der ursprüngliche HomePod setzte noch auf sieben Tweeter; Apple hat beim HomePod 2 also nicht einfach aufrüstet, sondern die Architektur effizienter gestaltet. In der Praxis heißt das: weniger Fokus auf maximalen Schalldruck, mehr auf räumliche Präzision und Klarheit.

Der im HomePod 2 verbaute S7-Chip – bekannt aus der Apple Watch – übernimmt die Echtzeit-Audioverarbeitung. Über sogenannte Computational Audio Algorithmen analysiert der Smartspeaker permanent den Raum: eingebaute Mikrofone hören nicht nur deine Stimme, sondern auch Reflexionen von Wänden und Möbeln. Der HomePod 2 passt daraufhin Pegel, Frequenzgang und Beamforming der Tweeter an. Das Resultat: Der Klang bleibt erstaunlich stabil, egal ob das Gerät frei steht oder in ein Regal gedrückt wurde. Der erste Apple HomePod konnte das schon gut, hier wirkt es noch etwas souveräner, vor allem im Bassbereich.

Besonders eindrucksvoll wird der HomePod 2, wenn er Dolby Atmos bzw. 3D Audio Material wiedergibt – etwa über Apple Music. Stimmen schweben dann leicht entkoppelt vor dir, während Effekte seitlich und nach oben wandern. Für einen einzelnen, relativ kompakten Apple Smartspeaker ist der Raum-Eindruck verblüffend. Richtig aufdrehen lässt sich das mit einem Stereo-Paar: Zwei HomePod 2 vor dem Fernseher verwandeln Apple TV Inhalte im Atmos-Format in eine deutlich immersivere Klangkulisse, ohne dass du ein komplettes Surround-System aufbauen musst.

Verglichen mit vielen klassischen Bluetooth-Speakern klingt der HomePod 2 erwachsener: Der Bass ist tief, aber nicht wummernd, die Höhen sind seidig statt scharf. Bei elektronischer Musik drücken Kickdrums präzise, ohne Details im Mittenbereich zuzuschmieren; Stimmen in Podcasts oder Akustiktracks stehen klar im Vordergrund. Wer den ersten HomePod kennt, wird feststellen: Der Neue spielt etwas luftiger, mit mehr Fokus auf Stimmen und Bühne als auf schiere Bass-Masse. HomePod 2 fühlt sich weniger nach „Party-Box“, mehr nach sauber abgestimmtem HiFi-Setup im Miniaturformat an.

Wichtig ist aber auch die Einschränkung: Der Apple HomePod 2 ist kein Allrounder im Sinne von „ich schleppe ihn in den Park“. Er ist nicht mobil, hat kein Akku und ist klar für das Wohnzimmer, die Küche oder das Arbeitszimmer gedacht – als fest installierter Apple Smartspeaker, der möglichst viel aus Apple Music, Apple TV 4K und deinem Smart-Home herausholt.

Beim Thema Sprachsteuerung hat Apple an den Stellschrauben gedreht, die beim ersten Modell oft Kritik bekamen. Siri reagiert auf dem HomePod 2 deutlich zuverlässiger – die Mikrofonanordnung wurde optimiert, und der S7 sorgt für schnellere Auswertung. Besonders angenehm: Der Weckruf „Hey Siri“ (oder die Kurzform, je nach Systemeinstellung) wird auch bei moderater Lautstärke der Musik zuverlässig erkannt, ohne dass man brüllen muss. „Endlich versteht Siri mich auch, wenn im Hintergrund Jazz läuft“ beschreibt den Fortschritt ziemlich gut.

Für das Smart Home ist der HomePod 2 nicht nur ein Lautsprecher, sondern gleichzeitig ein Steuerzentrale: Er dient als Home Hub für Apple Home (früher HomeKit) und unterstützt Matter, den herstellerübergreifenden Smart-Home-Standard. Das bedeutet, dass du nicht mehr nur auf reine „Apple Home“-Geräte angewiesen bist, sondern eine wachsende Zahl an Lampen, Steckdosen, Sensoren und Thermostaten verschiedener Hersteller integrieren kannst. Licht dimmen, Rollläden fahren, Temperatur checken, Szenen auslösen – all das lässt sich per Sprache oder Automation steuern.

Technisch spannend: Im HomePod 2 stecken Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die Apple beim Vorgänger noch nicht aktiv genutzt hatte. Damit kannst du Automationen bauen wie „Wenn die Temperatur im Wohnzimmer über 24 Grad steigt, senke die Jalousien und starte den Ventilator“. Gerade im Zusammenspiel mit Matter-Zubehör wird der Apple HomePod 2 so zu einer Art diskretem Kontrollzentrum, das sich optisch kaum in den Vordergrund drängt, akustisch aber sehr präsent sein kann.

Im Vergleich mit anderen Smartspeakern, etwa Amazons Echo Studio oder Googles Nest Audio, positioniert sich der Apple HomePod 2 ziemlich klar: Klanglich spielt er in der Oberliga der Kompakt-Speaker, vor allem, wenn du in der Apple-Welt zu Hause bist. Gegen den Echo Studio wirkt der HomePod 2 etwas eleganter und kontrollierter, während Amazons Lösung manchmal spektakulärer, aber weniger neutral abgestimmt ist. Googles Nest Audio wiederum ist preislich attraktiver, kann beim Detailreichtum und der Souveränität im Bass aber nicht mithalten.

Die Kehrseite ist die bekannte Apple-Typik: Der HomePod 2 fühlt sich erst wirklich vollständig an, wenn du ohnehin tief im Apple-Ökosystem steckst. AirPlay 2 ist die zentrale Schnittstelle für Musik, Multiroom und TV-Ton. Wer iPhone, Mac, iPad oder Apple TV nutzt, bekommt extrem nahtlose Übergänge – vom Handoff, wenn du Musik vom iPhone an den HomePod 2 übergibst, bis zur perfekten Lippensynchronität mit Apple TV 4K. Android-Nutzer oder Menschen, die hauptsächlich Spotify ohne AirPlay verwenden, stoßen dagegen schnell an Grenzen, weil eine native Spotify-Sprachsteuerung fehlt und alles über Umwege laufen muss.

Für Filmfans ist spannend, dass zwei HomePod 2 als drahtloses Stereo-Set mit einem Apple TV 4K gekoppelt werden können. Dann ersetzt das Duo im Prinzip eine Soundbar und liefert echten Stereoklang mit Atmos-Unterstützung. Der virtuelle Surround-Effekt kommt natürlich nicht an ein vollwertiges System mit Rear-Speakern heran, aber Dialoge gewinnen massiv an Verständlichkeit, und Effekte bekommen endlich die Breite, die sie verdienen. Wer bisher nur auf TV-Standardlautsprecher vertraut hat, erlebt mit einem HomePod 2 Paar einen deutlichen Sprung in Richtung Heimkino.

Ein weiterer Vorteil des HomePod 2 ist seine Integration in bestehende Multiroom-Setups über AirPlay 2. Mehrere Apple HomePod, HomePod mini und kompatible Lautsprecher lassen sich gruppieren, synchron bespielen oder einzeln adressieren. So kann im Wohnzimmer der atmosphärische 3D Audio Mix laufen, während in der Küche ein Podcast spielt. Die Steuerung bleibt über das iPhone oder per Siri jederzeit übersichtlich. Im Alltag fühlt sich das deutlich weniger nach Bastellösung und mehr nach integrierter Wohnraum-Infrastruktur an.

Aus audiophiler Sicht gibt es kleinere Kritikpunkte: Der HomePod 2 neigt bei sehr hoher Lautstärke zu einem leichten Zusammenrücken der Bühne, die feine Staffelung leidet dann etwas. Wer extrem laut hört oder in sehr großen Räumen unterwegs ist, stößt hier an physikalische Grenzen. Außerdem gibt es keinen klassischen Line-In – wer einen Plattenspieler oder CD-Player anschließen will, muss über Umwege wie AirPlay-fähige Zuspieler oder Apple TV gehen. Für Puristen bleibt der HomePod 2 damit vor allem ein Streaming- und TV-Lautsprecher.

Spannend ist der Vergleich mit dem HomePod mini. Der Kleine ist deutlich günstiger und in mehr Farben verfügbar, klanglich jedoch eine andere Liga. Für Küche, Bad oder Arbeitszimmer reicht der Mini oft aus; wer aber Musik bewusst hört, Details in Stimmen liebt und Filme mit Druck im Bass genießen möchte, landet früher oder später beim größeren HomePod 2. Ein Setup aus HomePod 2 im Wohnzimmer und Minis in den Nebenräumen ist derzeit der Sweet-Spot für viele Apple-Fans.

Bleibt die Frage nach dem Mehrwert gegenüber dem ersten HomePod. Apple hat den ursprünglichen Apple HomePod längst eingestellt, Software-Updates laufen aber weiter. Der HomePod 2 klingt im Direktvergleich etwas klarer und luftiger, hat Matter-Support, die aktiven Sensoren und mehr Fokus auf Strom-Effizienz. Wer bereits zwei alte HomePods im Stereo-Setup hat und zufrieden ist, muss nicht sofort wechseln. Wer neu einsteigt oder einen defekten Vorgänger ersetzt, sollte allerdings direkt zum HomePod 2 greifen – auch mit Blick auf Zukunftssicherheit im Smart Home.

Unterm Strich ist der HomePod 2 ein Lautsprecher für Menschen, die Musik und Filmton ernst nehmen, aber keine sichtbaren Türme aus Hifi-Komponenten im Wohnzimmer wollen. Er fügt sich dezent in die Einrichtung ein, klingt deutlich größer, als er aussieht, und wird im Apple-Kosmos schnell zum akustischen Mittelpunkt der Wohnung. Wer dagegen hauptsächlich Android nutzt oder sich maximale Plattform-Offenheit wünscht, wird sich mit einem anderen Smartspeaker wahrscheinlich wohler fühlen.

Wenn du bereits ein iPhone nutzt, vielleicht einen Apple TV 4K am Fernseher hängen hast und dein Zuhause Schritt für Schritt mit Smart-Home-Komponenten ausstatten möchtest, ist der Apple HomePod 2 eines der derzeit spannendsten Puzzleteile. Der Mix aus souveränem Klang, ausgereifter Raumkorrektur, Matter-Support und enger Apple-Integration macht ihn zu mehr als nur einem hübschen Musikwürfel auf dem Sideboard.

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