Apple, Preis-Schock

Apple iPhone 18: Preis-Schock trotz Rekord-Kosten

28.01.2026 - 12:00:11

Apple plant, den Einstiegspreis für sein iPhone 18 trotz massiver Bauteil-Kostensteigerungen einzufrieren. Das geht aus neuen Berichten des renommierten Analysten Ming-Chi Kuo hervor. Während die gesamte Industrie mit Preiserhöhungen kämpft, setzt der Tech-Riese auf eine überraschende Strategie, um seine Marktführerschaft zu sichern.

Die Branche rechnete mit einer Preiskorrektur für die 2026er Modelle – doch Apple scheint einen anderen Weg zu gehen. Laut Kuo will das Unternehmen den Basispreis der iPhone-18-Serie auf dem Niveau des Vorgängers iPhone 17 stabilisieren. Diese Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Komponentenkosten so stark steigen wie nie zuvor in der Geschichte des iPhones.

Hinter der Strategie steckt eine klare Priorität: Apple setzt auf die langfristige Bindung von Kunden an sein Ökosystem, selbst wenn die Hardware-Margen vorübergehend schrumpfen. Durch seine enorme Marktmacht und Einkaufsvolumina kann der Konzern Kostensprünge absorbieren, die kleinere Wettbewerber direkt an die Verbraucher weitergeben müssten. Dieses „Preisanker“-Modell soll die Dominanz in preissensiblen Schlüsselmärkten festigen.

Anzeige

Apple-Fachchinesisch macht Ihnen das Leben schwer? Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone‑Begriffe in einfachen Worten – inklusive Aussprachehilfen, kurzen Erklärungen zu Begriffen wie A20‑Chip, LPDDR5X oder iCloud und nützlichen Tipp‑Boxen für Einstellungen. Ideal für Einsteiger und alle, die bei Apple-News und Kaufentscheidungen schneller folgen wollen. Lieferung bequem per E‑Mail, bewertet mit 4,7/5 von über 455 Lesern. Gratis iPhone‑Lexikon jetzt anfordern

Die Kostentreiber: 2nm-Chip und Speicher-Engpässe

Dass Apple die Preise halten kann, ist angesichts der explodierenden Herstellungskosten bemerkenswert. Zwei Faktoren treiben die Bill of Materials (BOM) in die Höhe: der neue A20-Prozessor und die volatile Speichermarktlage.

Der teure Sprung auf 2 Nanometer

Das Herzstück des iPhone 18 wird der A20-Chip sein, gefertigt im fortschrittlichen 2-Nanometer-Verfahren von TSMC. Dieser Technologiesprung hat seinen Preis: Schätzungen zufolge könnte der A20-Chip allein Apple rund 280 US-Dollar pro Einheit kosten – fast 80 Prozent mehr als bei früheren Generationen. Grund sind die Komplexität der 2nm-Fertigung und die vorläufig niedrigen Ausbeuteraten bei TSMC, dem monopolartigen Anbieter der fortschrittlichsten Chiptechnologie.

Der Speicher wird zum Luxusgut

Hinzu kommen die steigenden Preise für Arbeitsspeicher (DRAM). Das iPhone 18 soll mit leistungsfähigerem LPDDR5X-Speicher ausgestattet sein, um KI-Funktionen auf dem Gerät zu ermöglichen. Die Nachfrage nach diesen Hochgeschwindigkeitsmodule ist jedoch enorm, nicht zuletzt durch KI-Server und Rechenzentren. Lieferketten-Daten deuten auf Kostensteigerungen von 10 bis 25 Prozent im Jahr 2026 hin.

Apples Trumpf: Warum der Konzern die Kosten schultern kann

Analysten sehen in Apples einzigartiger Marktposition den Schlüssel zu dieser Strategie. Das Unternehmen verfügt über eine immense Verhandlungsmacht und kann langfristige Lieferverträge aushandeln, die Preisschwankungen abfedern.

Der eigentliche Game-Changer ist jedoch das Services-Geschäft. Mit den hochprofitablen Erlösen aus iCloud, Apple Music, dem App Store und Abonnements hat Apple einen finanziellen Puffer geschaffen, der dünnere Hardware-Margen erlaubt. Jedes verkaufte iPhone ist ein potenzieller Einstieg in dieses lukrative Ökosystem mit wiederkehrenden Einnahmen.

Der „versteckte“ Aufschlag: Speicher-Upgrades als Gewinnhebel

Die angekündigte Preisstabilität gilt wahrscheinlich nur für das Basismodell mit der geringsten Speicherkapazität. Branchenkenner erwarten, dass Apple den Margendruck beim Einstiegsmodell durch größere Preisabstände bei den Speicherstufen ausgleichen wird.

Konkret könnte das bedeuten: Während das 256-GB-Modell zum gewohnten Preis startet, werden die Aufpreise für die 512-GB- und 1-TB-Varianten im Vergleich zu früheren Generationen deutlich höher ausfallen. So kann Apple mit einem unveränderten „ab“-Preis werben, gleichzeitig aber von Power-Usern und Profis, die mehr Speicher für KI-Modelle oder Videos benötigen, einen höheren Durchschnittspreis erzielen.

Folgen für die Branche: Ein schwieriger Präzedenzfall

Apples Vorgehen setzt die Konkurrenz unter Druck. Android-Hersteller, die auf High-End-Chips von Qualcomm oder MediaTek setzen, sind ähnlichen Kostensteigerungen bei TSMC ausgesetzt. Ihnen fehlt jedoch die Service-Umsatz-Basis, um ihre Hardware zu subventionieren.

Die Folge könnte eine wachsende Wettbewerbslücke sein: Während Apple den Einstiegspreis hält, müssten konkurrierende Top-Smartphones zu höheren Preisen starten – ein deutlicher Nachteil im Marketing und am Verkaufspunkt. Der geplante iPhone-18-Start im September 2026 wird zeigen, ob Apples Balanceakt gelingt: Spitzenleistung durch 2nm-Technologie ohne den erwarteten Preisschock zu liefern.

Anzeige

PS: Sie möchten Technik-Analysen und Kaufempfehlungen sofort besser einschätzen? Das kostenlose iPhone‑Lexikon fasst 53 zentrale Begriffe kompakt zusammen, erklärt Funktionen, Abkürzungen und typische Einstellungswege – praktisch beim Lesen von Artikeln über A20‑Chips, Speicher-Upgrades oder Apple‑Services. Lieferung direkt ins Postfach, schnell und verständlich. Jetzt iPhone‑Lexikon gratis sichern

@ boerse-global.de