Apple iPhone Fold: Erstes Klapphandy kommt wohl erst im Dezember
20.03.2026 - 00:00:34 | boerse-global.deDas lang erwartete faltbare iPhone von Apple könnte Verbraucher erst kurz vor Weihnachten 2026 erreichen. Laut einer Analyse von Barclays plant der Konzern eine gestaffelte Veröffentlichung seiner kommenden Premium-GerĂ€te. WĂ€hrend die Topmodelle iPhone 18 Pro und Pro Max wie gewohnt im September vorgestellt werden sollen, wird der Versand des ersten faltbaren iPhones auf Dezember 2026 datiert. Diese Verzögerung soll Apple Zeit geben, komplexe FertigungshĂŒrden zu meistern und eine neue Ultra-Premium-Klasse zu etablieren.
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Gestaffelter Start fĂŒr neue Formfaktoren
Apple hĂ€lt traditionell an einem strikten September-Release fĂŒr seine Hauptsmartphone-Reihe fest. Der Einstieg in den Faltmarkt erfordert nun offenbar eine neue Taktik. Die Standard-Flaggschiffe iPhone 18 Pro und Pro Max sollen im September angekĂŒndigt und sofort verfĂŒgbar sein. Das faltbare Modell, oft als âiPhone Foldâ bezeichnet, wird zwar wahrscheinlich gleichzeitig prĂ€sentiert, aber erst Monate spĂ€ter ausgeliefert.
Diese Staffelung ist fĂŒr Apple nicht neu. Schon 2017 stellte das Unternehmen das iPhone 8 und das komplett neu gestaltete iPhone X im September vor, hielt das iPhone X aber fĂŒr einen November-Release zurĂŒck. Die Dezember-2026-Zielmarke fĂŒr das Klapphandy verschafft Apple wertvolle zusĂ€tzliche Monate, um die Produktionsausbeute zu optimieren. Branchenkenner wie Ming-Chi Kuo warnen vor anfĂ€nglich begrenzten StĂŒckzahlen und möglichen LieferengpĂ€ssen bis Jahresende.
Design: Buch-Format und Titan-GehÀuse
Leaks aus der Lieferkette und aufgetauchte CAD-Daten deuten auf ein buchförmiges Faltdesign hin â ein direkter Konkurrent zu Samsungs Galaxy Z Fold und Googles Pixel Fold. Der entfaltete, primĂ€re OLED-Bildschirm soll etwa 7,8 Zoll messen, Ă€hnlich einem iPad mini. Das Ă€uĂere Cover-Display wird auf rund 5,5 Zoll geschĂ€tzt, geeignet fĂŒr normale Einhandbedienung.
Die Haltbarkeit steht fĂŒr Apples Ingenieure im Fokus. Das GerĂ€t soll ein Titan-GehĂ€use und ein ausgeklĂŒgeltes Scharnier aus Edelstahl und FlĂŒssigmetall erhalten. Dieser Mechanismus soll den störenden Mittelfalz auf dem inneren Display minimieren â eine Schwachstelle bei vielen Konkurrenzprodukten.
Unter der Haube erwartet die Branche Top-Spezifikationen: einen nĂ€chsten A20 Pro-Chip im 2-Nanometer-Verfahren, bis zu 12 GB RAM, bis zu 1 TB Speicher und ein fĂŒr das Faltchassis optimiertes Dual-Kamera-System.
Ultra-Premium-Preis und Produktionsstart
Die speziellen Komponenten, darunter falzresistente Displays und Hochdichte-Akkus, treiben den Preis in schwindelerregende Höhen. Experten rechnen mit einem Startpreis zwischen 1.999 und 2.500 US-Dollar (umgerechnet etwa 1.850 bis 2.300 Euro). Damit wĂŒrde das GerĂ€t deutlich ĂŒber der Pro-Max-Klasse liegen und eine neue Ultra-Premium-Kategorie begrĂŒnden.
Die Produktion schreitet voran. Das faltbare iPhone hat Berichten zufolge bereits die Engineering-Verifikation und Vorserienphase durchlaufen. Die Massenproduktion der Displays soll voraussichtlich im Juli 2026 starten. Die VerfĂŒgbarkeit wird dennoch stark limitiert sein. Ming-Chi Kuo schĂ€tzt, dass Apple 2026 nur drei bis fĂŒnf Millionen FaltgerĂ€te ausliefern will. Erst 2027 soll die StĂŒckzahl auf bis zu 20 Millionen steigen.
Roadmap 2027: Basis-iPhones kommen im FrĂŒhjahr
Die Barclays-Analyse gibt auch Einblick in die weitere Hardware-Planung. Demnach will Apple seinen Standard-Release-Zyklus grundlegend Àndern: Die Basis-Modelle der iPhone-18-Serie sollen nicht mehr im Herbst, sondern im MÀrz 2027 erscheinen.
Zu diesem FrĂŒhjahrs-Release könnten ein gĂŒnstigeres iPhone 18e und entweder ein iPhone 18 Plus oder ein iPhone Air der zweiten Generation gehören. Die ErwĂ€hnung eines Plus-Modells ĂŒberrascht. Bisher deutete vieles darauf hin, dass Apple nach schwachem Absatz frĂŒherer Plus-Varianten auf eine schlankere âAirâ-Linie setzt. Die mögliche RĂŒckkehr des Plus-Labels zeigt: Der Konzern experimentiert weiter mit seinen Non-Pro-Angeboten, um verschiedene Kundensegmente zu bedienen.
Marktanalyse: Apples spÀtes Spiel
Apples Einstieg in den Faltmarkt ist ein Wendepunkt fĂŒr die gesamte Branche. WĂ€hrend Samsung, Huawei und Google seit Jahren Klapphandys anbieten, ist der spĂ€te Markteintritt typisch fĂŒr Apple. Der Konzern wartet meist, bis Lieferketten ausgereift und Basistechnologien stabil sind, bevor er ein hochgradig verfeinertes Produkt vorstellt.
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Analysten sind sich einig: Apples Teilnahme wird die Mainstream-Akzeptanz faltbarer Telefone beschleunigen. Die massive iPhone-Nutzerbasis, die bisher wegen Bedenken zur Haltbarkeit zögerte, könnte so gewonnen werden. Entscheidend wird die Software sein. Apple entwickelt angeblich eine angepasste Version seines mobilen Betriebssystems mit iPadOS-Ă€hnlichen Multitasking-FĂ€higkeiten fĂŒr das groĂe Innen-Display. Diese Optimierung soll einen nahtlosen Ăbergang zwischen Cover- und Hauptbildschirm ermöglichen â ein kohĂ€rentes Nutzererlebnis, das Hardware allein nicht liefern kann.
Ausblick: Ein entscheidendes WeihnachtsgeschÀft
Das letzte Quartal 2026 wird fĂŒr Apples Hardware- und Finanzsparte entscheidend. Gelingt der Dezember-Release, wird das faltbare iPhone zum HerzstĂŒck des wichtigen WeihnachtsgeschĂ€fts. Der Ultra-Premium-Preis dĂŒrfte die durchschnittlichen Verkaufspreise auf Rekordniveau treiben und die zunĂ€chst niedrigen StĂŒckzahlen kompensieren.
Die Branche wartet gespannt auf die offizielle AnkĂŒndigung, die voraussichtlich bei Apples traditionellem September-Event erfolgt. Bis dahin werden die globalen Lieferketten und die Komponentenproduktion darĂŒber entscheiden, ob der Tech-Riese die erwartete Nachfrage nach seiner ambitioniertesten Smartphone-Neugestaltung seit einem Jahrzehnt bedienen kann.
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